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Additive Fertigung Greifer-Varianten nach Kundenwunsch

| Redakteur: Dorothee Quitter

Arburg zeigt auf der Hannover Messe eine Turnkey-Anlage rund um einen Freeformer 300-3X für die industrielle additive Fertigung. Sie produziert vollautomatisiert, vernetzt und zu 100 % rückverfolgbar individualisierte Greifer-Varianten für Schachfiguren.

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Als Praxisbeispiel produziert und prüft die Turnkey-Anlage rund um einen Freeformer 300-3X individualisierte Greifer-Varianten für Schachfiguren.
Als Praxisbeispiel produziert und prüft die Turnkey-Anlage rund um einen Freeformer 300-3X individualisierte Greifer-Varianten für Schachfiguren.
(Bild: Arburg)

Der Auftrag der gewünschten Greifer-Variante wird zunächst an einem Terminal gestartet. Jedes Bauteil erhält im Arburg Turnkey Control Module (ATCM) automatisch eine eigene Nummer (ID). Die komplette Handhabung übernimmt ein Kuka Sechs-Achs-Roboter. Er entnimmt eine Greifer-Grundplatte aus dem Schachtmagazin und führt sie der Station „Laserbeschriftung“ zu. Dort wird sie mit einem DM-Code gekennzeichnet und ist eindeutig rückverfolgbar. Das Einlegeteil wird auf einem Werkstückträger platziert, in der nächsten Station plasmabehandelt und vor dem Einlegen in den Freeformer-Bauraum gescannt. Daraufhin ergänzt der Freeformer 300-3X entsprechend des hinterlegten 3D-Druck-Auftrags in rund drei Minuten Bauzeit die gewünschte funktionale Kontur aus dem Elastomer TPU (Desmopan 9370). Der fertige Vakuumgreifer wird entnommen, erneut gescannt und noch in der Fertigungszelle einer taktilen Funktionsprüfung unterzogen. Dazu wird die gewünschte Schachfigur angesaugt und auf dem Schachbrett umgesetzt.

Die zentralen Elemente der Turnkey-Anlage sind ein Freeformer 300-3X, ein Sechs-Achs-Roboter und das Scada-System Arburg Turnkey Control Module (ATCM). Darüber hinaus kommt bei der AM Factory eine modulare und skalierbare Sicherheitssteuerung zum Einsatz, die Arburg speziell für komplexe Turnkey-Anlagen entwickelt hat, um den kontinuierlich steigenden Sicherheitsanforderungen Rechnung zu tragen.

Das Erfassen und Zusammenführen der Prozess- und Qualitätsdaten übernimmt das ATCM. Über ein HMI-Terminal (Human Machine Interface) mit Touch-Panel visualisiert es zudem die wichtigen Funktionen der kompletten Fertigungszelle. Der Datentransfer erfolgt über die Kommunika¬tionsplattform OPC UA. Über seinen DM-Code ist jeder Vakuumgreifer zu 100 Prozent rückverfolgbar. Auf einer individuellen Website werden nach Scannen des Codes relevante Fertigungsdaten wie z. B. Bauzeit, Material, Tropfenanzahl und Bauraumtemperatur dargestellt. (qui)

Hannover Messe 2019: Halle 6, Stand J10

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