Simulation

3D-Simulationssoftware beherrscht komplexe Prozesse in der Blechbearbeitung

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Body in White Technologie: Punktschweißen mit Fastsuite und Kuka Robotern.
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Body in White Technologie: Punktschweißen mit Fastsuite und Kuka Robotern. (Bild: Cenit)

Cenit bietet mit Fastsuite Edition eine 3D-Simulationsplattform an, mit der komplexe Prozesse in der Blechbearbeitung simuliert werden können.

Die Fastsuite Edition 2 bietet Funktionen wie die Offline-Programmierung an. So wird nicht mehr die Maschine oder der Roboter programmiert. Die Roboterbahn und das Bearbeitungsprogramm werden vielmehr direkt aus den CAD-Daten generiert – und zwar mit allen exakten Parametern für die jeweilige Fertigungstechnologie. Dabei spielt es keine Rolle, ob Material aufgetragen, transportiert oder abgetragen wird. So unterstützt die Fastsuite Edition 2 das Laserschweißen und weitere Fertigungstechnologien in der Blechverarbeitung. Sogenannte Technologiepakete erleichtern die semantische und herstellerneutrale Roboterprogrammierung. Diese Pakete unterstützen nicht nur den prozessspezifischen Aufbau von Roboterbahnen, sondern sorgen zusätzlich automatisch für die Definition aller Prozessparameter und Steuerungsbefehle. Eine konstant hohe Programmqualität sei damit gesichert – unabhängig vom verwendeten Robotertyp oder von der Programmiererfahrung der Anwender. Cenit bietet Schnittstellen zu allen gängigen Roboter- und Anlagenherstellern, deren proprietäre Systeme als virtuelle Steuerungen in die 3D-Programmier- und Simulationsplattform eingebunden werden können. Das System ist einfach und intuitiv zu bedienen, dass selbst unerfahrene Bediener nach einer dreitägigen Schulung durch Cenit in aller Regel das Programmpaket problemlos einsetzen können.

Unterstützung von vor- und nachgelagerten Schritten ausgebaut

Während die früheren Programmversionen vor allem auf die Offline-Programmierung der Steuerungen fokussiert waren, hat Cenit mit der aktuellen Generation die Funktionen für die vor- und nachgelagerten Schritte massiv erweitert. Das beginnt schon beim Import von CAD-Daten aus der Fertigungs- und Fügefolgenplanung als Basis für das Produktionslayout. Hier beschleunigt die Fastsuite Edition 2 den Anlagenaufbau mit vordefinierten Simulationskomponenten in Form von mechatronischen Modellen. Wenn dabei projektspezifische Komponenten nicht in der mitgelieferten Bibliothek enthalten sind, können sie über eine Direktanbindung an Cadenas Part Solutions als „smarte Komponenten“ aus den extrem umfangreichen 3D-Herstellerkatalogen von Part Solutions geladen und sofort in der Simulation verwendet werden. Mit dem Layout, der Offline-Programmierung und der virtuellen Einbindung herstellerspezifischer Steuerungen entsteht ein komplettes mechatronisches Anlagenmodell, das als Simulationsumgebung direkt zur PLC (Programmable Logic Controller)-Validierung und zur virtuellen Inbetriebnahme genutzt wird. Die virtuelle Anlage verhält sich dabei identisch zur realen Hardware – inklusive aller I/O-Signale oder Sensordaten. So kann die Steuerungssoftware bereits in einer frühen Projektphase absolut verlässlich getestet und optimiert werden, obwohl die reale Anlage noch gar nicht aufgebaut ist.

Unterstützt Fanuc Roboter beim Bahnschweißen

Auch in der Praxis zeigt die Fastsuite Edition 2 schon bei einer ganzen Reihe namhafter Kunden und Hersteller, was sie kann. In Verbindung mit Fanuc Robotern und deren Steuerung Fanuc Robo Guide unterstützt die Lösung beispielsweise beim Bahnschweißen parametrisch umfangreiche Schweißstrategien und -methoden und adaptive Prozesse wie das Einmessen der Bauteillage oder die Nahtverfolgung. Die Fanuc Robo Guide wird dazu als virtuelle Steuerung an die Fastsuite Edition 2 angebunden, um eine noch realistischere Simulation zu erhalten. Auch zusammen mit Robotern von Kawasaki, Reis, Yaskawa, Jenoptik oder Kuka hat sich Fastsuite bereits als perfekt abgestimmte 3D-Layout- und Simulationsplattform bewährt.

Neue Werkstücke in wenigen Stunden programmieren

Auch der Gabelstaplerhersteller Crown verwendet die Software in seiner Fertigung im oberpfälzischen Roding für seine Anlagen zum Roboterschweißen. Crown hat nach eigenem Urteil sehr viel für die Effizienz beim Roboterschweißen erreicht. Statt mehrerer Tage dauert das Programmieren eines neuen Werkstücks oder einer neuen Teile-Variante nur noch wenige Stunden. Weil die Programmierung in der Simulationsumgebung von Fastsuite Edition 2 geschieht, also parallel zum Produktivbetrieb der Anlage, wurden die Stillstandzeiten der Anlage wesentlich verringert. Die Produktionsunterbrechung zum Einrichten und Teachen neuer Bauteile ist auf ein Minimum reduziert, und die Qualität der Schweißstellen an den massiven Stahlteilen ist durchgehend sehr gut. (jup)

Euroblech 2018: Halle 13, Stand G34

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