Kreislaufwirtschaft Mehr Tempo beim chemischen Kunststoffrecycling

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Evonik entwickelt Katalysatoren und Adsorbentien zur Aufbereitung von Pyrolyseöl aus Kunststoffabfällen. Ziel ist es, die Qualität des Öls zu verbessern und dessen Einsatz als Rohstoff in petrochemischen Prozessen zu erleichtern.

Evonik entwickelt Katalysatoren und Adsorbentien zur Reinigung von Pyrolyseöl, um dessen Einsatz als Rohstoff in petrochemischen Prozessen zu ermöglichen.(Bild:  Evonik Industries AG)
Evonik entwickelt Katalysatoren und Adsorbentien zur Reinigung von Pyrolyseöl, um dessen Einsatz als Rohstoff in petrochemischen Prozessen zu ermöglichen.
(Bild: Evonik Industries AG)

Im Pyrolyseverfahren werden Kunststoffabfälle unter Luftabschluss bei hohen Temperaturen in ihre chemischen Bausteine zerlegt. Dabei entsteht unter anderem Pyrolyseöl, das fossile Rohstoffe wie Naphtha ergänzen oder teilweise ersetzen und in Steamcrackern weiterverarbeitet werden kann, wo Grundchemikalien wie Ethylen und Propylen entstehen.

Allerdings enthält Pyrolyseöl Verunreinigungen wie Chlor, Stickstoff oder Silizium, die die Effizienz und Prozesssicherheit beeinträchtigen können. „Cracker-Betreiber setzen strenge Qualitätsstandards für die eingesetzten Rohstoffe“, sagt Hendrik Rasch, der im Next Markets Program von Evonik den Bereich Circular Packaging and Plastics Recycling verantwortet. Evonik führt entsprechende Adsorbentien unter der Produktlinie Purocel, die zur Aufbereitung des Pyrolyseöls eingesetzt werden. „Sie helfen, die Qualität des Pyrolyseöls entscheidend zu verbessern“, so Rasch weiter.

Reinigungsschritte für bessere Rohstoffqualität

Zur Aufbereitung des Pyrolyseöls kombiniert Evonik verschiedene Verfahren. Adsorbentien entfernen gezielt unerwünschte Stoffe aus dem Öl, während Katalysatoren chemische Umwandlungsprozesse unterstützen. So werden beispielsweise Chlorverbindungen zunächst in einer Reaktion abgetrennt und anschließend gebunden. 

Für höhere Anforderungen kann die Reinigung durch Hydrotreating ergänzt werden. Dabei reagieren verbleibende Verunreinigungen mit Wasserstoff und werden in leichter abtrennbare Verbindungen überführt. Zum Einsatz kommen dabei auch Katalysatoren, die wiederverwendbar sind. Ziel ist es, die Qualität des Pyrolyseöls so zu verbessern, dass es in bestehenden petrochemischen Anlagen weiterverarbeitet werden kann.

Integration in bestehende Prozesse

Neben den chemischen Verfahren entwickelt Evonik auch Konzepte zur Integration in bestehende Anlagen. Dazu gehören modulare Einheiten zur Aufbereitung des Pyrolyseöls, die sowohl an Pyrolyseanlagen als auch an nachgelagerte Prozesse angebunden werden können.

Chemisches Recycling gilt als Ergänzung zum mechanischen Recycling, insbesondere für gemischte oder stark verunreinigte Kunststoffabfälle. Während mechanische Verfahren vor allem bei sortenreinen Materialien eingesetzt werden, ermöglicht die Pyrolyse die Rückführung komplexer Abfallströme in den Rohstoffkreislauf.

Die Aufbereitung von Pyrolyseöl ist dabei eine zentrale Voraussetzung, um recycelte Rohstoffe in großtechnischen Prozessen nutzen zu können.

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