Anbieter zum Thema
Wieland startet mit neuer Unternehmensstruktur
1983 verstirbt Dr.-Ing. Friedrich Wieland im Alter von 70 Jahren und verfügt testamentarisch eine neue Unternehmensstruktur. Fortan wird das Familienunternehmen von familienfremden Managern als Geschäftsführer gelenkt, denen ein Beirat zur Seite steht.
In den 1980er Jahren öffnet sich das Unternehmen immer mehr internationalem Terrain und gewinnt neue Absatzmärkte hinzu. Das Unternehmen wächst mit ersten eigenen Tochtergesellschaften in Amerika und Europa immer weiter. 1994 wird die „Wieland Holding GmbH“ gegründet, unter der die Töchter, die aus der Firma „F. Wieland Elektrische Industrie GmbH“ hervorgegangene „Wieland Electric GmbH“ und die seit 1998 zum Unternehmensverbund gehörende Stocko GmbH & Co. KG angesiedelt sind.
Von der Installationsklemme zum Automatisierungs-Portfolio
Wieland geht seinen Weg mit lösbarer und steckbarer elektrischer Verbindungstechnik konsequent weiter und erweitert sein Produktportfolio zunehmend mit Automatisierungskomponenten für die Industrie. Zum traditionell großen Programm an Reihen- und Leiterplattenklemmen sowie Industriesteckverbindern gehören seitdem I/O-Bausteine, Stromversorgungen und Überspannungsschutzgeräte. Ende der 1990er Jahre wird das Energiebussystem Podis entwickelt, mit dem vor allem weit verteilte Systeme wie Transport- und Logistikanlagen einfacher zu installieren sind.
Es folgen Rundsteckverbindersysteme für Industrieanlagen, Außenbereiche und Solaranlagen sowie modulare I/O- und Steuerungssysteme für Anwendungen in rauen Industrieumgebungen. Mit dem Erwerb der Schleicher GmbH im Jahr 2003 baut Wieland seine Kompetenzen im Bereich Elektronik weiter aus. Schalt- und Sicherheitsrelais sowie modulare Safety-Baugruppen und -steuerungen werden vor allem für den Maschinenbau angeboten.
Steckbare Verbindungstechnik ist richtungsweisend
Bis heute spielen die Produkte in der steckbaren Verbindungstechnik eine richtungsweisende Rolle. Jüngstes Beispiel ist die Linect-Anschlusstechnik für Leuchten. Der Wieland-eigene, steckbare Top-Anschluss für Einbauleuchten wurde zu einem branchenweiten Standard weiterentwickelt und steht seit 2010 als einheitliche Anschlussklemme allen gängigen Stecksystemen zur Verfügung.
Inzwischen gibt es kaum eine Anschlusstechnik, für die Wieland keine Verbindungselemente herstellt; keinen Leitungsquerschnitt im Niederspannungsbereich, der nicht mit Wieland-Produkten verbunden werden kann. Die über 20.000 Komponenten werden in fast allen Branchen eingesetzt. Die jahrzehntelange Erfahrung liefert technisch ausgereifte und zuverlässige Produkte.
100 Jahre jung und voller Energie
„Wir sind 100 Jahre jung und voller Energie“, sagt Geschäftsführer Robert Raith und betont: „Wieland hat über ein Jahrhundert alle schwierigen Zeiten gemeistert und kann auf eine einmalige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Das ist vor allem auch dem Ideenreichtum des Gründers Fritz Wieland und seines Sohnes Dr.-Ing. Friedrich Wieland, dem Tatendrang und der Ausdauer der folgenden Generationen sowie der Weitsicht der Gesellschafter-Familie zu verdanken. Wir freuen uns auf die Zukunft.“ (jus)
(ID:23981860)