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INSA de Lyon: interdisziplinärer Forschungsansatz
Die französische INSA Lyon zählt zu den Universitäten mit der größten Know-how- und Forscherdichte im Bereich Hochtechnologie. Ihrer Kultur entsprechend bedient sie sich in ihrem Engagement eines interdisziplinären Forschungsansatzes. Mit 21 Labors, 500 Forschern und 650 Doktoranden ist die INSA Lyon ein einzigartiges Forschungszentrum. Sie ist der Garant für eine bahnbrechende wissenschaftliche Forschung, die im Zuge der Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie innovative Anwendung findet.
Bei Lamcos (INSA Lyon, CNRS UMR5259) handelt es sich um ein interdisziplinär arbeitendes Labor im Bereich Kontakt- und Festkörpermechanik sowie Strukturdynamik. Es bietet ein breitangelegtes Fachwissen zu Tribologie, schneller Dynamik, Schwingungsmechanik, Steuerung, Übertragungssystemen, umlaufenden Maschinen und Materialformung. Die übergreifende Zielsetzung des Labors lautet, zum Verständnis und zur Steuerung des Verhaltens mechanischer Systeme und Strukturen unter Berücksichtigung ihrer Kontaktflächen zu forschen. Die Zusammenarbeit in der Tribologieforschung zwischen INSA de Lyon und SKF reicht mehr als 20 Jahre zurück. Damals wurde die Idee zur Entwicklung einer Maschine für große rotierende Kontakte entwickelt.
Maschine vermittelt Einblicke in das Reibungsverhalten von Wälzelementen
Diese Maschine ist mit „Tribogyr“ [5] Realität geworden. Sie vermittelt bereits jetzt neue Einblicke in das Reibungsverhalten von Wälzelementen, um kommerziellen Trends von Lagern im Hinblick auf eine höhere Leistungsdichte und geringere Reibung erfolgreich begegnen zu können. Darüber hinaus ist der Wissenschaftler Guillermo Morales Espejel des SKF Engineering and Research Centre (ERC) seit 2004 als Gastprofessor beim INSA de Lyon (LaMCoS) beschäftigt.
Erst vor kurzem haben SKF und INSA de Lyon ihre Kooperation weiter ausgebaut, indem ein SKF Lehrstuhl für geschmierte Kontaktflächen der Zukunft am INSA de Lyon [6] eingerichtet wurde. Dieser auf sechs Jahre angelegte Lehrstuhl dient dazu, eine interdisziplinäre Vorfeldstudie zur Identifizierung, zum Verständnis und zur Modellierung von Schmierstoffverhalten unter extremen Bedingungen durchzuführen, wie sie durch geschmierte Kontaktflächen ausgelöst werden. Insbesondere in der Luftfahrt spielen Schmierstoffe (aufgrund ihrer Beschaffenheit und Zusammensetzung handelt es sich häufig um komplexe Flüssigkeiten) eine entscheidende Rolle bei der Verringerung von Reibungsverlusten, Verschleiß und Beschädigung.
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