Suchen

Fluidtechnik Sicherer Anschluss für Kühlwasserkreisläufe

| Redakteur: Ute Drescher

Schweißanlagen müssen zuverlässig mit genügend Kühlwasser und anderen Schweißmedien versorgt werden. Kühlwasseranschlüsse sorgen dafür, dass die Schweißgeräte immer funktionieren.

Firmen zum Thema

Die Punkt- und Buckelschweißanlage an der SLV Duisburg wird mit einer Hz-Inverter-Stromquelle betrieben. Für die erforderliche Kühlleistung sorgen Eisele-Steckanschlüsse mit ProWeld-Schläuchen
Die Punkt- und Buckelschweißanlage an der SLV Duisburg wird mit einer Hz-Inverter-Stromquelle betrieben. Für die erforderliche Kühlleistung sorgen Eisele-Steckanschlüsse mit ProWeld-Schläuchen
(Bild: Schreiber/SLV Duisburg)

Die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) Duisburg verfügt über eines der weltbesten Labore für das Widerstandsschweißen. In den drei Laborräumen stehen über 40 Widerstandsschweißmaschinen verschiedener Bauart und Größe, Steuerungen verschiedener Hersteller sowie Überwachungsgeräte, Mess- und Prüfeinrichtungen zur Verfügung.

Widerstandsschweißen gehört in der industriellen Massenfertigung zu den wichtigsten Säulen einer kostengünstigen und gut automatisierbaren schweißtechnischen Fertigung. Beim Widerstandsschweißen werden zwei oder mehr Einzelteile unter Krafteinwirkung durch elektrische Widerstands­erwärmung miteinander verbunden. In der Regel wird das Material bis zum Schmelzfluss erhitzt, so dass die Einzelteile stoffschlüssig verbunden werden. Es gibt allerdings auch Materialkombinationen, bei denen eine Verbindung in fester Phase entsteht. Da während der Schweißung mit einer Presskraft gearbeitet wird, muss eigentlich richtigerweise vom Widerstandspressschweißen gesprochen werden im Unterschied zum Sonderverfahren Widerstandsschmelzschweißen, bei dem ohne äußere Kraft gearbeitet wird.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

5000 Schweißpunkte an der Karosserie

Das Widerstandsschweißen wird vorwiegend in der Dünnblech- und der metallverarbeitenden Industrie eingesetzt, zum Beispiel im Automobil- und Schienenfahrzeugbau, in der Hausgeräteindustrie oder in der Feinwerk- und Elektrotechnik. An einer üblichen Automobilkarosserie etwa finden sich rund 5000 Schweißpunkte und zusätzlich noch mehrere 100 Buckelschweißungen, mit denen Muttern und andere Befestigungselemente angebracht werden.

Die Schweißspezialisten Stefan Schreiber und Peter Zak befassen sich am Duisburger Institut zu ca. 70 % mit automobilnahen Anwendungen bis ca. 3 mm Einzelblechdicke, aber auch Aufgabenstellungen, bei denen 10 mm dicke Materialien mit dem Widerstandspunktschweißen zu verbinden sind.

Das Institut kann Versuche mit unterschiedlichsten Stromarten und -formen sowie Schweißanlagenbauarten aller Art durchführen um den sehr individuellen kundenspezifischen Aufgabenstellungen gerecht zu werden und maßgeschneiderte Lösungen und Schulungen anzubieten. Neben Roboterzangen und stationären Schweißmaschinen stehen auch verschiedene Steuerungen, Regelungen und Überwachungssysteme zur Verfügung. Diese können wahlweise mit verschiedenen Anlagen kombiniert werden.

Eines haben alle Schweißanlagen gemeinsam: Sie müssen zuverlässig mit genügend Kühlwasser und anderen Schweißmedien versorgt werden.

Genug Kühlwasser am richtigen Ort

Für diese Aufgaben setzt Peter Zak, verantwortlich für das Widerstandslabor der SLV Duisburg, mittlerweile bevorzugt auf die Steckanschlüsse und Schläuche von Eisele aus Waiblingen. Aufmerksam auf die Kühlwasseranschlüsse der Liquidline wurde Peter Zak auf einem Beratungstermin bei einem Automobilzulieferer. Sein guter Qualitätseindruck bestätigte sich bei kurzer Begutachtung der Anschlüsse, auch die einfache Handhabung überzeugte ihn sofort. Andere Anschlusstypen waren viel aufwendiger an- und abzukoppeln und damit deutlich unpraktischer.

Gerade in einem Versuchs- und Ausbildungslabor werden Schweißanlagen und Versuchsaufbauten ständig modifiziert und umgebaut. Einfache Handhabung der Anschlüsse ist da ein wichtiger Punkt. Auch die Farbauswahl des Schlauchsortiments erleichtert die Arbeit und hilft die Übersicht im Kühlkreis zu wahren, zum Beispiel bei der Unterscheidung zwischen Zulauf und Rücklauf.

Die ersten Steckanschlüsse wurden testweise vor rund vier Jahren montiert und funktionieren trotz ständigem Einsatz immer noch ohne Probleme und Undichtigkeiten. „Uns gefällt insbesondere die größtenteils werkzeuglose Montage der Schläuche durch einfaches Einstecken in die eingeschraubten Fittings“, erklärt Peter Zak.

Die typische Schweißumgebung ist von Funken, metallischen Spritzern und allgemein hohen Temperaturen geprägt. Verbindungskomponenten, die für Kühlwasseranschlüsse in solchen Applikationen vorgesehen sind, brauchen entsprechende Leistungsmerkmale. Die Liquidline-Steckanschlüsse der Serien 2600 und 2400 mit Lösehülse sind zum Beispiel besonders schmutzabweisend und daher leicht zu reinigen. Der in herkömmlichen Steckanschlüssen eingesetzte Lösering verklebt häufig durch Schweißspritzer. Die Lösehülse hingegen lässt keine freien Räume für Schmutzablagerungen. Auch nach langem Gebrauch lassen sich die Verschlüsse leicht öffnen. Die generelle Silikonfreiheit der Anschlüsse ist darüber hinaus ein Grund, warum die Liquidline-Anschlüsse von Eisele seit langem in der Automobilindustrie und dort auch für Schweißanwendungen vorgeschrieben sind.

Versuche haben überzeugt

Nach den überzeugenden Versuchen stellt das Schweißfachinstitut seine Schweißgeräte jetzt bei planmäßigen Wartungsarbeiten nach und nach auf die hochwertigen Eisele-Anschlüsse um. Peter Zak setzt die Liquidline-Anschlüsse aus entzinkungsbeständigem Messing mit Lösehülse zusammen mit farbigen und gegen Schweißspritzer beständigen Eisele-Proweld-Schläuchen ein. Beim gemeinsamen Einsatz von Eisele-Produkten kann von der idealen Dichtheit des Kühlkreislaufs ausgegangen werden.

Die Bauform eines Kühlwasseranschlusses richtet sich unter anderem nach dem abzuführenden Wärmestrom, der Einbausituation und der zu erwartenden Druckbeaufschlagung. Je nach Anwendungsfall können Kühlwasseranschlüsse aus Messing, Edelstahl oder Aluminium hergestellt werden. Um noch bessere Durchflusseigenschaften zu erreichen, hat Eisele auch spezielle Bogen-Einschraubanschlüsse entwickelt, die kürzlich am SLV erprobt wurden und eine höhere Durchflussrate erreichen als herkömmliche Winkelanschlüsse, da es zu keinen Verwirbelungen im Flüssigkeitsstrom kommt und der volle Durchgang für den Wärmeabtransport zur Verfügung steht. Die neuen Kühlwasseranschlüsse eignen sich insbesondere für Hochleistungsanwendungen. Aufgrund der besseren Durchflussrate sind außerdem kleinere Durchmesser möglich, um die gleiche Kühlleistung wie mit bisherigen Winkelanschlüssen zu erreichen. (ud)

Achema 2018: Halle 11.0, Stand E34a

(ID:45286644)