Nullpunktspannsysteme

Direktspannung als Effizienzbringer in der Fertigung

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Umfassendes Programm für die Direktspannung

Noch kleiner und kompakter ist das Miniaturmodul VERO-S NSE mini. Mit einer Bauhöhe von nur 20 mm baut es extrem flach und bietet damit ideale Voraussetzungen, um bereits vorhandene Maschinen nachzurüsten und den Maschinenraum voll auszunutzen.

Wie die großen Nullpunktspannmodule von Schunk ist auch VERO-S NSE mini mit dem patentierten Eil- und Spannhub ausgerüstet. Bei einem Moduldurchmesser von 90 mm und einer Höhe von nur 20 mm erzielt es mit der integrierten Turbofunktion Einzugskräfte bis 1500 N.

Der Spannbolzen wird über Kurzkegel positioniert und mit drei Spannschiebern selbsthemmend und formschlüssig gespannt. Große Kontaktflächen zwischen Spannschieber und -bolzen minimieren die Flächenpressung und den Verschleiß der Module. Da der minimale Abstand zwischen zwei Spannbolzen nur 100 mm beträgt, lassen sich mit VERO-S NSE mini besonders kleine und variable Stichmaße realisieren. Sogar kleine Werkstücke lassen sich mit ihm direkt spannen und von fünf Seiten komplett bearbeiten, ohne dass Spanneisen, Spannfutter oder Spannbacken die Bearbeitung erschweren.

Damit die Maschinenspindel ohne Sonderwerkzeuge kollisionsfrei alle fünf Seiten der direkt gespannten Werkstücke erreicht, hat Schunk für sämtliche VERO-S Module standardisierte Modulerhöhungen entwickelt. Diese sind beidseitig mit VERO-S-Modulen ausgerüstet und können mithilfe von Nullpunktspannbolzen in Sekundenschnelle vertikal oder horizontal auf Rasterplatten platziert werden.

Auch bei der kombinierten Fräs-Drehbearbeitung können Anwender das Prinzip der Direktspannung nutzen. Speziell hierfür bietet Schunk die Spannstation VERO-S NSL turn an. Sie erreicht in Summe Einzugskräfte bis 125 kN und Haltekräfte bis 375 kN. Damit gewährleistet sie auf Multitasking-Maschinen eine extrem steife und zuverlässige Spannung von Werkstücken. Ein Zentrierkegel sorgt für eine Rundlaufgenauigkeit < 0,01 mm. Um beim Spannvorgang Bedienfehler zu verhindern, wird der jeweilige Spannzustand optisch angezeigt. Eine intelligente Verschlauchung lässt auf der Basisplatte genügend Platz für Bohrungen, so dass die Spannstation auf allen gängigen Maschinentypen eingesetzt werden kann. VERO-S NSL turn ist für Drehzahlen bis 2000 U/min geeignet und damit speziell an die Anforderungen der modernen Fräs-Drehbearbeitung angepasst.

Spannmembran für kleine Teile

Eine interessante Variante der Direktspannung ermöglicht die Spannmembran SPM plus 138 von Schunk, die als Ergänzung zum Nullpunktspannmodul VERO-S NSE plus 138 angeboten wird und speziell für die Bearbeitung kleiner Teile konzipiert ist. In ihr lassen sich Werkstücke unterschiedlicher Spanngeometrien mithilfe eines Niederzugeffekts allseitig spannen. Hierzu wird zunächst ein 0,5 mm hoher Abstimmring zwischen Nullpunktspannmodul und Spannmembran eingelegt und die exakte Werkstückgeometrie aus dem Spannflächenrohling der Membran ausgefräst.

Einmal vorbereitet lassen sich Werkstücke in Sekundenschnelle einsetzen und am kompletten Umfang spannen, indem das unter der Spannmembran liegende VERO-S-Modul verriegelt und die Spannmembran gezielt verformt wird. Da sich der Vorgang im elastischen Bereich des Aluminiums bewegt, kann der Spannvorgang viele tausend Mal wiederholt werden.

Spannkraft Wirkt nicht nur entlang einer Achse

Im Gegensatz zu konventionellen Spannblöcken wirkt die Spannkraft bei der Membranspannung nicht nur entlang einer Achse, sondern umfänglich an der gesamten Werkstückkontur. Der entstehende Kraftschluss gewährleistet eine gleichermaßen schonende wie steife und sichere Spannung. Aktiviert wird die Membran über einen SPC Nullpunktspannbolzen, der sie mit dem pneumatisch betätigten Nullpunktspannmodul verbindet.

Aufgrund einer Spanntiefe von wenigen mm ist eine nahezu uneingeschränkte Zugänglichkeit des Werkstücks auf fünf Seiten gewährleistet. Die Spannmembran lässt sich mit einer Wiederholgenauigkeit < 0,01 mm auf dem Nullpunktspannmodul platzieren. Sie kommt komplett ohne zusätzliche Spannmittel aus und kann bei Bedarf mehrfach abgefräst und mit anderen Werkstückgeometrien versehen werden. Sie eignet sich für die leichte Bearbeitung unterschiedlichster Werkstoffe und Werkstückkonturen in der zweiten Aufspannung. Der maximale Werkstückdurchmesser beträgt 120 mm. (jv)

Schunk auf der EMO 2013 in Hannover: Halle 3, Stand H21

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