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CAD-Software Tipps & Tricks für den Umgang mit großen Baugruppen in Solidworks

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Große Baugruppen mit den riesigen Datenmengen stellen oft eine Herausforderung für Konstrukteure dar. Die Solidworks-Spezialisten von DPS Software haben ein paar Tipps und Tricks für den Umgang mit großen Baugruppen zusammengestellt.

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Große Baugruppen stellen im Alltag des Konstrukteurs eine Herausforderung dar.
Große Baugruppen stellen im Alltag des Konstrukteurs eine Herausforderung dar.
(Bild: DPS Software)

Konstruktionen werden häufig von verschiedenen Mitarbeitern bearbeitet, korrigiert, ergänzt und an andere Firmen weitergeleitet. Da enorme Datenmengen „bewegt“ werden, ist professionelles Vorgehen wichtig. Für große Konstruktionsprojekte heißt das, alle weiteren Schritte von Anfang an einbeziehen und die Baugruppen so anzulegen, dass sie für alle Anwendungen sinnvoll aufgesetzt sind.

Für einen späteren optimierten Workflow sollte man zum Beispiel die Bauteile in vereinfachter Form verknüpfen. Dabei spielt nicht nur einfaches Verknüpfen mit wenigen Mausklicks, sondern auch die Strukturierung der Baugruppe sowie die Anwendung der in Solidworks enthaltenen Funktionen für performantes Arbeiten eine Rolle.

Systemressourcen schonen

Was machen, wenn das System mit der großen Datenmenge einer komplexen Baugruppe überfordert ist? Trotz großer Rechnerkapazitäten ist der Rechner bei der Bearbeitung und Übernahme von großen Baugruppen schnell an seinen Grenzen. Dabei gibt es laut den Experten von DPS Software Tipps und Tricks, die allen Beteiligten die Arbeit erleichtern und die Qualität wesentlich verbessern.

Was sind überhaupt große Baugruppen?

Was für den Außenstehenden einfach große Konstruktionen sind, ist zum Beispiel bei Solidworks eine Konstruktion aus über 500 Teilen. Für den Anwender sind große Baugruppen meist durch den Zeitaufwand und die Systemressourcen definiert. Diese Projekte werden immer häufiger, denn

  • die Produkte werden komplexer,
  • die Details diffiziler,
  • die Zeichnungsbearbeitung dauert länger.

Große Baugruppen aus mehr als 500 Teilen bedeuten für den Anwender einen großen Zeitaufwand und sind eine Herausforderung für die Systemressourcen.
Große Baugruppen aus mehr als 500 Teilen bedeuten für den Anwender einen großen Zeitaufwand und sind eine Herausforderung für die Systemressourcen.
(Bild: DPS Software)

Umso wichtiger ist es, effizient zu arbeiten und vorhandene Funktionen optimal zu nutzen. Dazu gibt es viele Arbeitsschritte, die man unter die Lupe nehmen muss.

Tipp #1: Die Projekte richtig laden

Bereits mit dem richtigen Laden der zu aktualisierenden Daten kann man eine Menge Zeit und Energie sparen. Zunächst muss man sich bewusstwerden, was die Ladezeiten im Detail beeinflusst:

  • Die Dateigröße,
  • der Ort der Speicherung,
  • nicht konvertierte Daten und
  • Referenzen.

Mit dem richtigen Laden der Baugruppe spart man bis zu 80% Zeit.
Mit dem richtigen Laden der Baugruppe spart man bis zu 80% Zeit.
(Bild: DPS Software)

All diese Parameter beeinflussen Zeit und Ressourcen. Mit Solidworks können gezielt nur die für die nächsten Schritte notwendigen Informationen geladen werden. Hierzu bietet Solidworks z.B. die Möglichkeit die Modelle ohne Historie zu laden. Ab der Version Solidworks 2020 funktioniert dies auch für Zeichnung. Konkret kann man Zeichnungen zur Detaillierung öffnen, ohne die dahinterliegenden Modelle laden zu müssen.

Tipp #2: Konvertieren und Reparieren von Dateien

Viele kennen es: Sind die Daten in einer älteren Version abgespeichert, werden sie beim Öffnen zeitaufwendig konvertiert. Sind diese Daten zu umfangreich, so ist das Risiko eines Aufbaufehlers sehr hoch. Ein reduziertes Laden sowie das Bereinigen von Fehlern im Vorfeld reduziert die Ladezeiten bis zu 60%.

Ein standardisierter Workflow schafft Sicherheit.
Ein standardisierter Workflow schafft Sicherheit.
(Bild: DPS Software)

Tipp #3: Teile und Baugruppen vereinfachen

Vereinfachen hilft enorm. Der Einsatz moderner CAD-Systeme bietet unglaubliche Möglichkeiten zur Detaillierung von Komponenten und Baugruppen. Ein hoher Grad an Detaillierung bedeutet natürlich automatisch auch hohe Anforderung an das System, speziell die Grafikkarte. Bei genauer Betrachtung ist jedoch nicht für jeden Einsatz die voll ausdetaillierte Darstellung jeder einzelnen Komponente nötig.

Je größer die dargestellte Baugruppe ist, um so unwichtiger ist die exakte Darstellung von komplexen oder sehr kleinen Geometrien. Je nach Anwendung bietet auch hier Solidworks Werkzeuge zur einfachen Reduzierung des Detailgrads. Und das alles, ohne das ursprüngliche Komponentendesign zu beeinflussen.

Tipp #4: Importgeometrie – aus groß mach klein

Zunächst ist es anzuraten, für eine importierte Baugruppe eine Importdiagnose zu erstellen, die Importteile zu reparieren und die Datenmenge zu reduzieren. Das Ziel dabei ist es, eine saubere, möglichst ressourcenschonende Komponente zu erhalten. Integriert in Solidworks ist zum Beispiel die Funktion Defeature, die der Reduktion von Details in Teilen und Baugruppen dient.

Importteile müssen vor der Wiederverwendung „repariert“ werden.
Importteile müssen vor der Wiederverwendung „repariert“ werden.
(Bild: DPS Software)

Tipp #5: Das Know-how der Mitarbeiter verbessern

Die Praxis zeigt, dass viele Unternehmen hier viel Zeit verlieren. Durch einen optimierten Workflow und Tricks im Umgang mit großen Baugruppe kann viel gewonnen werden. Softwarehäuser wie DPS Software bieten dazu gezielte Schulungen an, zum Beispiel

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