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High-Speed-Junkie für einen Tag

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Der Höhepunkt: Die Ausfahrt

Und dann war es soweit, der Höhepunkt des Tages: Bei der gemeinsamen Ausfahrt steuerten die Teilnehmer in vier Gruppen mit jeweils fünf AMG-Fahrzeugen (A 45, C 63, CLS 63, SLS GT Roadster, SLS GT Coupé) durch die Region. Auf leider regennassen Landstraßen mit Kuppen, Kreuzungen und Kehren war Präzision im Umgang mit der Technik gefordert. Klare Ansage: „Vorsicht mit dem Gaspedal.“

Bei 591 PS im Fahrmodus Sport Plus musste das ESP im SLS GT ganze Arbeit leisten – Adrenalin bis zum Anschlag, wenn plötzlich das Heck am Dorfausgang zum Überholen ansetzt.

Mercedes-Benz SLS AMG (interne Bezeichnung: C 197, SLS AMG Roadster: R 197) ist ein Gran-Turismo-Coupé mit Flügeltüren. Der Sportwagen von Mercedes-Benz wurde im September 2009 auf der IAA erstmals präsentiert und kam am 27. März 2010 in den Handel. Die Roadster-Variante SLS AMG Roadster wurde auf der IAA im Herbst 2011 offiziell vorgestellt und gelangte am 19. November 2011 in den Handel. Die Bezeichnung SLS ist die Kurzform für „Sport Leicht Super“.

Das Fahrzeug ist der erste Mercedes-Benz mit Flügeltüren seit dem 300 SLR (Uhlenhaut-Coupé) bzw. dem 300 SL, der von 1954 bis 1957 gebaut wurde.

Der Motor mit der AMG-internen Bezeichnung M 159 ist ein hinter der Vorderachse als Frontmittelmotor eingebauter V8-Saugmotor mit 6208 cm3 Hubraum. Durch die Trockensumpfschmierung wird eine besonders tiefe Einbaulage des Motors erreicht. Die Motorhöchstleistung beträgt 420 kW (571 PS) bei einer Drehzahl von 6800 pro Minute. Der Motor entwickelt ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmetern und wiegt 206 Kilogramm. Preis: ab 186.830,00 (Coupé), ab 195.160 € (Roadster)

Der Fahrbericht: Adrenalin bis zum Anschlag

Eine extrem lange Motorhaube, das Cockpit, in dem der Fahrer fast auf der Hinterachse sitzt, das runde Stummelheck –Traum aller Männer und Frauen. Wer sich für den SLS entscheidet, will den Motor hören, am besten mit offenem Dach. Dach auf – Sonnenschein – Glücklich sein! Geht aber auch bei Regen, ich hab`s ausprobiert – krass!

Doch davor haben die Konstrukteure die Aufgabe des Einsteigens gestellt. Bei geschlossenem Dach gelingt es nicht vielen, elegant über die mächtigen Längsholme in das tiefe Etui aus hoher Seitenwand, Mitteltunnel, Sitzwangen und Rückenlehne zu gleiten. Doch hat der SLS einen so geschluckt, geschieht etwas Unerwartetes: Alles passt; man fühlt sich sofort zuhause und kann sich ganz auf die scheinbar unendlich lange Motorhaube konzentrieren – das Ende ist nicht absehbar. Mit dem Druck auf dem Start-Knopf beginnt der praktische Teil des SLS-Erlebnisses eindrucksvoll.

Was nach dem Start auf der Straße geschieht, hat man selbst in der Hand, denn ein Schalter erlaubt die Wahl zwischen drei Fahr-Modi. Auf der Straße hinterlässt der Mercedes SLS AMG GT Roadster mächtig Eindruck. Beim Brötchen holen würde ich mich vermutlich overdressed fühlen.

Das war's. Ein Tag voller Adrenalin: Nach über zwei Stunden am Steuer schwenken die Flügeltüren wieder auf, und die „fxtour2“ ist (viel zu schnell) am Ziel angekommen. Leider war die Ausfahrt viel, viel zu kurz, um ausreichend Eindrücke zu sammeln. Doch die Expedition war eine tolle Gelegenheit, um einen Blick hinter die Kulissen eines der führenden Tuner werfen zu können. (mz)

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