Formgebung Sieben Tipps für die Formgebung
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Von der Design-Freiheit zur industriellen Realität in der additiven Fertigung, über eine KI-gestützte Risserkennung bei der Werkstoffauswahl, bis zum erschwinglichen Sand-3D-Druck für Gießereien – die Tipps sind so vielfältig wie die Formgebung selbst.
Von der Design-Freiheit zur industriellen Realität

„Zu Beginn meiner Karriere bestand die größte Herausforderung in der additiven Fertigung (AM) darin, die Design-Freiheit auszuschöpfen und gleichzeitig sicherzustellen, dass ein Bauteil überhaupt gedruckt werden konnte. Heute verbringe ich deutlich mehr Zeit damit, zu überlegen, wie ein Bauteil gefertigt, nachbearbeitet, geprüft und qualifiziert wird, denn diese Entscheidungen bestimmen maßgeblich, ob ein Entwurf später erfolgreich in die Produktion überführt werden kann“, sagt Dries Vandecruys, Technical Manager bei Materialise.Die Design-Freiheit bleibt eine der größten Stärken der additiven Fertigung. Der industrielle Erfolg hängt jedoch ebenso von der Bauausrichtung, der Stützstrategie, der Materialauswahl, der Nachbearbeitung und der Bauteilanalyse ab. Diese Faktoren beeinflussen Kosten, Qualität und Wiederholbarkeit und müssen von Beginn an ebenso berücksichtigt werden wie die Geometrie. Geschieht dies erst zu einem späteren Zeitpunkt, verlängern sich die Entwicklungszyklen, Konstruktionsschritte müssen wiederholt werden und es entstehen unnötige Kosten.Ein Projekt zur Neukonstruktion eines Greifers aus Metall verdeutlicht dies. Ein druckbarer 1:1-Ersatz des Originalteils bot kaum einen Mehrwert. Erst als Geometrie, Fertigungsstrategie und Produktionsprozess gemeinsam entwickelt wurden, brachte die Neukonstruktion echte Vorteile: Mehrere Komponenten wurden zu einem einzigen Bauteil zusammengefasst, ein Montageschritt entfiel, das Gewicht sank von 237 auf 60 Gramm und die Produktionskosten konnten um rund 70 Prozent reduziert werden. In der industriellen additiven Fertigung muss die Fertigungsstrategie das Design von Beginn an mitbestimmen.
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