CAD/CAM-Software

Werkzeughersteller für Gummi- und Kunststoffteile steigt in nur zwei Monaten auf neue CAD/CAM-Software um

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Wettlauf mit der Zeit

Dann ging es Schlag auf Schlag. Zunächst wurde der benötigte Funktionsumfang festgelegt (Kasten). Nach Installation des Systems folgte eine dreitägige Grundlagenschulung für die Konstrukteure und NC-Programmierer. Danach wurde die Schulung in CAD und CAM aufgeteilt.

„Diese Phase verlangte sowohl von Cimatron wie auch von uns ein überdurchschnittliches Engagement“, meint der Geschäftsführer, „beide Seiten setzten alles daran, dass so schnell wie möglich mit der Software gearbeitet werden konnte, das ging nur durch viele Überstunden.“ Die Schulungen mussten alle noch im Oktober 2008 durchgeführt werden. Danach blieben sieben Wochen für Konstruktion und Fertigung der drei Musterwerkzeuge inkl. Abmusterung auf der eigenen Spritzgießmaschine.

Aufgrund der Formgebung der Teile wurden auch Elektroden benötigt, Schrupp- und Schlichtelektroden in gespiegelten Varianten. Neben der Designer Solution und Mold Design kam daher auch das Elektrodenmodul Quick Electrode sofort zum Einsatz. Auch nach den Schulungsterminen ging es nicht ganz ohne Support.

„Da die Chemie stimmte, hatten unsere Mitarbeiter keine Scheu, bei Problemen die Hotline anzurufen“, betont der Geschäftsführer, „noch am selben Tag wurden die Fragen beantwortet. Nicht zuletzt hat die gute Unterstützung dazu beigetragen, dass wir den Termin halten konnten.“

Was den Zeitbedarf angeht, ist der Unterschied zu früher immens

Die bisher verwendete Software bot viel weniger Spezialitäten für Werkzeug- und Formenbauer. Fremddatenübernahme, Formtrennungen, Elektrodengenerierungen – bei diesen Dingen hat Cimatron klar die Nase vorn. Auch die eher einfachen Features an der Peripherie tragen ihren Teil bei, beispielsweise die Übernahme von CSV-Stücklisten in die Unternehmenssoftware für Bestell- und Controlling-Zwecke.

Einen weiteren Schub versprechen sich die Konstrukteure durch die neue Version 9 der Software. Diese wird unter anderem mit einem neu erstellten Katalog des Normalienherstellers Meusburger ausgeliefert. Pakulla greift zu 95% auf diesen Anbieter zurück. Integrierte Normalienkataloge bieten dem Anwender eine Reihe Vorteile: Parametrisierte Objekte, Schnittobjekte, Einbauregeln, Gewindeinformationen, Infos für Zeichnungsableitungen, Stücklisten.

Der Gebrauch der Kataloge macht das Arbeiten nicht nur schneller, auch Fehlerquellen werden minimiert. Peter Pakulla: „Wir schätzen, dass sich mit der neuen Version E9 die Konstruktionszeit im Vergleich zu früher um 30-35% reduzieren wird.“ (Mehr Infos nach dem Umblättern)

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