Nachruf Igus trauert um seine Gründer Günter und Margret Blase

Quelle: Pressemitteilung Igus 2 min Lesedauer

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Igus trauert um seine Gründer Margret und Günter Blase. Gemeinsam legten sie 1964 in einer Kölner Garage den Grundstein für das heute weltweit tätige Unternehmen.

Margret und Günter Blase gründeten 1964 gemeinsam die Igus GmbH und prägten das Unternehmen über Jahrzehnte mit Mut, Verantwortung und Weitblick.(Bild:  Igus)
Margret und Günter Blase gründeten 1964 gemeinsam die Igus GmbH und prägten das Unternehmen über Jahrzehnte mit Mut, Verantwortung und Weitblick.
(Bild: Igus)

Igus nimmt Abschied von seinen Gründern Margret und Günter Blase. Wie das Unternehmen mitteilte, starb Margret Blase am 11. August 2026 und Günter Blase am 21. Oktober 2026 im Alter von jeweils 95 Jahren. Das Ehepaar gründete Igus 1964 in einer Doppelgarage in Köln-Mülheim, um Spritzgussteile herzustellen. Während Günter Blase die technische Entwicklung vorantrieb, verantwortete seine Frau Verwaltung und Finanzen. Gemeinsam bauten sie das Unternehmen zu einem international tätigen Kunststoffspezialisten aus.

Technischer Erfindergeist und kaufmännische Weitsicht

Nach einer Schreinerlehre und einem Ingenieurstudium beschäftigte sich Günter Blase mit dem Potenzial technischer Kunststoffe. Als er seiner Frau Margret von seinem Wunsch erzählte, sich selbstständig zu machen, sagte sie: „Dann mach das.“ Am 15. Oktober 1964 wurde die Igus GmbH gegründet.

Der erste Auftrag kam vom Automobilzulieferer Pierburg. Zu dessen schwierigsten Bauteilen gehörte ein Ventilkegel für einen Fahrzeugvergaser. Günter Blase entwickelte dafür eine Kunststoffvariante, deren Herstellung im Spritzguss damals als besonders schwierig galt. Nach zahlreichen Versuchen gelang die Fertigung.

Margret Blase brachte als Steuerberaterin ihre kaufmännische Erfahrung in das junge Unternehmen ein. Sie organisierte Verwaltung und Finanzen, betreute Kunden und war an wichtigen Investitionsentscheidungen beteiligt. Während Günter Blase die technische Entwicklung vorantrieb, schuf sie das wirtschaftliche Fundament für das Wachstum.

Vom Familienbetrieb zum internationalen Unternehmen

Ab 1983 wirkten auch die Söhne Frank und Carsten Blase an der Entwicklung des Unternehmens mit. Die Familie baute das Produktportfolio aus und trieb die internationale Expansion voran. Anfang der 1990er-Jahre entstand der heutige Standort in Köln-Lind, der weiterhin das Herzstück des Unternehmens bildet.

Aus der 1964 von Margret und Günter Blase gegründeten Igus GmbH ist ein international tätiges Unternehmen mit mehr als 5.700 Mitarbeitenden geworden.(Bild:  Igus)
Aus der 1964 von Margret und Günter Blase gegründeten Igus GmbH ist ein international tätiges Unternehmen mit mehr als 5.700 Mitarbeitenden geworden.
(Bild: Igus)

„Meine Eltern haben igus nicht nur aufgebaut, sondern uns auch vorgelebt, was Mut, Verantwortung und Zusammenhalt bedeuten“, sagt Frank Blase, Sohn des Gründerpaares und Vorsitzender des Verwaltungsrats. Sein Vater sei ein „unermüdlicher Tüftler“ gewesen, während seine Mutter mit kaufmännischer Kompetenz und Weitsicht das Fundament geschaffen habe, auf dem dessen Ideen wachsen konnten.

Günter Blase blieb dem Unternehmen nach dessen Angaben bis ins hohe Alter eng verbunden und beschäftigte sich weiterhin mit der Optimierung von Produktionsprozessen. Igus firmiert seit Oktober 2025 als SE & Co. KG und wird operativ von vier Geschäftsführern geleitet. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 5.700 Mitarbeitende, davon rund 2.500 in Deutschland.

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