Model-Based Systems Engineering Umweltauswirkungen kennen, noch bevor die erste Schraube sitzt
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Wer heute eine Anlage bestellt, fragt längst nicht mehr nur nach Taktzeit und Preis. Immer häufiger geht es auch um die Frage, wie viel Energie die Maschine später verbraucht und wie groß ihr PCF ist. Harting reagiert darauf mit einem Ansatz, der Nachhaltigkeit im Engineering messbar macht, lange bevor die erste Schraube sitzt.
Im Sondermaschinenbau entwickelt Harting Applied Technologies automatisierte Fertigungslinien für interne und externe Kunden. Die Anlagen entstehen häufig als Losgröße 1, also als hochindividuelle Lösungen. Genau das machte Nachhaltigkeitsbewertungen bisher schwierig: Das Unternehmen konnte den Energieverbrauch früher erst messen, wenn die Anlage erstmals in der Halle stand und produzierte. Für tiefgreifende Verbesserungen kam diese Erkenntnis schlichtweg zu spät.„Früher haben wir den Energieverbrauch erst gemessen, wenn die Anlage das erste Mal bei uns in Betrieb stand. Dann bleibt kaum noch Spielraum, um bei der Ressourceneffizienz nachzusteuern. Deshalb wollen wir diese Kennzahlen künftig schon aus unseren Entwicklungsdaten ableiten“, sagt Sarah Brüggemann, Research Engineer bei Harting Applied Technologies.
Bislang entscheidet das Engineering vor allem nach Kosten, Lieferzeiten und technischen Rahmenbedingungen. Nachhaltigkeit spielte im Entwicklungsprozess kaum eine Rolle – auch, weil Methoden und Vorgehensweisen fehlten, um Komponenten fundiert nach diesen Aspekten zu bewerten. Im Leuchtturmprojekt „Go-Pro-Zero“ will das Unternehmen deshalb Nachhaltigkeitsbewertungen in den bestehenden Systems-Engineering-Ansatz integrieren und den Mitarbeitenden praktische Methodiken an die Hand geben.
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