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Getriebe „Smarter“ Antrieb bringt Bau- und Landmaschinen effizient voran

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Im Bereich der Baumaschinen und Landtechnik sind intelligente nachhaltige Antriebslösungen gefragt, die helfen, den Treibstoffverbrauch zu senken und dabei einen umweltfreundlichen und leistungsstarken Betrieb zu sichern. Für diese Herausforderungen ist auch beim Getriebe Flexibilität gefragt. Deshalb setzt Stiebel-Getriebebau seine Antriebe für die Mobilhydraulik individuell abgestimmt auch als dynamisches Bindeglied zwischen Verbrennungsmotor und Hydraulik/Elektrik um.

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Eine Pumpenverteilergetriebe-Lösung von Stiebel-Getriebebau wirkt beim energieeffizienten, elektrifizierten Antriebssystem für Landmaschinen „Smart Power Systems“ von Zeppelin Power Systems und Jenoptik Power Systems mit.
Eine Pumpenverteilergetriebe-Lösung von Stiebel-Getriebebau wirkt beim energieeffizienten, elektrifizierten Antriebssystem für Landmaschinen „Smart Power Systems“ von Zeppelin Power Systems und Jenoptik Power Systems mit.
(Bild: Zeppelin Power Systems und Jenoptik Power Systems)

Aktuell hilft ein von Stiebel-Getriebebau speziell entwickeltes Pumpenverteilergetriebe mit, dass Bau- und Landmaschinen energieeffizienter im Einsatz sind. Mit einer Eingangsleistung von maximal 520 kW, einer Nebenabtriebsleistung je Achse von 200 kW und einer Nebenabtriebsübersetzung von 1:0,8 Motorendrehzahl ist es Teil einer modularen Motor-Getriebe-Einheit, die einen sparsamen Energie- und Treibstoffverbrauch ermöglichen soll. Als diesel-elektrische Hybrid-Lösung soll sich diese ebenfalls als besonders umweltfreundlich auszeichnen.

Im normalen Arbeitsbetrieb sind hier Dieselmotor und Getriebe im Einsatz. Dabei werden hydraulische Nebenverbraucher und ein Generator bedient, der den Energiespeicher auflädt. Auch die Bremsenergie wird per lastschaltbarem Pumpenabtrieb des Pumpenverteilergetriebes nachhaltig genutzt und über den Generator als elektrische Energie dem Speicher zugeführt. Durch die Abschaltung der Nebenverbraucher und die Rückführung der Energie aus dem Stromspeicher in den Antriebsstrang ist dann ein besonders effizienter Fahrbetrieb möglich. So sollen ein maximaler Wirkungsgrad durch die hybride diesel-elektrische Energieerzeugung erzielt, die Zugkraft erhöht und die Betriebskosten gesenkt werden.

„Der Bedarf an elektrischen Fahrantrieben steigt spürbar“

„Es ist unser eigener Anspruch den technischen Fortschritt mitzugestalten, gerade auch mit solchen Projekten, bei denen unsere ganze Erfahrung und unser Wissen gefragt sind. Wir entwickeln hier auf den Punkt genau, passend zu den jeweiligen Anforderungen bis ins kleinste technische Detail“, sagt Paul Hermann Schumacher, Geschäftsführer der Stiebel-Getriebebau GmbH & Co. KG. „Der Bedarf an umweltfreundlichen, elektrischen Fahrantrieben steigt spürbar in den letzten Jahren. Und die bewährte Flexibilität unserer kompakten, robusten und präzisen Getriebe wird auch hier weiterhin eine immer stärker werdende Rolle spielen, ob für Traktoren, Erntemaschinen, Radlader, Bagger oder andere Bau- und Landmaschinen.“

Die technischen Details beginnen bei Stiebel-Getriebebau schon bei der Materialauswahl. So bestehen die Wellendichtringe von Stiebel-Pumpenverteilergetrieben aus Viton und die Zahnnabenprofile aus Chrom-Molybdän-Stahl. Ölgeschmierte Profilhohlwellen vermeiden den Verschleiß der Pumpenwellen. Die SAE-Motoranschlüsse verfügen zur thermischen Entlastung der Drehschwingungsdämpfer über exakt angepasste Lüftungsöffnungen. Für eine hohe Flexibilität sorgt auch die Übersetzungsvielfalt. In vielen Fällen kann auf eine Ölkühlung verzichtet werden, weil Stiebel ein spezielles Schmiersystem mit stark verrippten Gehäusen verbindet. Daraus soll sich ein hoher Wirkungsgrad ergeben. Hinzu kommen viele Sonderoptionen, die auch bei den zukünftigen energieeffizienten Getriebe-Lösungen umgesetzt werden. (sh)

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