Additive Fertigung
Additive Fertigung im Verteidigungssektor: Vom Ersatzteil zur einsatzfähigen Lösung

Von Juliana Pfeiffer 4 min Lesedauer

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Additive Fertigung kann Ersatzteilversorgung und Instandhaltung beschleunigen, leichte Bauteile ermöglichen und Konstrukteuren neue Gestaltungsfreiheit eröffnen. Doch für den Einsatz im Verteidigungssektor reicht es nicht, ein Bauteil erfolgreich zu drucken: Verfahren, Werkstoff, Prüfung und Freigabe müssen zusammenpassen.

Im aktuellen Challenger 3 von Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) kommen 3D-gedruckte Komponenten zum Einsatz. (Bild:  RBSL)
Im aktuellen Challenger 3 von Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) kommen 3D-gedruckte Komponenten zum Einsatz.
(Bild: RBSL)

Die Verteidigungsindustrie ist derzeit neben der Raumfahrt einer der wichtigsten Treiber der Additiven Fertigung. Seit 2022 und der neuen geopolitischen Lage technologisch, finanziell und volumenmäßig hat sich in der Branche sehr viel verändert. 
Im Verteidigungssektor kann ein fehlendes Bauteil weitreichende Folgen haben: Ein Fahrzeug, Flugzeug oder Schiff bleibt möglicherweise länger als geplant außer Betrieb. Additive Fertigung (AM) bietet eine zusätzliche Möglichkeit, einzelne Komponenten und Kleinserien herzustellen – besonders dann, wenn Ersatzteile schwer zu beschaffen sind oder konventionelle Werkzeuge und Lieferanten fehlen. Sie ersetzt die etablierte Produktion nicht pauschal. Ihr Wert liegt vielmehr darin, ausgewählte Teile flexibler und näher am tatsächlichen Bedarf zu fertigen.