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Kooperation zwischen SKF und Universitäten im Bereich Tribologie
SKF ist langfristige Kooperationen mit einigen der besten Universitäten im Bereich Tribologie eingegangen. Dies ist in der Lagerbranche einzigartig. Hightech-Unternehmen wie SKF verfügen über eigene Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und entsprechende Fachkräfte. Durch die Zusammenarbeit auf akademischer Ebene besitzt das Unternehmen jedoch Zugang zu internationalen Spitzenwissenschaftlern und weltweit führenden Ingenieuren, die mit ihrem langfristigen Denken und ihrer etwas anderen Herangehensweise ein höheres Maß an Kreativität gewährleisten. Diese Möglichkeit zur Ergebniserzielung kann häufig langfristiger als intern erfolgen. Nichtsdestotrotz ist auch die interne qualitativ hochwertige Tribologieforschung von großer Bedeutung. Nur so kann die Geschäftsperspektive in die akademische Forschung einbezogen werden.
Imperial College
Das Imperial College London zählt weltweit zu den technischen Spitzenuniversitäten und wird regelmäßig unter die zehn weltbesten Universitäten gewählt [2]. Der Fachbereich Mechanical Engineering des Imperial College London beherbergt eines der SKF University Technology Centres (SKF UTC). Dieses Zentrum wurde im Januar 2010 gegründet. In seiner Forschung widmet es sich dem grundlegenden Studium tribologischer Systeme mithilfe moderner Modell- und Messverfahren [3]. Professor Hugh Spikes und Dr. Amir Kadiric [4] stehen einem stetig wachsenden Forschungsteam vor, in dem gegenwärtig sieben Doktoranden und zwei postdoktorale Forschungsmitarbeiter beschäftigt sind. Die Einrichtung des UTC am Imperial College ist eine Bestätigung für die langfristige, nunmehr seit mehr als 30 Jahren bestehende Kooperation, mit SKF, in der der ehemalige technische Direktor von SKF, Prof. Stathis Ioannides, eine Gastprofessur am Imperial College innehat.
Das SKF UTC ist integraler Bestandteil der Tribology Group des Imperial College. Sie wurde bereits vor 60 Jahren ins Leben gerufen und wird international als eine der weltweit führenden Institutionen in der Tribologieforschung erachtet. Zu ihren Errungenschaften zählen zahlreiche wegweisende Tribologiestudien einschließlich Dieselschmierfähigkeit, Anwendung optischer Interferometrie-Technologien in der Tribologie sowie der Modellierung rauer Oberflächenkontakte.
Die besondere Forschungsqualität dieser Gruppe zeigt sich nicht zuletzt durch die Verleihung zahlreicher Auszeichnungen an ihre Mitglieder, wie z.B. Tribology Trust Gold Medals, STLE International Award und Imperial College Research Excellence Award sowie mehr als 20 jährliche Auszeichnungen führender Tribologie-Fachzeitschriften für die besten Veröffentlichungen.
Ziel: Verständnis für tribologische Phänomene an Kontaktflächen
Das Imperial College London UTC-Team hat sich dem Ziel verschrieben, ein detailliertes Verständnis für tribologische Phänomene an Kontaktflächen zu entwickeln. Dies dient dazu, die Komponentenbeständigkeit zu erhöhen und Reibungsverluste zu verringern. Erreicht wird dies durch die Kombination neuartiger Experimentiertechniken mit modernen numerischen Modellen. Aktuelle Projekte umfassen Studien zur elasto-hydrodynamischen Schmierung (EHL) an rauen Oberflächenkontakten, Kontaktmechanik technischer Oberflächen, Computational Fluid Dynamics (CFD)-Modellierung von EHL, Leistungsfähigkeit von Schmierstoffzusätzen, zu reibungsarmen Schmierfetten, zum Einfluss von Rauheit auf Kontaktreibung, zu Beginn und Ausbreitung von Oberflächenrissen, zu Schmierungsschäden an Rollenlagern und zur Lagerdichtungsschmierung.
UTC kooperiert eng mit dem SKF eigenen Engineering and Research Centre in den Niederlanden, um sicherzustellen, dass das innerhalb von UTC entwickelte grundlegende Verständnis erfolgreich von SKF umgesetzt wird. Dabei geht es vor allem darum, Reibung und Verschleiß an SKF Lagern zu verringern und somit deren Servicelebensdauer und Ökobilanz zu optimieren.
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