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Anschlusstechnik

Mit M15-Power-Steckverbindern Aggregate prozesssicher verbinden

| Redakteur: Sandra Häuslein

Um die unterschiedlichen Aggregate – von Pumpen bis zu Filtern – in seinen Werkzeugmaschinen prozesssicher zu verbinden, nutzt der Tiefbohrtechnik-Spezialist TBT M15-Power-Steckverbinder der LQ Group. So spart sich das Unternehmen kreative Anbaulösungen aus Blech – wie sie zuvor erforderlich waren.

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Werner Baumann, Leiter der Elektroabteilung bei TBT Tiefbohrtechnik, zeigt eine der Tiefbohrmaschinen, die in 
Dettingen/Ems entstehen.
Werner Baumann, Leiter der Elektroabteilung bei TBT Tiefbohrtechnik, zeigt eine der Tiefbohrmaschinen, die in 
Dettingen/Ems entstehen.
( Bilder: LQ Mechatronik-Systeme )

Nach rund 40 Jahren Erfahrung in seinem Metier freut es Werner Baumann, Leiter der Elektroabteilung bei TBT Tiefbohrtechnik, den immer höheren Kosten bei der Installation der zahlreichen Standard- und Sondermaschinen ein Schnippchen schlagen zu können. Eine Musterbox mit einem W-Tec-15-Energiekabel plus X-Tec-Rundsteckverbinder von LQ Mechatronik-Systeme markierte den ersten Schritt, doch es bedurfte weiterer Überzeugungsarbeit, die gesamte Beschaffungskette auf die neuen Stecker umzustellen. „Wie immer bei einschneidenden Veränderungen, war die Skepsis anfangs groß“, erzählt er. Vor allem hinsichtlich der Robustheit der Kunststoffstecker sah man gegenüber den Blechanbauten Nachteile. „Die konnten wir allerdings schnell zerstreuen“, sagt Baumann. Bislang sei noch nicht ein Fall aufgetreten, bei dem sich der Stecker gelockert hätte.

BUCHTIPP Das „Praxishandbuch Steckverbinder“ ist ein Nachschlagewerk für die Geräteentwicklung und für den Einsatz von Steckverbindern. Entwickler und Anwender erhalten Antworten auf Fragen zur Ausführung, Materialien, physikalische Grundlagen, Kontaktoberflächen, Abschirmmaßnahmen, Gehäusemechanik und Verriegelungssysteme.

Hohe Anforderungen im Zerspanungsprozess

Über 50 Jahre Erfahrung weist die TBT Tiefbohrtechnik GmbH in der Fertigungstechnologie Tiefbohren auf. Neben den hochpräzisen Werkzeugmaschinen stellt das Unternehmen auch Bohrwerkzeuge zur Verfügung und empfiehlt sich als Dienstleister für schwierige Zerspanungsfälle. Zum Produktportfolio zählen sowohl horizontale Maschinen zum Tieflochbohren als auch Fräszentren oder Sonderlösungen.

„Die Herausforderungen im Zerspanungsprozess haben sich allerdings verändert, insbesondere hinsichtlich der Werkstoffe, die bearbeitet werden müssen“, erklärt Baumann. Sonderlegierungen, die widrigsten Bedingungen wie Hitze, Kälte, hohem Druck oder aggressiven Medien standhalten müssen, gelten als problematisch im Zerspanungsverhalten. Dazu zählen beispielsweise Titan in der Medizintechnik, das für Hüft- oder Kniegelenke verwendet wird, aber auch spezielle Metalle, etwa für die Landesysteme in der Luft- und Raumfahrt. Kurbelwellen oder Einspritzventile für die Automobilindustrie bestehen auch aus widerstandsfähigen Sonderlegierungen, die der Maschine im Bohrprozess einiges abverlangen. „Ohne reichlich Kühl- und Schmiermittel wäre in kürzester Zeit der Bohrer kaputt und das Werkstück unbrauchbar. Das Metall verhält sich wie eine zähe Masse bei der Zerspanung“, erklärt er.

Installationstechnik mit M15-Power-Steckverbindern

Der M15-Power-Steckverbinder wird auf das Einschraubgewinde am jeweiligen Aggregat einfach aufgesteckt.
Der M15-Power-Steckverbinder wird auf das Einschraubgewinde am jeweiligen Aggregat einfach aufgesteckt.
( Bild: LQ Mechatronik-Systeme )

Verschiedene Aggregate sorgen in diesem Prozess für Sicherheit. Neben Kühl- und Schmiermittelpumpen sind dies auch Hydraulikaggregate, Filter oder Ölnebelabscheider. Bei jedem Aggregat befinden sich die Anschlüsse woanders. Entsprechend schwierig gestaltete sich die Installationstechnik. „Wir mussten immer neu überlegen, wo wir die Anbauten für die Elektroinstallation platzieren“, erinnert sich Baumann. Wie vielfach üblich, bestehen diese Anschlüsse aus blechernen Sockel- und Tüllengehäusen, die an die Maschinenverkleidung geschraubt werden. „Die Installationstechnik mit M15 Power macht diese aufwändige Blechbearbeitung überflüssig. Es reicht, den Steckverbinder auf das Einschraubgewinde am Aggregat aufzustecken“, erklärt Baumann die Vorteile.

Im Detail heißt das: „Es fallen sehr viele Arbeiten weg, die wir bislang noch vor dem eigentlichen Verbindungsprozess leisten mussten: Bohren, Gewindeschneiden, Bleche für die Sockel- und Tüllengehäuse fertigen und damit verbunden natürlich die ganzen sicherheitstechnischen Bedenken, die man immer hat, wenn an der Maschinenverkleidung etwas verändert wird.“ Damit meint er Kabel, die als Stolperfallen auf dem Boden liegen oder Metallspänen, die Verletzungen hervorrufen könnten. Außerdem birgt jede Beschädigung der sorgsam durchdachten Maschinenverkleidung die Gefahr, dass Fremdstoffe, wie Öl, Staub oder winzige Späne in die Maschine gelangen.

Steckverbinder mit UL- und CSA-Zulassung

Durch die UL- und die CSA-Zulassung ist der Stecker auch in Anlagen einsetzbar, die weltweit ihren Dienst tun. „Letztlich hat uns neben dem günstigen Preis vor allem das einfache Handling des M15 Power überzeugt. Einstecken, verriegeln, fertig – ist auch ein Argument für unsere Monteure auf der Baustelle, wenn sie schnell ein Aggregat tauschen müssen. Da haben wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, fasst Baumann zusammen. (sh)

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