Kunststoffe
Recycling braucht die passende Technologie

Von BASF 6 min Lesedauer

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Damit eine große Bandbreite an Kunststoffen wiederverwendet werden kann, sind verschiedene Recyclingtechnologien notwendig. Kunststoffe für Massenanwendungen lassen sich mit etablierten Verfahren recyceln. Doch welche Recyclinglösungen benötigen Kunststoffmischungen? Die Antwort hat BASF.

Während sich Kunststoffe für Massenanwendungen, wie etwa Polyolefine für Verpackungen, häufig mit etablierten Verfahren recyceln lassen, benötigen Spezialkunststoffe oft Recyclinglösungen, die auf ihre spezifischen Eigenschaften und Anwendungen zugeschnitten sind.(Bild:  BASF)
Während sich Kunststoffe für Massenanwendungen, wie etwa Polyolefine für Verpackungen, häufig mit etablierten Verfahren recyceln lassen, benötigen Spezialkunststoffe oft Recyclinglösungen, die auf ihre spezifischen Eigenschaften und Anwendungen zugeschnitten sind.
(Bild: BASF)

Kunststoffe sind aus modernen Produkten nicht wegzudenken. Sie sind leicht, vielseitig, kostengünstig und ermöglichen Bauteile, die Metallen oder Keramiken in bestimmten Anwendungen überlegen sind. Polyamide (PA) kommen beispielsweise in Strukturbauteilen von Fahrzeugen und Transportmitteln zum Einsatz. Polyurethane (PU) finden sich in Wärmedämmungen, Sitzen, Akustiksystemen und in der Ummantelung von Batteriekomponenten. Ihre Vorteile in der Nutzungsphase sind erheblich: geringeres Gewicht, längere Lebensdauer und bessere Energieeffizienz.
Gleichzeitig basiert ihre Herstellung überwiegend auf fossilen Rohstoffen. Weltweit verursacht die Produktion von Primärkunststoffen jährlich mehr als 2,2 Gigatonnen CO₂ – rund fünf Prozent der globalen Emissionen.
Recycling ist deshalb ein zentraler Hebel, um die Kunststoffindustrie klimaverträglicher zu machen. Bei technischen Kunststoffen wie Polyamiden (PA) und Polyurethanen (PU) ist die Aufgabe jedoch anspruchsvoll. Ihre Recyclingquoten liegen deutlich unter denen von gut etablierten Massenkunststoffen. Das liegt an komplexen Rezepturen, Verstärkungsfasern, Additiven und stark fragmentierten Abfallströmen. Hinzu kommt: Rezyklate müssen in vielen Anwendungen dieselben technischen Anforderungen erfüllen wie Neuware.