Umstrukturierung  Großumbau bei Bosch: Konzern gliedert Mobility und Servicebereiche aus

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Der Technologiekonzern Bosch plant eine umfassende Neuordnung seiner Unternehmensstruktur in Deutschland. Um flexibler auf Marktanforderungen reagieren zu können, werden die umsatzstarke Fahrzeugtechnik-Sparte sowie drei zentrale Servicebereiche in eigenständige Gesellschaften überführt. Für rund 62.500 Beschäftigte bedeutet das einen Wechsel der Arbeitsverträge

Bosch ordnet seine Konzernstruktur neu.(Bild:  Bosch)
Bosch ordnet seine Konzernstruktur neu.
(Bild: Bosch)

Großumbau bei Bosch: Konzern gliedert Mobility und Servicebereiche ausStuttgart – .Die Robert Bosch GmbH will angesichts wachsenden Wettbewerbsdrucks deutlich agiler werden. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen der Unternehmensbereich Mobility sowie die internen Dienstleister Bosch Digital, Global Business Services und Global Real Estate aus der Kern-GmbH herausgelöst und künftig als 100-prozentige Tochtergesellschaften geführt werden. Der Start der neuen Rechtseinheiten ist für den 1. August 2027 geplant, der gesamte Umbau soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.Mit diesem Schritt vereinheitlicht Bosch seine Konzernstruktur. In anderen Sparten – wie etwa bei den Konsumgütern (Consumer Goods) oder der Industrietechnik (Industrial Technology) – agieren bereits heute eigene Tochtergesellschaften am Markt.

62.500 Mitarbeiter wechseln die Gesellschaft

Für einen Großteil der deutschen Belegschaft bringt die Umstrukturierung formale Veränderungen mit sich: Im Zuge der Neuordnung werden die Arbeitsverträge von rund 62.500 Mitarbeitern auf die neuen Tochtergesellschaften übergehen. Der größte Teil davon entfällt auf die Mobility-Sparte. Unter dem Dach der ursprünglichen Robert Bosch GmbH verbleiben künftig in erster Linie die strategische Unternehmenszentrale sowie die zentrale Forschung und Vorausentwicklung mit insgesamt gut 3.000 Beschäftigten.

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Asiatische Konkurrenz zwingt zu mehr Tempo

Hintergrund der Neuordnung ist laut Konzernführung ein anspruchsvoller werdendes Marktumfeld. „Neue Konkurrenten, vor allem aus Asien, erhöhen den Wettbewerbsdruck“, erklärte Dr. Christian Fischer, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Das Unternehmen müsse Strukturen spürbar vereinfachen und „insgesamt noch mehr Tempo machen“, um Innovationen schneller auf den Markt zu bringen. Die Ausgliederung soll den einzelnen Einheiten mehr unternehmerischen Handlungsspielraum und kürzere Entscheidungswege verschaffen.

Mobility bleibt das Zugpferd

Besondere Bedeutung kommt bei dem Umbau der Automotive-Sparte zu. Der Bereich Mobility ist mit einem Umsatz von 55,8 Milliarden Euro im Jahr 2025 (rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes) das unangefochtene Schwergewicht der Bosch-Gruppe. Als eigenständige GmbH soll die Sparte künftig Finanzmittel gezielter investieren und leichter strategische Partnerschaften eingehen können.

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