Gleitager Schmier- und korrosionsfrei auf dem Wasser unterwegs

Quelle: Igus 2 min Lesedauer

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Das Sportgerät Jetsurf vereint den Nervenkitzel des Jetskifahrens mit dem Steuergefühl eines Motorrads. Damit der Fahrspaß im Salzwasser nicht durch technisches Versagen getrübt wird, sind Gleitlager aus Hochleistungskunststoff im Einsatz.

Der Jetsurf vereint den Nervenkitzel des Jetskifahrens mit dem Steuergefühl eines Motorrads. Bei der Entwicklung galt es zum Beispiel die Herausforderung Salzwasser zu lösen.(Bild:  Igus)
Der Jetsurf vereint den Nervenkitzel des Jetskifahrens mit dem Steuergefühl eines Motorrads. Bei der Entwicklung galt es zum Beispiel die Herausforderung Salzwasser zu lösen.
(Bild: Igus)

Jetsurf ist ein motorisiertes Surfbrett, das sich im Stehen mit einer Lenkstange und der Verlagerung des Körpergewichts fahren lässt. Ein kleiner Jet-Antrieb, wahlweise mit Benzin- oder E-Motor, bewegt das Board dabei mit bis zu 60 km/h über das Wasser. Der Hersteller, MSR Engines aus Brünn in Tschechien, spricht vom Nervenkitzel des Jetskifahrens mit dem Steuergefühl eines Motorrads – wendig, leistungsstark und spannend.

Für die Gründer von MSR Engines ist Jetsurf eine weitere Gelegenheit, ihre konstruktionstechnische Expertise unter Beweis zu stellen. Seit 2005 entwickelten sie zunächst Verbrennungsmotoren für den Motorsport, für Kunden wie das BMW F1-Team und das Red Bull KTM MotoGP-Team. Ab 2008, als viele Rennsportabteilungen von der Wirtschaftskrise betroffen waren, konzentrierten sich die Ingenieure dann auf den Bau der motorisierten Surfbretter. Dabei brachten sie zunächst eine Variante mit Verbrennungsmotor auf den Markt, später folgte eine Ausführung mit E-Motor.

Die Herausforderung: Ständiger Kontakt mit Salzwasser

Eine Herausforderung für die Konstrukteure war, dass spezialisierte Gleitlager für die Lenkerhalterung und den Gasgriff gefunden werden mussten. Keine leichte Aufgabe, sollten die Lager doch mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen: Sie mussten korrosionsbeständig, wartungsfrei, stoßresistent, kompakt und leicht sein, und dabei ohne Schmiermittel auskommen. „Wir wussten, dass sich das Projekt mit klassischen Lagern aus Metall nicht realisieren lässt“, sagt Martin Hlaváč, Forschungs- und Entwicklungsingenieur bei MSR Engines.

Wir wussten, dass sich das Projekt mit klassischen Lagern aus Metall nicht realisieren lässt.

Martin Hlaváč, MSR Engines

Die Konstrukteure nutzen stattdessen Gleitlager aus Hochleistungskunststoff von Igus. Gleitlager mit Bund aus dem Material Iglidur P kommen in der Lenkerhalterung zum Einsatz, um während der Fahrt eine leichtgängige Schwenkbewegung zu ermöglichen. Aufgrund von Wärmestabilität und geringer Wasseraufnahme gehören die Iglidur P-Gleitlager zu den dimensionsstabilsten Outdoor-Allroundlagern bei wechselnden Umgebungsbedingungen. Darüber hinaus finden sich Iglidur J-Gleitlager im Gasgriff, über den der Fahrer die Motorleistung steuert. Als vielseitige Dauerläufer sorgen sie hier für eine leichtgängige und kontrollierte Drehbewegung des Griffs.

Langlebiger, wartungsärmer und nachhaltiger

Die Polymerlager sind den Anforderungen des Jetsurf gewachsen.

  • Sie sind sie zu 100 Prozent korrosionsbeständig, auch im ständigen Kontakt mit Salzwasser.
  • Dank ihrer geringen Feuchtigkeitsaufnahme bleibt die Maßstabilität über Jahre erhalten.
  • Durch Festschmierstoffe im Material werden Schmierarbeiten mit Öl oder Fett hinfällig. Das spart sowohl Zeit als auch Kosten für Schmiermittel und Wartungsarbeiten. Zudem besteht keine Gefahr, dass Schmierstoffe ins Wasser gelangen und die Umwelt belasten.
  • Nicht zuletzt wiegen die Polymerlager rund 80 Prozent weniger als vergleichbare Metalllager. Auch das kommt den Ingenieuren entgegen, da sie Wert auf Leichtbau und eine hohe Reichweite legen.

Dank Carbonmaterialien und leichten Bauteilen wie den Polymerlagern bringt ein Jetsurf nur knapp 20 Kilogramm auf die Waage – ein Bruchteil des Gewichts eines Jetski, der meist über 300 Kilogramm wiegt.

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