Emissionsfreie Mobilität Batterien und Methanol weisen der Industrie den Weg

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

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Batterieelektrische Nutzfahrzeuge sind technisch reif, es fehlt primär an Ladeinfrastruktur. Wo Akkus an Grenzen stoßen, sollte die Industrie künftig auf Methanol statt Wasserstoff setzen. Das senkt Risiken beim Ausbau.

Während batterieelektrische Lkw für den Straßenverkehr zunehmend marktreif sind, rückt Methanol als flexibler, flüssiger Energieträger für schwer elektrifizierbare Sektoren ins Zentrum der Forschung. (Symbolbild)(Bild:  VCG / KI-generiert)
Während batterieelektrische Lkw für den Straßenverkehr zunehmend marktreif sind, rückt Methanol als flexibler, flüssiger Energieträger für schwer elektrifizierbare Sektoren ins Zentrum der Forschung. (Symbolbild)
(Bild: VCG / KI-generiert)

Der Hochlauf emissionsfreier schwerer Nutzfahrzeuge scheitert längst nicht mehr an der Fahrzeugtechnik. Wie auf dem Zukunftstag Nutzfahrzeuge von BGL und DEKRA am Lausitzring deutlich wurde, bringen Hersteller und Trailer-Industrie zunehmend marktreife Lösungen auf die Straße. Bei entsprechendem Einsatzprofil und eigener PV-Stromerzeugung können batterieelektrische Lkw im Betrieb bereits heute kostengünstiger sein als Diesel-Pendants. Die eigentlichen Hürden für Flottenbetreiber liegen in der Peripherie: Ein wirtschaftlicher Einsatz erfordert eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur, hohe Netzkapazitäten und planbare politische Rahmenbedingungen.

Wenn E-Antriebe an technische Grenzen stoßen

Dass die direkte Elektrifizierung bei der Antriebswende absolute Priorität haben sollte, untermauert auch eine aktuelle Studie der TU Berlin zur klimaneutralen Energieversorgung. Doch wie lassen sich jene Anwendungen dekarbonisieren, bei denen Elektroantriebe an technische Grenzen stoßen – etwa in der Schifffahrt, im Flugverkehr oder in Backup-Kraftwerken zur Absicherung von Dunkelflauten? Entgegen der aktuellen Ausrichtung auf ein massives, flächendeckendes Wasserstoffnetz plädieren die Berliner Forscher hier für ein minimales „Methanol-Backup“.

Wo Batterien nicht ausreichen, dürften flüssige Brennstoffe mit hoher Energiedichte langfristig die flexiblere Alternative zu Wasserstoff darstellen.

Methanol-Strategie statt Wasserstoff

Der Grund dafür ist pragmatisch: Wasserstoff erfordert wegen seiner geringen Dichte und kleinen Molekülen komplett neue Pipelines und aufwendige Spezialspeicher. Flüssiges Methanol lässt sich hingegen mit vergleichsweise geringem Aufwand per Schiff, Bahn, Lkw oder sogar in alten Öl-Pipelines transportieren und lagern. Laut den Modellrechnungen der Studie fallen die Gesamtsystemkosten mit einer Methanol-Strategie zwar um marginale 2,4 Prozent höher aus, dafür sinkt das Risiko kostspieliger Fehlinvestitionen beim Infrastrukturaufbau drastisch. Für Fahrzeug- und Anlagenbauer bedeutet dies: Wo Batterien nicht ausreichen, dürften flüssige Brennstoffe mit hoher Energiedichte langfristig die flexiblere Alternative zu Wasserstoff darstellen.

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