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Motor High-Speed-Junkie für einen Tag

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Ullrich Höltkemeier / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

40 glückliche Teilnehmer durften auf der zweiten Ferchau Expedition in Affalterbach zusammen mit David Coulthard erleben, wie die Motoren von Mercedes AMG gebaut werden und was in ihnen steckt.

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(Bild: Höltkemeier)

Es ist noch früh am Morgen im fränkischen Estenfeld bei Würzburg an diesem Freitag, den 8. November im Jahre 2013. 40 ausgewählte Teilnehmer wollen Zeuge werden, was Driving Performance bei Mercedes AMG im Detail bedeutet. Stargast ist David Coulthard, ehemaliger Rennfahrer in der Formel 1 und der DTM-Serie.

Also aufstehen, alles Nötige zusammenpacken – Block, Kugelschreiber, Kamera, Diktiergerät – und dann rein in meinen Ford Focus und ab nach Affalterbach.

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Affalterbach? Die Ortschaft liegt 20 km nordöstlich von Stuttgart entfernt in Baden Württemberg. Seit dem Beginn der Mercedes Erfolgsgeschichte im Jahr 1967 ist die Marke AMG in dieser malerischen Landschaft ansässig. Im Hotel Restaurant Hirsch in Fellbach-Schmieden treffen sich die High-Speed Junkies um 10:00 Uhr zur Akkreditierung.

40 Teilnehmer, ausgesucht und ausgelost aus 800 Anmeldungen hoffen, das die Ferchau Expedition „fxtour2“ zum Mercedes-Tuner AMG ganz im Zeichen rasanter Fahrzeuge stehen würde. Die Anfahrt mit dem Bus war da eher beruhigend. „Technische Höchstleistungen beruhen immer darauf, dass sich motivierte Menschen bei der vernetzten Zusammenarbeit auf die Präzision der Kollegen verlassen können“, so der Ferchau-Marketingleiter Stefan Eichholz zur Begrüßung.

Die Ferchau Expedition

In der Einladung zur Ferchau Expedition stand: „Erleben Sie jetzt auf eine unvergessliche Weise Ingenieurskönnen im Detail – mit der Ferchau Expedition.“ Mit diesen Expeditionen möchte das Gummersbacher Familienunternehmen Ingenieure und deren Können stärker in den Vordergrund stellen und seine Branchenkompetenzen vorstellen.

Es werden verschiedene Touren in den Fachbereichen Anlagenbau, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Informationstechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau sowie Schiffbau und Meerestechnik veranstaltet: Porsche (28.03.14 in Leipzig), Opel (17.05.14 bei Offenbach), BMW Welt (23. Mai 2014 in München), Volkswagen (06. Juni 2014 in Wolfsburg) und Zeppelin-Reederei (05.07.14 in Friedrichshafen). Die Kosten für Teilnahme und Unterkunft werden übernommen. Die erste Tour führte am 11. Oktober 2013 zur Papenburger Meyer Werft. Bei einem Rundgang durch zwei Baudockhallen wurde gezeigt, wo Forschungs- und Kreuzfahrtschiffe gebaut werden und wie das Blockbauprinzip funktioniert.

Die „fxtour2“, wie sie genannte wurde, sollte zu Mercedes AMG gehen. Die Teilnehmer treffen den Formel-1-Star David Coulthard und lernen das Performance Studio, Motorenmanufaktur und den Gläsernen Prüfstand kennenlernen. Das Highlight: Fahrzeuge aus der aktuellen Produktpalette testen und Probefahren.

Der Ingenieurdienstleister

Von der Idee zur Nr. 1 im Markt: Das hätte sich Heinz Ferchau 1966, bei der Gründung eines Ingenieurbüros, kaum träumen lassen: Aus kleinsten Anfängen heraus ist sein Unternehmen zu Deutschlands Marktführer für Engineering-Dienstleistungen gewachsen. Nach Übergabe des Vorsitzes der Geschäftsführung an Sohn Frank Ferchau (2005) verfügt die Ferchau Engineering heute über mehr als 5.700 Mitarbeiter.

Das Dienstleistungsspektrum gliedert sich in drei Bereiche. Erstens der Bereich Competence, wo Projekte an uns vergeben werden. Zweitens der Bereich Support und drittens der Bereich Managed Service Providing, wo es komplette Dienstleistungspakete gibt. Ferchau ist in allen Fachbranchen unterwegs, ob das jetzt der Automobilbau, die Zubehörindustrie, der Anlagenbau, die petrochemische Industrie oder die Luftfahrt ist.

AMG – der Mercedes Tuner

Die Mercedes-AMG Gesellschaft mit beschränkter Haftung – auch einfach nur Mercedes-AMG oder AMG genannt – ist die High-Performance-Marke von Mercedes-Benz und produziert die leistungsstärksten Serienmodelle im Fahrzeugprogramm von Mercedes-Benz.

Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher gründeten die Firma AMG am 1. Juni 1967. Der dritte Buchstabe der Firmenbezeichnung steht für Großaspach, den Geburtsort Aufrechts. Mercedes-AMG entwickelt zusammen mit Mercedes-Benz Gesamtfahrzeugkonzepte im Hochleistungsbereich und ist ein Mercedes-Benz-Original-Equipment-Manufacturer (OEM). Der Mercedes-Benz SLS AMG ist das erste Fahrzeug, das 2010 serienunabhängig und komplett in Affalterbach nach einer 36-monatigen Entwicklungszeit auf den Markt gebracht wurde.

Auch in der Formel 1 werden AMG-Fahrzeuge außerhalb der eigentlichen Rennveranstaltung als Hilfsfahrzeuge eingesetzt. Beispiele hierfür sind das Medical Car und das Safety Car, für die in der Saison 2009 das C-63-AMG-T-Modell respektive der SL 63 AMG eingesetzt wurden. Seit 2010 wird ein modifizierter SLS AMG als Safety Car eingesetzt. Seit dem Jahr 2012 tritt auch das Mercedes-Werksteam in der Formel 1 unter dem Namen "Mercedes AMG Petronas F1 Team" an.

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