Mechanische Antriebstechnik Mechanik-Highlights auf der SPS 2026

Quelle: Pressemitteilung 5 min Lesedauer

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Neue Antriebstechnik, die es auf der SPS 2026 zu entdecken gibt: eine siebte Achse für die Fanuc-CRX-Cobots, High-Speed-Kupplungen für bis zu 200 m/s, Präzisionsgetriebe für hohe Drehzahlen, Bremsen für IE5-Motoren sowie flexible Bremskonzepte.

Die Thomson-CTU ist nun als externe Achse für die Integration in die Cobot-Plattform von Fanuc zugelassen. Systemintegratoren können das integrierte System direkt in der Fanuc-Entwicklungsumgebung konfigurieren. (Bild:  Regal Rexnord / VCG)
Die Thomson-CTU ist nun als externe Achse für die Integration in die Cobot-Plattform von Fanuc zugelassen. Systemintegratoren können das integrierte System direkt in der Fanuc-Entwicklungsumgebung konfigurieren.
(Bild: Regal Rexnord / VCG)

1. Linearachse für CRX-Cobots in Fanuc-Netzwerk integriert

Fanuc und Regal Rexnord haben in einem gemeinsamen Projekt die Cobot-Achse Movotrak als externe, siebte Achse für die CRX-Cobots in das Cobot-Device-Netzwerk des Roboterherstellers eingebunden. Die Firmen entwickelten dazu gemeinsam eine Plug-in-Schnittstelle. Regal Rexnord vertreibt die Movotrak-Cobot-Transfer-Unit unter der Marke Thomson. Die Lineareinheit enthält eine Reihe von Komponenten aus dem Konzern-Portfolio: Getriebe von Boston Gear, Huco-Kupplungen sowie Motoren und Software von Kollmorgen. Zertifizierte Fanuc-Integratoren greifen ab sofort direkt über ihr Einlerngerät auf die Konfigurationstools von Thomson zu, das heißt, sie konfigurieren die Achse als vollständig integriertes System direkt in der Fanuc-Entwicklungsumgebung. Die Linearachse erweitert den Arbeitsraum der Cobots auf bis zu zehn Meter. Die Thomson Movotrak CTU kann am Boden, der Decke oder Wänden befestigt werden. Sie ist für die gesamte Bandbreite der Fanuc-Cobots geeignet, bis hin zu den größten Modellen, etwa den CRX30iA.

Regal Rexnord auf der SPS 2026: Halle 3, Stand 360

2. High-Speed-Kupplung für anspruchsvolle Anwendungen

High-Speed-Kupplung mit geschweißtem Metallbalg von R+W: Die Konstruktion kombiniert einen hohlen Balgaufbau, eine direkte Flanschanbindung und eine geringe Anzahl an Schnittstellen für hohe Torsionssteifigkeit, geringes Massenträgheitsmoment und hohe Laufruhe bei Umfangsgeschwindigkeiten bis 200 m/s. (Bild:  R+W Antriebselemente)
High-Speed-Kupplung mit geschweißtem Metallbalg von R+W: Die Konstruktion kombiniert einen hohlen Balgaufbau, eine direkte Flanschanbindung und eine geringe Anzahl an Schnittstellen für hohe Torsionssteifigkeit, geringes Massenträgheitsmoment und hohe Laufruhe bei Umfangsgeschwindigkeiten bis 200 m/s.
(Bild: R+W Antriebselemente)

R+W hat seine geschweißte Stahlbalgkupplung für Anwendungen mit hohen Drehzahlen weiterentwickelt. Die neue Ausführung erreicht Umfangsgeschwindigkeiten von bis zu 200 m/s und liegt damit rund 15 Prozent über marktüblichen High-Speed-Lösungen. Um Einschränkungen bei Steifigkeit und Dauerfestigkeit zu vermeiden, besteht die Kupplung nicht aus Aluminium; stattdessen reduzierte der Hersteller das Gewicht über die Konstruktionsweise: Der Metallbalg wird direkt angeschweißt und gleicht Versätze ohne zusätzliche Verbindungselemente aus. Sein hohler Aufbau und FEM-optimierte Bauteile halten das Gewicht gering. So erreicht die Stahlkonstruktion ein Massenträgheitsmoment auf dem Niveau gängiger Leichtbaulösungen. Wenige Schnittstellen und Schraubverbindungen erhöhen zugleich Torsionssteifigkeit und Laufruhe. 

Passungs- und Lagetoleranzen führt der Hersteller nach IT6 aus. Hinzu kommt eine Wuchtgüte von G2,5 und besser nach ISO 21940-11. Die äußere Geometrie wurde strömungsoptimiert. Für höchste Anforderungen an die Laufruhe sind Trim-Gewinde optional erhältlich, die ein Feinwuchten im montierten Zustand ermöglichen. Die Kupplung eignet sich besonders für den Einsatz in Prüfständen, Hochgeschwindigkeitsspindeln sowie Anwendungen in E-Mobilität und Drohnenantrieben.

R+W Antriebselemente auf der SPS 2026: Halle 4, Stand 219

3. Neue Generation von Präzisionsgetrieben

Das neue Präzisionsgetriebe SP+ High Speed Generation 3 von Wittenstein macht Maschinen kompakter und erhöht die Betriebssicherheit.  (Bild:  Wittenstein)
Das neue Präzisionsgetriebe SP+ High Speed Generation 3 von Wittenstein macht Maschinen kompakter und erhöht die Betriebssicherheit.
(Bild: Wittenstein)

Wittenstein stellt auf der SPS 2026 die Präzisionsgetriebe-Baureihe SP+ High Speed Generation 3 der Alpha Advanced Line vor. Die Getriebebaureihe kombiniert hohe Dauerdrehzahlen (etwa doppelt so hoch sind wie der aktuelle Marktstandard) mit besserer Regelbarkeit und einem nochmals verbesserten thermischen Verhalten.  

Außerdem zeigt das Unternehmen die neue Getriebebaureihe Galaxy GA. Sie bietet Gestaltungsfreiheit für achsparallele Antriebslösungen: Durch eine vorgeschaltete Stirnradstufe werden je nach Anwendung Industriemotoren und Getriebevarianten aus dem Portfolio des Anbieters kompakt integriert. Das modulare Konzept ermöglicht die Kombination mit koaxialen oder winkeligen Vorstufen. Die Hohlwelle des Galaxie-Getriebes bleibt unabhängig von der gewählten Vorstufe oder Motoranbindung vollständig erhalten. Dadurch können Medien, Kabel oder weitere Funktionselemente weiterhin zentral durch das Getriebe geführt werden. Die Galaxie-GA-Getriebe zeichnen sich durch Drehmomentdichte, Torsionssteifigkeit und das absolute Nullspiel aus.

Wittenstein auf der SPS 2026: Halle 4, Stand 4-221 

4. Magnetkupplung mit beidseitiger Klemmnabe

Die neue Magnetkupplung HSM-TKK von KBK kann durch die Klemmnaben das Drehmoment in beide Richtungen übertragen.  (Bild:  KBK Antriebstechnik)
Die neue Magnetkupplung HSM-TKK von KBK kann durch die Klemmnaben das Drehmoment in beide Richtungen übertragen.
(Bild: KBK Antriebstechnik)

Sechs Neuheiten stellt KBK Antriebstechnik auf der SPS 2026 in Nürnberg vor. Besonders im Fokus stehen die Magnetkupplung HSM-TKK mit beidseitiger Klemmnabe sowie die längenverstellbare Gelenkkupplung GK2LV. „Im Gegensatz zu unseren Magnetkupplungen mit Gewinde kann die HSM-TKK das Drehmoment in beide Richtungen übertragen“, erklärt Geschäftsführer Sven Karpstein. Die Kupplung eignet sich unter anderem für den Einsatz in Prüfständen, Aufzügen und Verpackungsmaschinen. Sie ist mit Bohrungsdurchmessern von 6 mm bis 35 mm erhältlich und bietet Drehmomente zwischen 0,2 Nm und 4,0 Nm. Die aufgelaserte Skala ermöglicht die stufenlose Einstellung des Überlastmoments. Im Überlastfall wird die Kraftübertragung von Innen- und Außenteil sanft gleitend getrennt. Sie ist in drei Größen – jeweils wahlweise in Aluminium oder Edelstahl-Ausführung lieferbar. 

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BEST OF INDUSTRY AWARD

Stimmen Sie jetzt für die Besten der Besten!

(Bild: VCG)

Das große Online-Voting für den Best of Industry Award 2026 hat begonnen. Stimmen Sie jetzt für die spannendsten Innovationen aus Fertigung & Konstruktion, Prozessindustrie, Labor & Medizin, Automotive und Renewable Energy Solutions!
 

Die Gelenkkupplung GK2LV gleicht als einzige Kupplung ihrer Art radialen, angularen und axialen Versatz gleichzeitig aus. „Unser Ziel war es, eine sehr spielarme, torsionssteife Kupplung zu entwickeln, die in alle Richtungen großen Versatz kompensieren kann“, berichtet Karpstein. Während die übrigen Gelenkkupplungen des Unternehmens ausschließlich Radial- und Winkelversatz ausgleichen, kompensiert die GK2LV durch ihre Längenverstellung zusätzlich auch axialen Versatz. Dadurch lässt sich die Kupplung quasi blind montieren: Nach der Montage der Wellen wird die Kupplung bequem positioniert – auch in geschlossenen oder schwer zugänglichen Bauräumen wie Kupplungsglocken. 

Die GK2LV gleicht Radialversatz von bis zu 2,5 mm und Winkelversatz von bis zu 4 Grad aus. Sie ist in der Länge um bis zu 60 mm verstellbar. Es gibt sie in vier Baugrößen für Drehmomente von 10 Nm bis 500 Nm. Darüber hinaus stellt das Unternehmen auf der Messe eine neue Serie von Kreuzschieberkupplungen, eine neue Schlitzkupplung, eine besonders kompakte Elastomerkupplung mit Spreiznabe und eine Metallbalgkupplung für hohe Drehmomente mit Außenspannring vor. 

KBK Antriebstechnik auf der SPS 2026: Halle 1 an Stand 1-318

5. Bremsen für die nächste Motorgeneration

Auf der SPS 2026 in Nürnberg stehen bei Kendrion Robotiksicherheit und neue Bremsenkonzepte im Mittelpunkt.(Bild:  Kendrion)
Auf der SPS 2026 in Nürnberg stehen bei Kendrion Robotiksicherheit und neue Bremsenkonzepte im Mittelpunkt.
(Bild: Kendrion)

Mit steigender Leistungsdichte bei IE5-Synchronmotoren muss auch die Bremse Schritt halten, ohne dafür mehr Bauraum zu beanspruchen. Kendrion stellt auf der Messe in Nürnberg daher ein neues Bremsenkonzept vor, das speziell für diese Motorgeneration entwickelt wurde. Sie wurde insbesondere für die Intralogistik und Materialhandhabung entwickelt.

Bei kleinen Motoren bestimmt die Konstruktion häufig, welche Anforderungen die Bremse erfüllen muss. Eine weitere Bremsen-Neuheit des Anbieters wurde deshalb als konfigurierbare Plattform entworfen, die sich an bestehende mechanische und elektrische Spezifikationen anpassen lässt. Ziel ist es, die Bremse auf das Motordesign abzustimmen und den Bedarf an einer vollständigen Sonderentwicklung zu minimieren.

Kendrion Kuhnke Automation auf der SPS 2026: Halle 4, Stand 418