Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT 2026 Safety- und Security-Risiken erfolgreich beurteilen

Von Jan Vollmuth 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Cyber Resilience Act verlangt Security-Risikoanalysen nach IEC 62443, die sich von Safety-Risikobeurteilungen nach ISO 12100 deutlich unterscheiden. Wie Konstruktionsleiter ihre Teams auf die integrierte Betrachtung von Safety und Security einstellen, steht im Mittelpunkt eines Vortrags auf dem Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT 2026 am 28. Oktober 2026 in Würzburg.

Konstruktionsteams müssen künftig sowohl Safety- als auch Security-Risikoanalysen durchführen.(Bild:  KI-generiert / Gemini)
Konstruktionsteams müssen künftig sowohl Safety- als auch Security-Risikoanalysen durchführen.
(Bild: KI-generiert / Gemini)

Die Risikoanalyse ist das handwerkliche Herzstück jeder Produktentwicklung im Maschinenbau. Während Safety-Risikobeurteilungen nach ISO 12100 seit Jahren etabliert sind, kommt in diesem Zusammenhang eine neue Herausforderung auf die Produktentwicklung zu: Der Cyber Resilience Act verlangt künftig Security-Risikoanalysen nach IEC 62443. Damit stehen neben physischen Gefährdungen nun auch Bedrohungsakteure, Angriffsvektoren und Schwachstellen im Fokus.

Gemeinsamer prozessualer Kern

Diese Vorgaben stellen Konstruktionsleiter vor die Herausforderung, ihre Teams methodisch auf die integrierte Betrachtung von Safety und Security einzustellen. Hierfür besteht der Ansatzpunkt in der Tatsache, dass Safety- und Security-Risikoanalysen einen gemeinsamen prozessualen Kern besitzen.

In seinem Vortrag „Safety vs. Security: Unterschiede verstehen, Gemeinsamkeiten nutzen“ beleuchtet Hendrik Stupin von IBF Solutions die grundlegenden Unterschiede beider Ansätze. Er deckt die methodischen Gemeinsamkeiten in der Systematik auf und gibt Konstruktionsleitern einen praxisorientierten Rahmen an die Hand, wie Safety- und Security-Risikoanalyse im Entwicklungsprozess sinnvoll verbunden werden können.

wie sie ihre Entwicklungsabteilungen und Prozesse aufstellen müssen

Konstruktionsleiter-Forum Spotlight
(Bild: VCG)

Die Maschinenverordnung (MVO) und der Cyber Resilience Act (CRA) stellen neue Anforderungen an Security-Maßnahmen für vernetzte Komponenten und Systeme. Dies stellt Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen sowie Zulieferer von Komponenten und Systemen vor große Herausforderungen.
Das Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT schärft das Bewusstsein für die Anforderungen sowie deren Konsequenzen, die auf Unternehmen zukommen.

Herr Stupin, warum ist das Thema „Safety vs. Security" für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Hendrik Stupin ist Fachreferent für CE-Kennzeichnung und Risikobeurteilungen bei der IBF-Solutions GmbH.(Bild:  IBF Solutions)
Hendrik Stupin ist Fachreferent für CE-Kennzeichnung und Risikobeurteilungen bei der IBF-Solutions GmbH.
(Bild: IBF Solutions)

Mit MVO und CRA liegt der Gedanke nahe, bewährte Safety-Methoden einfach auf Security zu übertragen. Schließlich werden in beiden Bereichen Risiken bewertet. Der entscheidende Unterschied: Safety betrachtet zufällige Fehler und Ausfälle, Security dagegen gezielte Angriffe durch einen denkenden Gegner. Wer das nicht berücksichtigt, riskiert Fehleinschätzungen. Gleichzeitig sind beide eng verbunden. Wird eine Steuerung manipuliert, kann sie ihre Sicherheitsfunktion möglicherweise nicht mehr zuverlässig erfüllen. Security wird damit zur Voraussetzung für wirksame Safety.

Was sind die wichtigsten Aspekte des Vortrags?

Der Vortrag betrachtet drei Aspekte: Zunächst, warum Safety- und Security-Risiken trotz ähnlicher Bewertungsansätze nicht mit denselben Methoden analysiert werden können. Danach werden die Risikoanalysen nach ISO 12100 und im Rahmen des CRA gegenübergestellt. Abschließend wird gezeigt, wie beide Bereiche zusammenhängen und warum der Schutz einer Steuerung vor Manipulation für die funktionale Sicherheit entscheidend sein kann. Dadurch wird deutlich, wie sich Safety und Security in der Praxis sinnvoll verzahnen lassen.

Was lernen die Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Die Teilnehmer verstehen, warum die vertraute Safety-Risikoanalyse trotz ähnlicher Formel keine Blaupause für Security ist – Safety rechnet mit Zufall, Security mit einem aktiv suchenden Angreifer. Und sie sehen, warum beide trotzdem zusammengehören: Schutz vor aktiver Korrumpierung macht Security zur Voraussetzung für wirksame Safety.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung