Wälzlager

Standardisierte Produktionsanlagen sichern die Qualität des Getränkeklassikers Capri-Sonne

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Hygienisch und robust: Rillenkugellager aus Edelstahl

„Durch die strengen Hygienevorgaben bei der Produktion von Getränken und Lebensmitteln unterliegen die gesamten Prozessanlagen in diesem Bereich einem erhöhten Reinigungsbedarf“, erläutert Jörg Dammer, Produktmanager bei Findling Wälzlager. „Das kann den Maschinenteilen und vor allem den eingesetzten Wälzlagern bei falscher Auslegung extrem zusetzen.“

So wird die Gruppiereinrichtung täglich mit einem alkalischen, chlorfreien Reinigungsschaum und einem sauren Schaumreinigungsmittel mit nicht oxidierenden Desinfektionsstoffen gründlich gereinigt. Durch den täglichen Kontakt mit Wasser, säure- und laugenhaltigen Reinigungsmitteln sowie Desinfektionsmitteln kamen für die Lagerung der 30 mm-Wellen in den Umlenkungen nur Rillenkugellager aus Edelstahl in Frage. Edelstahllager zeichnen sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit und eine glatte Oberfläche aus, an der kaum Anlagerungen haften.

Durch seine Beständigkeit gegenüber aggressiven Reinigungsmitteln erfüllt der Werkstoff Edelstahl auch strengste Hygienevorgaben. Zugleich verhält sich Edelstahl geschmacksneutral und eignet sich dadurch besonders für die Lebensmittelproduktion.

Bei der Lagerung der Wellen der Umlenkungen in der Indag-Gruppieranlage fiel die Wahl auf Edelstahlrillenkugellager des Typs 6006-ZZ-SS für einen Wellendurchmesser von 30 mm. Der in den Lagern eingesetzte Werkstoff ist rostfreier Edelstahl des Typs AISI 440C (Martensitisch).

Dieser Stahl zeichnet sich durch eine hohe Härte von HRC 57-60 und eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit gegen Süßwasser, Dampf, Alkohol, Lebensmittel und viele weitere Substanzen aus. Der bei der Produktion im Anschluss an die Wärmebehandlung tiefkühlstabilisierte Edelstahl ist zudem ferromagnetisch, besitzt einen Chrom-Anteil von 16-18% und hält mit einer Zugfestigkeit von 200 kgf/mm2 auch hohen Belastungen stand.

Zu den typischen Einsatzbereichen von 440C Edelstahl zählen neben der Lebensmittelindustrie alle Arten von Außenanlagen, mit Ausnahme des maritimen und Offshore-Bereichs, für den sich der Einsatz von AISI 316L Edelstahl empfiehlt, der einem Salzwassersprühtest bis zu 500 Stunden standhalten kann.

Weitere Möglichkeiten Korrosion zu verhindern bietet Findling Wälzlager mit der speziell entwickelten eXtreme-Serie Xclean an.

In der Indag-Anlage muss jedoch nicht nur der Werkstoff, sondern auch die Konstruktion des Lagers hohen Anforderungen genügen. So muss die Schmierung der Lager mit Schmierstoffen erfolgen, die für die Verwendung in der Lebensmittelindustrie zugelassen sind. Eine permanente Schmierung verringert dabei das Ausspülen des Schmiermittels aus den Lagerstellen und trägt zur Erhöhung der Lebensdauer bei.

Zuverlässig arbeiten und strenge Hygienevorgaben erfüllen

Der Einsatz von Servoantrieben mit Geschwindigkeiten von ca. 180 U/min stellt ebenfalls erhöhte Anforderungen an die Lagertechnik. „Mit drei bis vier Lagern pro Umlenkung in einer einfachen und sechs bis acht Lagern in einer doppelten Portioniereinheit sind die Wälzlager ein wichtiger Bestandteil unserer Gruppieranlage“, sagt Michael Kurz, Service & Engineering bei Indag in Eppelheim. „Die Lager müssen zuverlässig arbeiten, strenge Hygienevorgaben erfüllen und durch den globalen Einsatz unserer Anlagen weltweit verfügbar sein. Mit Findling haben wir einen Partner, der uns dieses Leistungsspektrum bietet.“ (hö)

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