Getriebemotor

Da geht noch was: Ein neuer Getriebemotor tritt den Beweis an

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Raus mit der ersten Getriebestufe

Daraus folgt der weitere Schritt, auf die erste Getriebestufe verzichten zu können, weil dafür ja die Elektronik ins Spiel kommt. Ergo: Lenze schickt den g350 mit einem einstufigen Winkelgetriebe in den Einsatz. Das hat nur noch die Aufgabe, die vorher elektronisch festgelegte Motordrehzahl in das notwendige Drehmoment umzuwandeln. Und dafür reichen für die Masse an Antrieben in der Behälterfördertechnik drei Leistungen mit Momenten von 25 Nm, 50 Nm und 75 Nm aus. Weil die Drehzahlvarianz erst durch die Einstellung vor Ort entsteht, bietet dieses Konzept echte Vorteile bei der Standardisierung – von der Datenpflege über die Bestellung größerer Stückzahlen bis hin zur Ersatzteillagerung. Auch funktional bringt die neue Evolution des Getriebemotors zum Beispiel als Antrieb für Rollen- und Gurtbänder Mehrwert. Weil das Getriebe mit einer Stufe weniger in den Einsatz geht, fällt der Wirkungsgradverlust durch die Reibung einer Stufe weg – Pluspunkt bei der Energieeffizienz.

Getriebe und Motor verschmelzen

Weil darüber hinaus die Einstufigkeit konstruktiv in den Motor hinein wanderte, ließ sich der g350 überaus klein konstruieren. Und hierbei wird der mechatronische Gedanke hinter dem neuen Lenze Smart Product besonders deutlich: Die Rotorwelle ist Teil des Kegelradsatzes. Damit gibt es beim g350 keine klassische Trennung mehr zwischen Getriebe und Motor. Für den Maschinen- und Anlagenbau bringt der Verlust klassischer Grenzen den Vorteil mit sich, dass die Antriebe ein weiteres Stück kleiner werden und sich folglich leichter und platzsparender in Maschinen einfügen lassen.

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In puncto innere Werte arbeitet das neue mechatronische Antriebspaket also energieeffizienter als alle üblicherweise in der horizontalen Fördertechnik eingesetzten Antriebe. Darüber hinaus sorgen integrierte Rampenfunktionen und Bremsansteuerungsmöglichkeiten dafür, dass das Fördergut ruckfrei und damit schonend transportiert wird. Generell betrachtet, ist der g350 als universelle Standardlösung für den weltweiten Einsatz entwickelt. Zubehörbauteile machen es dabei möglich, die mechatronische Antriebseinheit auch mit einer zusätzlichen Drehmomentstütze oder mit einer Vollwelle auszustatten und damit an die Maschinenerfordernisse individuell anzupassen.

Smarte Produkte gestalten die Zukunft

Mit diesen Merkmalen wird der g350 in der Fördertechnik Maßstäbe setzen – das belegen auch Rückmeldungen von OEM, die angesichts der Vorteile bereits begonnen haben, ihre Anlagenlayouts zu überarbeiten, um die Mechatroniklösung in künftigen Projekten zu verwenden. Für den Spezialisten Motion Centric Automation zählt der g350 noch zu den frühen Mitgliedern der Smart Products. Weitere werden folgen und – davon ist man bei Lenze überzeugt – Schule machen. (ud)

Hannover Messe 2017: Halle 14, Stand H22

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