Kupplungstechnik

Kupplungs-Innovationen: Augen auf bei Werkstoff- und Fertigungstechnik

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Vorteile der Split-Nabe

Erst zwei Jahre jung hingegen ist die Rotex S-H mit Split-Naben. Der Innovationstreiber bei dieser Kupplung war der „Blick über den Tellerrand“ im Bereich der Fertigungstechnik. Auf der Suche nach einer Technologie, die auch bei Graugusskupplungen eine verbesserte Montagefreundlichkeit unter beengten Verhältnissen ermöglicht, stießen die KTR-Entwickler auf ein bewährtes Verfahren aus dem Automobilbau. Dort werden Pleuelstangen häufig durch „cracken“ mechanisch aufgespalten. Bei dieser Methode entsteht eine unregelmäßige Oberfläche mit formschlüssiger Passung, die einen exakten Sitz der beiden Hälften beim Zusammenfügen gewährleisten soll. Die konturierten, unregelmäßigen Bruchflächen sollen für eine ideale Zentrierung der Nabenhälften sorgen; die Verschraubung erfolgt in Blockmontage.

Um einen idealen Massenausgleich zu erzielen, werden die Nabenhälften werksseitig statisch gewuchtet. Die Verschraubung der gespaltenen Nabe soll sicherstellen, dass keinerlei Nachteile in der Beanspruchbarkeit der Kupplung im Einsatz entstehen. So schafft diese Fertigungstechnologie die Voraussetzung, Graugusskupplungen einfacher unter beengten Verhältnissen montieren zu können. Zugleich ermöglicht sie einen guten Zugang zum Zahnkranz: Das bedeutet, angrenzende Komponenten müssen nicht aufwendig demontiert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kupplung einfach an individuelle Anwendungsfälle angepasst werden kann, denn die vorgebohrte Kupplung lässt sich ohne Sonderaufwand bearbeiten.

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Produktneuheit auf Hannover Messe

Das aktuellste Beispiel für die Impulse der modernen Werkstoff- und Fertigungstechnik in der Kupplungsentwicklung ist die Rotex Non Sparking, die KTR erstmals auf der Hannover Messe 2015 vorstellt. Für die Neuentwicklung haben die Ingenieure des Rheinenser Unternehmens einen leitfähigen Kunststoff entwickelt, der jegliche statische Aufladung verhindern soll. Die durchschlagsichere Kupplung kann wartungsfrei in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt und auch im Verschleißfall des Elastomer-Zahnkranzes weiterbetrieben werden.

Auf die Nabengrundkörper, die weiterhin aus Stahl oder aus anderen Metallwerkstoffen wie Aluminium gefertigt werden, wird eine Nockengeometrie aus hochfestem und widerstandsfähigem Kunststoff aufgespritzt. Das bedeutet: Aufgrund der Materialpaarung Metall/Kunststoff wird auch im Fall eines Totalverschleißes des Elastomer das Drehmoment weiterhin übertragen. Eine Dämpfungswirkung ist dann zwar nicht mehr vorhanden, aber die aus Sicherheitsgründen erforderliche Notlaufeigenschaft ist gegeben. Weil hier, wie erwähnt, leitfähige Kunststoffe zum Einsatz kommen, wird auch jegliche statische Aufladung vermieden.

Die drehelastische Rotex Non Sparking ist für Anlagen geeignet, die selbst im Fall eines Elastomerverschleißes ohne Gefahr einer Funkenbildung weiterarbeiten können. Die Wartung einer solchen Anlage kann dann problemlos in ein unkritisches Zeitfenster verschoben werden. (sh)

Hannover Messe 2015: Halle 25, Stand B24

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