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Motoren bauen in Handarbeit
Kein Fließband, kein Lärm, kein Gestank, kein Dreck - die AMG Motoren-Manufaktur in Affalterbach ist in vielerlei Hinsicht anders, als man sich die Montagehallen eines Automobilherstellers vorstellen würde.
„Manufaktur“ – das darf hier durchaus wörtlich genommen werden, denn die Motoren von AMG werden von Hand montiert. Der Fokus auf klassische Handarbeit ist jedoch nicht das einzige herausstechende Merkmal. Nach dem Motto „One Man – One Engine“ wird jeder Motor von nur einem Mechaniker gebaut. Das Finale erfolgt durch die Anbringung der Motorenplakette mit der Unterschrift des jeweiligen Mechanikers.
Gigantische V8-Biturbo-Triebwerke in Transportgestellen montiert. Skulpturen aus Metall, Schlauchanschlüsse, Kabelbäume, Werkzeuge in klinisch aussehenden Rollschränken, lange Regalreihen mit Ersatzteilen – und alles überwacht vom Computer. So sieht es auf den ersten Blick aus, wenn man durch die Motorenentwicklung bei Mercedes AMG geführt wird.
Die Mischung aus Hightech und öliger Motorenmontage hat etwas vom Kampfdeck eines imperialen Sternenkreuzers.
Motorenmanufaktur. Super spannend, aber leider auch 'Top Secret'
Das Performance Studio
Weiter ging es in das AMG Performance Studio. Hier kann der Kunde sein AMG-Fahrzeug nach individuellen Vorstellungen modifizieren lassen. Seien es Carbon-Anbauteile für das Interieur oder Bremssättel in den verschiedensten Farben, ausgefallene Lackier-Wünsche sowie Lederfarben. Auf Wunsch gibt es auch Sonderanfertigungen, beispielsweise solch zweifelhafte Kreationen wie ein Interieur ganz in Baby-Blau.
HWA –Besuch bei den DTM-Rennfahrzeugen
Die 1998 gegründete HWA entstand durch Ausgliederung aus der von Hans Werner Aufrecht in 1967 aufgebauten AMG, dem Veredelungsspezialisten für die Marke Mercedes-Benz. Im Bereich Fahrzeuge/Fahrzeugkomponenten entwickelt und baut das Unternehmen Straßensportwagen im Auftrag der Daimler AG und der Mercedes-AMG. HWA beschäftigt 240 hoch qualifizierte Mitarbeiter am Standort Affalterbach.
Die HWA-Mannschaft ist das erfolgreichste Team in der DTM-Geschichte: Zehn Fahrertitel gewann die HWA-Truppe für Mercedes-Benz, angefangen DTM 1992 und 1994 mit Klaus Ludwig. In der Saison 2013 starten Roberto Merhi, Gary Paffett, Christian Vietoris und Robert Wickens in den vier DTM Mercedes AMG C-Coupés des HWA Teams.
Während unseres spontanen Besuches erhalten wir einen interessanten Einblick in das Unternehmen. Beeindrucken die Wohnzimmeratmosphäre in Produktion und Entwicklung. Neben Dienstwagen der DTM-Piloten sowie GFK-Teilen, Reifen, Werkzeugen und Prototypen war die Halle gefüllt mit Erinnerungen an Autorennen: Siegerkränze, Pokale und – leere – Magnumflaschen.
Bei der HWA können Gesamtfahrzeuge mit Hilfe von über 30 CAD-Catia-Systemen konstruiert werden. Diese beinhaltet folgende Bereiche: Konstruktion von Fahrwerk, Chassis, Antrieb, Aerodynamik, Aussenhaut und des Innenraums; Entwicklung von Gesamtfahrzeugen; Aufbau von Showcars und Entwicklungsträgern und Planung und Durchführung sämtlicher Fahrversuche
Das DTM Mercedes AMG C-Coupé wurde nach einem verbesserten Sicherheitskonzept entworfen, dessen Herzstück eine innovative Sicherheitszelle ist. Dazu zählen ein optimiertes Monocoque aus Kohlefaser sowie ein Überrollkäfig aus hochfestem Stahl. Um den Fahrer bei einem Unfall besser zu schützen, wurden alle sicherheitsrelevanten Komponenten wie Feuerlöschsystem und Tank ins Kohlefaser-Chassis integriert. Außerdem ist jedes Fahrzeug mit sechs Crash-Absorbern versehen, die den Fahrer zusätzlich vorne, hinten und an den Seiten schützen.
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