Jahrespressekonferenz Weidmüller vermeldet Rekordumsatz und zeigt Innovationen wie die kontaktlose Energieübertragung

Mit 673 Millionen Euro konnte Weidmüller das Vorjahresergebnis um gut 5 % steigern. Mit einer Wachstumsrate von über 10 % erzielt erneut der asiatische Raum die höchste Wachstumsrate. Mit der kontaktlosen Energieübertragung Freecon Contactless zeigte der Elektrotechnikspezialist zudem ein System, das zum fehlerfreien und wartungsarmen Lauf von Produktionsanlagen beitragen soll.

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Weidmüller-Vorstand auf der PK in Hannover (v.l.n.r.): Vertriebsvorstand Volpert Briel, Vorstand Operations Elke Eckstein, Finanzvorstand Harald Vogelsang, Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Köhler, Leiterin Unternehmenskommunikation Marion M. Sommerwerck.
Weidmüller-Vorstand auf der PK in Hannover (v.l.n.r.): Vertriebsvorstand Volpert Briel, Vorstand Operations Elke Eckstein, Finanzvorstand Harald Vogelsang, Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Köhler, Leiterin Unternehmenskommunikation Marion M. Sommerwerck.
(Bild: S. Häuslein/konstruktionspraxis)

Auf der Jahrespressekonferenz der Weidmüller Gruppe im Rahmen der diesjährigen Hannover Messe zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Dr. Peter Köhler entsprechend zufrieden: „2014 war ein gutes Jahr für Weidmüller. Wir haben unseren Wachstumskurs fortgesetzt und erneut ein Plus über dem Branchendurchschnitt erzielt.“ Gewachsen ist der Umsatz in allen Regionen. Als Länder besonders positiv entwickelt haben sich Japan (+116 %), Ungarn (+24 %) und Spanien (+17 %). Deutschland wächst mit über 2 % stabil: „Mit unserer Entwicklung vom Komponentenhersteller zum Lösungsanbieter arbeiten wir eng am Kunden“, so Köhler. „Das spiegelt sich auch in den positiven Zahlen wider.“

Asien bleibt stärkste Wachstumsregion

Mit einer Wachstumsrate von über 10 % erzielt erneut der asiatische Raum die höchste Dynamik: „Neben den schon traditionell starken Wachstumsraten von über 10 % in China konnten wir in Japan unseren Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppeln“, erklärt Köhler. Weidmüller konnte den Umsatz in Japan 2013 bereits um 50 % steigern, 2014 waren es knapp 120 %. „Unser Geschäft in Japan wird in erster Linie von einer prosperierenden Photovoltaik-Branche getragen, in der Weidmüller Produkte mittlerweile als Standard gelistet sind“, sagt Köhler. „Unsere Nähe zum Kunden und die hohe Nachfrage nach applikationsspezifischen Komponenten und Lösungen ermöglichen das hohe Wachstum.“

Deutlich gespürt hat Weidmüller die wirtschaftlichen Auswirkungen der politischen Situation in Russland. „Die politische Lage und der extrem schwache Rubel haben unseren Umsatz in Russland um 10 % sinken lassen“, erklärt Köhler. Knapp 2 % des Gesamtumsatzes generiert Weidmüller in Russland.

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Nach der negativen Umsatzentwicklung in den vergangenen Jahren wartet 2014 auch Südeuropa wieder mit einem Umsatzwachstum auf: „Das Plus von 6 % ist noch nicht die komplette Trendwende, zeigt jedoch dass wir in einem herausfordernden Marktumfeld die richtigen Entscheidungen getroffen haben“, zeigt sich Köhler vorsichtig optimistisch. Vor allem Spanien entwickelt sich für die Weidmüller Gruppe mit einem Umsatzwachstum von knapp 17 % positiv: „Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass wir hier zu Jahresbeginn unser gruppenweites Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien eröffnet haben.“

Weltweites Produktionsnetzwerk erweitern

Eine weitere Produktionsstätte hat Weidmüller im Mai des vergangenen Jahres in Logatec, Slowenien eingeweiht. Dort betreiben Weidmüller und Iskra Zaščite, slowenischer Experte für Blitz- und Überspannungsschutz, seit 2011 ein Joint Venture für die Produktion und den Vertrieb von Komponenten zum Schutz gegen Blitze und Überspannungen. „Mit dem Joint Venture werden wir den wachsenden Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Innovation im Bereich Blitz- und Überspannungsschutz gerecht“, erklärt Köhler. Der Neubau umfasst Verwaltungsgebäude und Produktionsstätten auf rund 1400 m². Auch in diesem Jahr wird das weltweite Weidmüller-Produktionsnetzwerk weiter wachsen: „In Rumänien steht die Eröffnung unserer neuen Produktionshalle im Herbst bevor“, erklärt Elke Eckstein, Vorstand Operations. „Mit dieser erweitern wir unser bestehendes Werk in Baia Mare, in dem schon heute unterschiedliche Komponenten für die weltweiten Märkte gefertigt werden.“

Mitarbeiterstamm weiter aufgebaut

Erneut aufgebaut hat die Weidmüller Gruppe auch seinen weltweiten Mitarbeiterstamm: 4800 Männer und Frauen beschäftigt das Unternehmen mit Hauptsitz in Detmold weltweit. Damit wurden im vergangenen Jahr 200 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt: „Knapp die Hälfte der Kolleginnen und Kollegen arbeiten in Deutschland“, erklärt hierzu der Vorstandsvorsitzende. Aufgebaut wurde der Mitarbeiterstamm in erster Linie im Produktionsnetzwerk des Unternehmens, dabei wurden rund 150 neue Stellen in Rumänien geschaffen, auf Deutschland entfallen knapp 40 Neueinstellungen. Weltweit beschäftigt Weidmüller außerdem zusätzlich über 150 Auszubildende: „Als Familienunternehmen ist es uns und der Inhaberfamilie ein Anliegen, jungen Menschen eine qualitativ hochwertige Ausbildung und so den guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen“, erklärt Köhler.

Kundenanforderung als Basis für Innovationen

Der Unternehmensstrategie folgend steht bei Weidmüller der Kunde im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns: „Durch unsere seit Jahren gelebte Nähe zum Kunden schaffen wir im Austausch mit diesen immer wieder auch innovative Komponenten und Lösungen“, erklärt Weidmüller Vertriebsvorstand Volpert Briel. „Nur wer die Kundenanforderung kennt wird aus Innovationen auch Umsatz generieren.“ Auf der Hannover Messe präsentiert Weidmüller unter anderem ein System zur kontaktlosen Energieübertragung, das sich erstmalig auch im breiten industriellen Umfeld einsetzen lässt: „Bislang war die Leistung solcher Systeme nicht ausreichend für die Industrie oder die Bauform schlicht zu sperrig“, erklärt Briel. „Auch diese Lösung von Weidmüller beruht auf den Anforderungen unserer Kunden und wurde gemeinsam mit diesen entwickelt.“ Knapp 15 % des Umsatzes macht Weidmüller mit so genannten innovativen Produkten, d.h. Produkten die jünger sind als fünf Jahre. Mit dem Innovationsumsatz von 2014 liegt Weidmüller im Plan, gemäß der eigenen Strategie soll dieser bis 2020 auf 20 % erhöht werden.

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