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Kupplung KTR nimmt neuen Prüfstand in Betrieb

| Redakteur: Ute Drescher

KTR hat am Stammsitz in Rheine einen neuen Prüfstand für Großkupplungen mit einem Leistungsumfang bis 500.000 Nm in Betrieb genommen. Auf dem Prüfstand lassen sich mechanische Kupplungskennwerte ermitteln sowie Festigkeits- und Lebensdauerprüfungen durchführen. Prüfling der ersten Versuchsreihe ist ein Drehmomentbegrenzer für den Einsatz in einer 8 MW-Offshore-Windenergieanlage.

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Erster Prüfling auf dem neuen Prüfstand ist ein Drehmomentbegrenzer mit einem eingestellten Drehmoment von über 350.000 Nm
Erster Prüfling auf dem neuen Prüfstand ist ein Drehmomentbegrenzer mit einem eingestellten Drehmoment von über 350.000 Nm
(Bild: KTR)

Der neue Prüfstand ist mit einem drehzahlvariablen, elektrischen Antrieb ausgestattet, der über mehrere Getriebestufen ein maximales Prüfmoment von 500.000 Nm erzeugen kann. Die Drehmomentmessung erfolgt getriebeausgangsseitig über eine kalibrierte Messwelle mittels DMS-Technik, während der Verdrehwinkel antriebsseitig über einen Drehimpulsgeber oder durch ein direkt am Prüfling angebrachtes Wegmesssystem ermittelt wird. Aus den gewonnenen Daten lässt sich dann die Drehfedersteifigkeit berechnen. Neben der Erfassung von mechanischen Kupplungswerten werden auf dem neuen Prüfstand zudem Bauteilfestigkeits- und Lebensdauerprüfungen durchgeführt. Überdies werden hier zukünftig auch form- und reibschlüssige Überlastsysteme erprobt und eingestellt.

Mit dem neuen Prüfstand erweitert KTR die Prüfkapazität in Rheine um das Fünffache. „Die Verfügbarkeit eines solchen Prüfstands ist gerade in einer Zeit wichtig, in der das Leistungsniveau von Antriebskomponenten für den Maschinen- und Anlagenbau stetig steigt“, sagt Reinhard Wibbeling, Leiter Konstruktion/Forschung & Entwicklung bei KTR. „Damit baut KTR seine Stellung als weltweit bedeutender Hersteller von mechanischen Kupplungen und Überlastsystemen weiter aus.“

Das Prüffeld der KTR für mechanische Kupplungen und Überlastsysteme am Stammsitz in Rheine umfasst derzeit 24 umlaufende und nicht-umlaufende Prüfstände, die hydraulisch, servohydraulisch oder elektrisch betrieben werden. Die Prüfstände decken einen Prüfbereich von 0,2 Nm bis 500.000 Nm ab und ermöglichen praxisnahe Versuchsbedingungen mit dynamischer oder statischer Beanspruchung des Prüflings. Die Prüfkapazität umfasst die Bestimmung von Kupplungskennwerten, die Justierung von Überlastsystemen sowie Dauerversuche hinsichtlich Bauteilfestigkeit und Langlebigkeit. (ud)

Hannover Messe 2016: Halle 17, Stand B41

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