Fluidtechnik Branchen-News kompakt

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Ob neues Raumfahrt-Labor am Wiener Flughafen, interaktive Testzentren für Antriebstechnik von Parker und Lee oder Hydraulikzylinder im XXL-Format von Weber-Hydraulik: Die Fluidtechnik investiert in Forschung und Entwicklung. Fünf Nachrichten im Überblick. 

Das Herzstück des Parker-Zentrums für Antriebs- und Steuerungstechnik in Offenbach ist der Ausstellungsbereich.(Bild:  Parker Hannifin)
Das Herzstück des Parker-Zentrums für Antriebs- und Steuerungstechnik in Offenbach ist der Ausstellungsbereich.
(Bild: Parker Hannifin)

Raumfahrt: Forschungslabor für junge Unternehmen am Wiener Flughafen

Feierliche wurde die Space Factory im ESA Phi-Lab Austria eröffnet. (Bild:  Flughafen Wien)
Feierliche wurde die Space Factory im ESA Phi-Lab Austria eröffnet.
(Bild: Flughafen Wien)

Am Flughafen Wien hat eine Forschungseinrichtung für Raumfahrt eröffnet: die Space Factory. Sie gehört zum ESA Phi-Lab Austria. Das neue Zentrum richtet sich an Start-ups und Forschungseinrichtungen. Es bietet ihnen moderne, professionelle Infrastruktur. Dies soll es ihnen erleichtern, Technologien für die Raumfahrt und andere Hightech-Bereiche zu entwickeln.

Busch Austria GmbH unterstützt die Initiative mit einem Vakuum-System, das Weltraum-Bedingungen nachbildet und damit die Entwicklung sowie Validierung neuer Produkte unter realitätsnahen Einsatzbedingungen ermöglicht. Das System besteht aus einer Vakuumkammer, einer Turbomolekular-Vakuumpumpe der Baureihe Hipace, einer Scrollpumpe der Baureihe Hiscroll sowie Mess- und Steuertechnik. Die Kombination dieser Komponenten ermöglicht die Erzeugung von Hochvakuumbedingungen.

Weber-Hydraulik stellt Hydraulikzylinder mit bis zu 300 mm Innendurchmesser her

Produktion: Weber-Hydraulik hat F&E sowie Produktion erweitert und stellt nun auch größere Hydraulikzylinder her. (Bild:  Weber-Hydraulik)
Produktion: Weber-Hydraulik hat F&E sowie Produktion erweitert und stellt nun auch größere Hydraulikzylinder her.
(Bild: Weber-Hydraulik)

Weber-Hydraulik GmbH hat seine Entwicklungs- und Fertigungskompetenz im Bereich Hydraulikzylinder erweitert: Das Unternehmen produziert am Standort Güglingen heute auch groß dimensionierte Zylinder für leistungsintensive Anwendungen. Ursprünglich war die Fertigung auf Innendurchmesser bis 160 Millimeter ausgelegt. Seit 2018 entwickelte das Unternehmen dann schrittweise größere Baugrößen, industrialisiert sie und überführte sie in die Serienfertigung. Aktuell fertigt das Unternehmen Hydraulikzylinder mit Innendurchmessern bis 300 Millimeter. Die möglichen Außendurchmesser fallen dabei je nach Auslegung und Anwendung deutlich größer aus. Mit dieser strategischen Entscheidung reagiert der Hersteller auf die steigenden Anforderungen, insbesondere im Bereich schwerer Maschinen und hochbelasteter Systeme. 

Größere Zylinderdurchmesser ermöglichen höhere Kräfte und erweitern damit die Einsatzmöglichkeiten hydraulischer Lösungen. Allerdings stellen sie auch höhere Anforderungen an Konstruktion und Fertigung. Dazu zählen unter anderem eine angepasste Materialauswahl, spezifisch ausgelegte Dichtungskonzepte sowie weiterentwickelte Prüfverfahren. Um diese Zylinder auszulegen und abzusichern, sind aufwendigere Simulations- und Berechnungsprozesse notwendig. „Der schrittweise Ausbau hat es uns ermöglicht, spezifisches Know-how gezielt aufzubauen und heute auch anspruchsvolle Zylinder in größeren Dimensionen wirtschaftlich sowie in der geforderten Qualität umzusetzen“, berichtet Michael Ungar, Segmentleiter Cranes & Construction.

Lee erweitert seine Produktkapazitäten und eröffnet ein neues Innovationszentrum in den USA

Jeff Dickey (Executive Vice President Hydraulics), Bill Lee (Chairman), Marietta Lee (CEO, President), Thomas Frosell (Vice President Innovation) durchschneiden gemeinsam das rote Band bei der Eröffnung des Entwicklungszentrums.(Bild:  Lee)
Jeff Dickey (Executive Vice President Hydraulics), Bill Lee (Chairman), Marietta Lee (CEO, President), Thomas Frosell (Vice President Innovation) durchschneiden gemeinsam das rote Band bei der Eröffnung des Entwicklungszentrums.
(Bild: Lee)

The Lee Company erweitert ihre Produktionskapazitäten in den USA. Das Unternehmen erwirbt eine rund 3.250 Quadratmeter große Produktionshalle in Connecticut, sowie eine Produktionsstätte mit rund 7.900 Quadratmetern Fläche in South Carolina. Das Unternehmen stellt sich damit auf steigende Nachfrage der internationalen Märkte ein. Außerdem soll die Markteinführung neuer Produkte und Technologien zu beschleunigt werden. „Die Nachfrage nach unseren Fluid-Control-Lösungen in Miniaturbauweise wächst kontinuierlich. Die zusätzlichen Produktionsflächen erhöhen unsere betriebliche Flexibilität“, erklärt Marietta Lee, CEO von The Lee Company. In Deutschland ist das Unternehmen über die Tochtergesellschaft Lee Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH mit Sitz in Sulzbach im Taunus vertreten. 

Am Stammsitz in Westbrook (Connecticut, USA) eröffnete das Unternehmen darüber hinaus ein neues Innovationszentrum. In der mehr als 2500 Quadratmeter großen Anlage werden neue Anwendungsbereiche erkundet und Prototypen getestet sowie Fluid-Control-Lösungen in Miniaturbauweise für die Schlüsselmärkte Luft- und Raumfahrt, Automotive, Medizin- und Diagnosetechnik und den Maschinenbau entwickelt.

Parker eröffnet interaktives Test-Zentrum für Antriebs- und Steuerungstechnologien

Das neue Zentrum befindet sich in der Nähe des Parker-Standorts in Offenbach, der die Abteilung Parkers Electric Motion and Pneumatic Europe beherbergt. (Bild:  Parker Hannifin)
Das neue Zentrum befindet sich in der Nähe des Parker-Standorts in Offenbach, der die Abteilung Parkers Electric Motion and Pneumatic Europe beherbergt.
(Bild: Parker Hannifin)

Parker Hannifin hat am 15. September 2026 das Motion-Systems-Experience-Center in Offenburg, Deutschland eröffnet. In dem Zentrum können Anwender und Vertriebspartner Antriebs- und Steuerungstechnologien testen, vergleichen und spezifizieren. Gemeinsam mit den Fachleuten von Parker können sie Live-Demonstrationen durchführen, ihre eigenen Maschinenanwendungen in technischen Workshops vorstellen und die Produkte in einem extra Schulungsbereich selbst ausprobieren. So bewerten sie die Technologien umfassend und haben die Möglichkeit, bei einem einzigen Besuch Spezifikationen festzulegen. 

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Das Herzstück des Zentrums ist der Ausstellungsbereich. Dieser präsentiert das aktuelle Parker-Portfolio für industrielle und mobile Anwendungen. Hinzu kommen Schulungs- und Konferenzräume sowie ein Bereich für praktische Produktschulungen. „Das Parker Motion Systems Experience Center in Offenburg wird Kunden, Partner und Fachleute von Parker zusammenbringen, um enger zusammenzuarbeiten, Anwendungen im Detail zu erforschen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die auf den Kernprodukten von Parker basieren“, stellt Ulrich Jochem fest, Vice President of Operations bei Parkers Motion Systems Group EMEA.

Andrew Chew zum Gastprofessor für Physik am King’s College London ernannt

Andrew Chew ist nun Gastprofessor am King’s College London. (Bild:  Edwards)
Andrew Chew ist nun Gastprofessor am King’s College London.
(Bild: Edwards)

Andrew Chew, leitender Wissenschaftler in der Abteilung für Vakuumforschung bei Edwards, einem Unternehmen der Atlas-Copco-Gruppe, wurde zum Gastprofessor für Physik am King’s College London ernannt. Die Ernennung erfolgte durch die Fakultät für Natur-, Mathematik- und Ingenieurwissenschaften in Anerkennung seiner internationalen Führungsrolle in der Vakuumforschung, seiner Beiträge zum Fachbereich Physik und seines kontinuierlichen Engagements für die gesamte Universität. Die gemeinsamen Projekte an der Universität konzentrieren sich auf Entwicklungen im Bereich der Vakuumtechnologien. Es ist seit zehn Jahren die erste Gastprofessur, die der Fachbereich vergibt. Das King’s College London ist eine der ältesten und renommiertesten Universitäten Englands. (dm)