KI in der Konstruktion Wenn das CAD-System mitdenkt
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Künstliche Intelligenz wird zunehmend zu einem festen Bestandteil der Engineering-Praxis: Auf der Autodesk University 2026 kündigt der Softwarehersteller neue Funktionen an, die gezielt die Schmerzpunkte in der Produktentwicklung adressieren. Der Konstrukteur wird dabei nicht überflüssig – er muss jedoch lernen, richtig zu delegieren.
Ein allgemeines Sprachverständnis reicht für die physikalische Welt nicht aus. Wer Bauteile, Maschinen oder CNC-Programme entwickelt, weiß: „Wahrscheinlich richtig“ ist im Engineering nicht gut genug. Generative KI muss Geometrien verstehen, die Intention des Ingenieurs deuten sowie Fertigungsprozesse, Toleranzen und Lifecycle-Anforderungen berücksichtigen. Genau hier setzt Autodesk mit seinen Neuvorstellungen auf der diesjährigen Autodesk University in Las Vegas an.
Alexander Stern, Leiter strategische Geschäftsentwicklung für Produktdesign- und Fertigungslösungen bei Autodesk, bringt die Herausforderung auf den Punkt: „Im Engineering bewegen wir uns in einem sehr kontextabhängigen und geometrisch komplexen Umfeld. In Konstruktion, FMEA und angrenzenden Bereichen spielen außerdem Regularien und funktionale Sicherheit eine große Rolle. Deshalb kann man nicht einfach mit irgendeinem LLM eine Lösung erzeugen und davon ausgehen, dass sie korrekt ist. Wir gehen entsprechend behutsam vor.“
Das Ziel von Autodesk ist es daher nicht, den Konstrukteur durch eine KI zu ersetzen, sondern eine sogenannte „Project Intelligence“ aufzubauen – eine Kombination aus vernetztem Projektkontext, spezialisierten Engineering-Daten und Fachwissen, die konkrete Arbeitsschritte automatisiert.
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