Softwareentwicklung 5 Dinge, die KI in der Softwarebranche verändert

Von Dagmar Merger 1 min Lesedauer

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Maschinelles Lernen beginnt die Logik betrieblicher IT-Systeme zu diktieren und fegt alte Standards in Rekordtempo beiseite. Stephen Dover, der das Franklin Templeton Institute leitet, erkennt fünf wichtige Veränderungen, die sich aus diesem Umbruch ergeben.

(Bild:  mositj - stock.adobe.com)
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Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema mehr; sie schreibt die Regeln der Unternehmenssoftware-Branche derzeit rasant neu. Stephen Dover, Chefmarktstratege und Leiter des Vermögensverwaltungsunternehmens Franklin Templeton Institute, erkennt fünf wichtige Trends:

  1. KI lässt die Softwarewirtschaft nicht schrumpfen; vielmehr gestaltet sie die Verteilung des wirtschaftlichen Mehrwerts neu. Intelligenz wird zunehmend in sämtliche Arbeitsabläufe integriert. Dadurch verlagert sich der Wert weg von Modellen, die primär auf der Anzahl der Mitarbeiter basieren, hin zu Systemen, die näher an den eigentlichen maschinellen Aktivitäten angesiedelt sind.
  2. Die wichtigste Trennlinie innerhalb der Softwarebranche verläuft nicht mehr zwischen Growth/Wachstumswerten und Value/Substanzwerten, sondern zwischen nutzerbasierten Lizenzen und Usage/nutzungsbasierter Abrechnung. Geschäftsmodelle, die an die menschliche Arbeitskraft gekoppelt sind, stoßen irgendwann an natürliche Obergrenzen. Hingegen können KI-gestützte Systeme weit über die Kapazitäten der Belegschaft hinaus skalieren.
  3. Sinkende Kosten für die Softwareentwicklung beseitigen die Knappheit nicht – sie definieren sie lediglich neu. Da die Erstellung von Software immer einfacher wird, verlagert sich der dauerhafte Wettbewerbsvorteil hin zu Plattformen, die zunehmend komplexe digitale Umgebungen orchestrieren, steuern und absichern.
  4. Die Preissetzungsmacht spiegelt zunehmend die strategische Position wider und nicht mehr die bloße Produktbreite. In einer durch KI geprägten Wirtschaft erzielen jene Softwarelösungen die stabilsten Umsätze, die konkrete Ergebnisse gestalten und Arbeitsabläufe steuern. Softwarelösungen, die bloß Werkzeuge für einzelne Aufgaben bereitstellen, liefern weniger stabile Umsätze.
  5. Für Investoren lässt sich die Softwarebranche nicht länger als ein monolithisches Gesamtkonzept betrachten. Wichtiger wird nun die Fähigkeit zur Differenzierung – also das Verständnis dafür, wo KI die wirtschaftliche Hebelwirkung verstärkt und wo sie diese aushöhlt.

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