CAD/CAM-Software Werkzeughersteller für Gummi- und Kunststoffteile steigt in nur zwei Monaten auf neue CAD/CAM-Software um

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Der Umstieg auf eine neue CAD/CAM-Software in nur zwei Monaten ist rekordverdächtig. Beim Werkzeug- und Formenbauer Pakulla fiel Ende Oktober 2008 die Entscheidung für CimatronE. Ein dringender Auftrag machte den Umstieg unumgänglich. Pünktlich zum Weihnachtsfest hielt der Kunde die benötigten Musterteile in der Hand.

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Bauteile aus Gummi oder Kunststoff: Pakulla produziert Werkzeuge für Bauteile aus Gummi oder Kunststoff für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Die Musterteile werden größtenteils auf der eigenen Spritzgießmaschine hergestellt. Bilder: 1 bis 4 und 8: Pakulla
Bauteile aus Gummi oder Kunststoff: Pakulla produziert Werkzeuge für Bauteile aus Gummi oder Kunststoff für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Die Musterteile werden größtenteils auf der eigenen Spritzgießmaschine hergestellt. Bilder: 1 bis 4 und 8: Pakulla
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit Gummi- oder Kunststoffteilen für die Medizintechnik, Elektro-, Lebensmittel-, Textil-, Automobilindustrie u. a. ist man bei Pakulla in Bergisch-Gladbach schon viele Jahre vertraut. Das breite Spektrum bringt es mit sich, dass häufig Werkzeuge für neue, bisher nicht gekannte Bauteile nachgefragt werden.

Das war auch Anfang Oktober 2008 der Fall. Benötigt wurden drei Spritzgießwerkzeuge für Lautsprecherblenden in einem PKW-Innenraum inklusive einbaufähige Muster. Aus Design- und Montagegründen sind diese Teile ziemlich kompliziert, weil nach allen Seiten gekrümmt, dem Einbauort harmonisch angepasst, mit hinterschnittenen Rastnasen zur schraubenlosen Montage versehen.

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Ein grundsätzliches Problem, die Werkzeuge zu konstruieren und zu fertigen, war nicht in Sicht. Doch dann kam der gewisse Moment: Die Konstrukteure wollten die vom Auftraggeber im CATIA-Format bereitgestellten Dateien öffnen.

Das seit vielen Jahren bei Pakulla verwendete CAD-System scheiterte jedoch, es produzierte zahllose Flächenfehler, Bohrungen waren nicht mehr vorhanden und dergleichen mehr. Was tun in so einer Situation? „Es gab zunächst einige Gespräche mit Fachleuten“, blickt Geschäftsführer Peter Pakulla zurück, „dabei fiel wiederholt der Name Cimatron. Wir zögerten nicht lange und nahmen Kontakt mit dem CAD/CAM-Hersteller auf.“

Gesucht und gefunden: CimatronE

Wenige Tage später saßen zwei Software-Spezialisten aus Hamm mit den Verantwortlichen bei Pakulla am Tisch, im Gepäck CimatronE. „Was wir vorgeführt bekamen, war beeindruckend“, fährt Peter Pakulla fort, „innerhalb von zwei Minuten stand der Datensatz der ersten Lautsprecherblende auf dem Bildschirm. Kurz darauf konnte die Formtrennung vorgenommen werden. Nach einer Stunde waren die Kontureinsätze fertig und wir sahen der Simulation des Schruppprogramms zu. Da war uns bewusst, dass wir vor einer Entscheidung standen.“ Und die ließ nicht lange auf sich warten. Aus dem schon länger geplanten Update des Altsystems wurde eine Ablösung desselben durch CimatronE. (Mehr Infos nach den Umblättern)

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