Das Konstruktionsleiter-Forum 2026 bringt es auf den Punkt: Zwei Tage, ein Ort, ein Ziel – Konstruktions- und Entwicklungsleiter fit machen für eine Zukunft, in der Innovationsdruck und Regulatorik gleichzeitig auf sie einprasseln.
Auch 2026 heißt es in Würzburg wieder „Herzlich willkommen" für Konstruktions- und Entwicklungsleiter aus ganz Deutschland.
(Bild: VCG)
Die Welt der Produktentstehung dreht sich im Jahr 2026 schneller denn je. Was vor kurzem noch als Vision galt – etwa autonome Engineering-Co-Worker oder die vollständige digitale Nachvollziehbarkeit jedes Bauteils – ist heute in greifbare Nähe gerückt. Doch mit der technologischen Vielfalt wächst auch die Unsicherheit: Welche Tools sichern langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und wie lassen sich die immer komplexeren regulatorischen Vorgaben hocheffizient umsetzen?
Abendveranstaltung mit Prof. Dr. Claus Mattheck (KIT): Bionik für Entscheider Konstruktionsleiter-Forum 📅 29. Oktober 2026 📍 Vogel Convention Center, Würzburg 🎯 Schwerpunkte: Smart Engineering, Effizienz in der Konstruktion, fertigungsgerechtes Konstruieren, gesetzliche Rahmenbedingungen 🔗 Anmeldung
Tickets: Kombiticket für beide Tage buchbar, bis 31. Juli 2026 gilt der Frühbucherrabatt
Tag 1 – Spotlight: Rechtssicherheit im PEP durch MVO und CRA
Der Auftakt am 28. Oktober steht ganz im Zeichen zweier EU-Regelwerke, die spätestens jetzt auf jedem Schreibtisch von Konstruktions- und Entwicklungsleitern landen müssen: die Maschinenverordnung (MVO), die 2027 EU-weit rechtsverbindlich wird, und der Cyber Resilience Act (CRA), dessen Meldepflichten für Sicherheitslücken und Cyberangriffe bereits 2026 greifen.Unter dem Motto „Zukunftssicher konstruieren mit MVO und CRA“ übersetzt das Spotlight-Format die abstrakten Gesetzestexte in konkrete Handlungsanweisungen für den Konstruktionsalltag. Denn beide Regelwerke sind kein Fall für die Rechtsabteilung allein:
Die MVO verschärft Sicherheits- und Dokumentationspflichten für Maschinen und vernetzte Komponenten – mit direkten Folgen für Risikobewertung, Freigabeprozesse und technische Nachweise.
Der CRA verpflichtet Hersteller vernetzter Produkte zu aktivem Schwachstellenmanagement über den gesamten Produktlebenszyklus – ein Thema, das klassische Konstrukteure bislang kaum im Blick hatten.
In kompakten Vorträgen auf Spotlight- und Main-Stage zeigen Experten, wie Unternehmen ihre Entwicklungsprozesse, Organisation und Dokumentation jetzt anpassen müssen, um nicht erst kurz vor den Stichtagen 2026/2027 in Zugzwang zu geraten. Die Kernbotschaft: Wer frühzeitig handelt, verschafft sich einen echten Vorsprung – wer wartet, riskiert Bußgelder, Zulassungsverzögerungen und Wettbewerbsnachteile.
Die Kernbotschaft des Spotlight: Wer frühzeitig handelt, verschafft sich einen echten Vorsprung – wer wartet, riskiert Bußgelder, Zulassungsverzögerungen und Wettbewerbsnachteile.
Highlight zur Abendveranstaltung: Prof. Claus Mattheck spricht über bionische Optimierung
Prof. Dr. Claus Mattheck, einer der führenden Experten für Biomechanik, beweist, dass die Natur die komplexesten statischen Probleme mit verblüffend einfachen Prinzipien löst.
(Bild: Mattheck)
Ein besonderes Highlight erwartet die Teilnehmer im Rahmen der Abendveranstaltung: Prof. Dr. Claus Mattheck vom Karlsruher Institut für Technologie hält den Vortrag „Bionik für Entscheider: Mit den Denkwerkzeugen der Natur zur nächsten Produktgeneration". Als einer der weltweit führenden Experten für Biomechanik zeigt Mattheck, wie die Natur komplexeste statische Probleme mit verblüffend einfachen Prinzipien löst – und macht diese Erkenntnisse als konkretes Werkzeug für modernen Maschinenbau und Produktentwicklung nutzbar. Der Vortrag richtet sich gezielt an Führungskräfte in der Entwicklung, die Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz nicht als Lippenbekenntnis, sondern als konstruktiven Auftrag verstehen. Ein Plädoyer für intelligentes Design, das Materialverschwendung stoppt und die Belastbarkeit von Bauteilen maximiert – der perfekte Ausklang für einen Tag voller technischer Fachvorträge.
Wer Matthecks Prinzipien versteht, lernt Bauteile so zu gestalten, dass sie nicht nur leichter, sondern im mechanischen Sinne „lebensfähiger“ sind.
Tag 2: Konstruktionsleiter-Forum 2026 – Innovation trifft Praxis
Der zweite Veranstaltungstag am 29. Oktober öffnet den Blick über die Regulatorik hinaus: Im Zentrum stehen Methoden und Praxisbeispiele, die zeigen, wie Konstruktionsabteilungen schon heute schneller, schlanker und nachhaltiger arbeiten. Hier einige Highlights aus dem Programm:
Agentische KI in der Praxis: Vom KI-Quick-Win zum virtuellen Engineering-Mitarbeiter Wie weit ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Konstruktion heute wirklich? Antworten liefert der Praxisvortrag „Vom KI-Quick-Win zum virtuellen Engineering-Mitarbeiter: Wie Hansgrohe agentische KI in der Produktentwicklung nutzt". Gemeinsam mit dem Cloud-CAD-Anbieter Synera zeigt Hansgrohe, wie autonome KI-Agenten heute bereits repetitive Aufgaben wie Zeichnungsprüfung oder das Ausfüllen technischer Dokumentation übernehmen – und wie der Weg von ersten Quick-Wins hin zu einem vollwertigen virtuellen Engineering-Assistenten aussieht. Inklusive ehrlicher Bestandsaufnahme zu Erfolgsfaktoren und Stolpersteinen aus der realen Praxis.
Zeichnungslos konstruieren: Wie und warum Bucher Hydraulics Model Based Definition eingeführt hat – Vorgehen, Hürden und Benefits Ein weiterer Vortrag zeigt, wie konsequent digitale Konstruktion heute schon funktioniert: Bucher Hydraulics hat seine Prozesse auf Model Based Definition (MBD) umgestellt und das 3D-Modell zur alleinigen verbindlichen Datenquelle gemacht. Statt klassischer 2D-Zeichnungen tragen die Modelle sämtliche Bemaßungen, Toleranzen und Fertigungsinformationen direkt als PMI (Product & Manufacturing Information). Das Ergebnis: rund 30 Prozent weniger Konstruktionsaufwand und eine durchgängige Prozesskette bis in Fertigung und Qualitätssicherung. Für Konstruktionsleiter, die über die Ablösung ihrer Zeichnungsprozesse nachdenken, ein hochrelevanter Erfahrungsbericht.
Der digitale Produktpass: Transparenz wird Pflicht – und wie man daraus eine Kür macht Ein Thema, das 2026 kaum mehr zu ignorieren ist: der digitale Produktpass (DPP). Im Rahmen der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) entsteht eine verbindliche digitale Infrastruktur, die Produktinformationen über den gesamten Lebenszyklus – von Materialherkunft über Reparierbarkeit bis zum Recycling – zentral und nachvollziehbar bündeln soll. Für Konstruktionsleiter bedeutet das: Materialauswahl, Stücklisten und Dokumentation müssen künftig so gestaltet werden, dass sie DPP-fähig sind. Der Vortrag zeigt in fünf Schritten, wie Unternehmen die Einführung des digitalen Produktpasses in bestehende Konstruktionsprozesse integrieren – und warum frühzeitige Vorbereitung entscheidend ist, um nicht von den kommenden delegierten Rechtsakten überrascht zu werden.
Networking: Der Herzschlag des Forums
Ergänzt wird das Programm durch eine gemeinsame Fachausstellung mit dem parallel stattfindenden Industrial Benchmark Summit: Zahlreiche Aussteller und Partner präsentieren dort ihre Lösungen. In kurzen Spotlight-Sessions stellen sich Business-Partner direkt an ihren Ständen vor, während Meet-the-Experts-Formate während der Kaffeepausen gezielten fachlichen Austausch abseits der Vortragssäle ermöglichen.
Trotz der hohen Informationsdichte bleibt das Konstruktionsleiter-Forum vor allem eine Netzwerk-Plattform. Die Diskussionsrunden und Pausengespräche im Vogel Convention Center bieten die Gelegenheit, sich auf Augenhöhe mit Kollegen aus unterschiedlichen Branchen auszutauschen – oft sind es genau diese informellen Gespräche, die den entscheidenden Impuls für die Lösung eines eigenen, internen Problems liefern.
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