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Maschinenbauer integriert Konstruktion und Service in Unternehmenssoftware

| Redakteur: Monika Zwettler

Der Werkzeugmaschinenbauer AXA steigt auf die ERP-Komplettlösung Oxaion um. Der Projektstart erfolgte bereits im Sommer 2014, der Echtstart ist für Mai 2015 geplant. Wichtig war dem Werkzeugmaschinenbauer die Integration zur eingesetzten Konstruktionslösung Hi-CAD sowie das in Oxaion durchgängig integrierte Servicemanagement.

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Der Werkzeugmaschinenbauer AXA steigt auf die ERP-Komplettlösung Oxaion um und integriert unter anderem die CAD-Software Hi-CAD.
Der Werkzeugmaschinenbauer AXA steigt auf die ERP-Komplettlösung Oxaion um und integriert unter anderem die CAD-Software Hi-CAD.
(Bild: AXA)

Die AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH aus Schöppingen will mit Oxaion vor allem die Transparenz der Unternehmensabläufe verbessern. Die bisherige ERP-Software hat keine CAD-Anbindung und die Servicekomponente sollte besser in die Prozesse integriert sein. Doppeleingaben und redundante Daten waren an der Tagesordnung. Zudem waren die Bestandsinformationen kaum belastbar. „Wir brauchten ein zentrales ERP, mit dem wir alle Prozesse transparent steuern können, ob PDM, Lagerverwaltung, Fertigungsplanung oder Service“, erinnert Markus Bense, ERP-Projektleiter bei dem Maschinenbauer, an den Auswahlprozess.

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Weiche zwischen Konstruktion und ERP

AXA entwickelt Dreh- und Fräs-Bearbeitungszentren für komplexe Zerspanungsaufgaben in der metallverarbeitenden Industrie. In der Konstruktion werden die Maschinen kundenindividuell konfektioniert. Grundlage dafür ist ein komplexes Baukastensystem, auf das die AXA-Konstrukteure zurückgreifen können. Trotz des standardisierten Konstruktionsansatzes liegt der Anteil an Sonderauslegungen je nach Komplexität der Anforderung bei bis zu 30 Prozent, in Einzelfällen sogar noch deutlich darüber. „Bei uns ist keine Maschine wie die andere, deshalb ist eine Schnittstelle von PDM zu ERP extrem wichtig, um eine redundante Datenerfassung zu vermeiden und damit die Effizienz zu erhöhen“, erklärt Markus Bense, der von Haus aus Dipl.-Ing. für Maschinenbauinformatik ist.

Aufwand für die Datenhaltung reduzieren

Die doppelte Datenerfassung in Konstruktion und ERP-System gehört schon bald der Vergangenheit an. Künftig werden dann die Daten nur einmal zentral in der Konstruktion erfasst – Stücklisten und Zeichnungen für die Fertigungsplanung werden direkt ans PPS übergeben. Dadurch müssen auch Artikelstämme demnächst nicht mehr doppelt in Konstruktion und ERP vorgehalten und gepflegt werden. In der Konstruktion können so die aus den 3D-Modellen generierten Stücklisten über das PDM-System weitestgehend automatisiert an Oxaion übergeben werden, das PPS erzeugt daraus die Arbeitspläne für die Fertigungsaufträge. Im Auftragsstücklistenarchiv von Oxaion findet sich stets die komplette Produktstruktur jedes Kundenauftrags im aktuellen Zustand, sämtliche Produktinformationen stehen dann auf Knopfdruck und ohne zeitaufwändiges Suchen zur Verfügung.

Den ganzheitlichen Ansatz abbilden

Für den Maschinenbauer ist das Geschäft nicht mit dem Verkauf der Maschine beendet, sondern über die Folgejahre werden durch den Service neue Aufträge und Umsätze generiert, die eine sehr lange Kundenbindung mit sich bringen. Bei der Maschinenkonzeption arbeiten Hersteller wie AXA schon längst sehr eng mit ihren Kunden zusammen. Das geht zum Teil soweit, dass der ganze Prozess mitgeliefert wird. Ist eine Werkzeugmaschine in Schöppingen eingefahren, geht sie an den Kunden oft inklusive komplettem Werkzeugsatz, abgestimmt auf dessen CAD/CAM-Systeme. Dieser kann sich voll auf sein Kerngeschäft konzentrieren und sofort produzieren. „Unser ganzheitlicher Ansatz hört nicht mit der Auslieferung einer Maschine auf, sondern bezieht den Kundendienst von Anfang an über den gesamten Produktlebenszyklus mit ein“, betont der ERP-Projektleiter.

Service-Einsatz inklusive

Deshalb sollten sich Inbetriebnahmen, Ersatzteillieferungen, Service- und Wartungsverträge, Vor-Ort- und Werks-Reparaturen und falls erforderlich der Austausch oder der Umbau (Overholing und Retrofit) einer kompletten Maschine im ERP-System abbilden lassen. Serviceberichte und Dokumentation sind zwar schon im derzeitigen ERP vorhanden, die Einsatzplanung wird jedoch mit Excel organisiert. Das soll sich mit Oxaion nun ändern. Für den Einsatz der mobilen Monteure plant AXA das integrierte Servicemanagement in Oxaion zu nutzen. „Mit Oxaion bekommen wir jetzt alle Funktionen für unsere Service-Abwicklung integriert im ERP“, betont Markus Bense. „Uns hat bei Oxaion gefallen, dass die komplette Serviceabwicklung inklusive Einsatzplanung und Geräteakte integrativer Bestandteil des ERP ist.“

Grafischer Einsatzplan ordnet Ressourcen, Monteure und Material

Zentrales Werkzeug im Servicemanagement ist die integrierte grafische Personaleinsatzplanung von Oxaion. Das Grundprinzip: Anhand grafischer Balken entlang des Zeitstrahls visualisiert das Tool die Serviceeinsätze. In der Einsatzplanung werden Ressourcen, Monteure und Material den Service-Aufträgen übersichtlich zugeordnet. Die Prozesse werden damit weitestgehend automatisiert, der Service-Innendienst ist stets aktuell informiert, bspw. für welche Aufträge die Monteure bereits eingeplant sind. Freie Kapazitäten können so neu geplant oder bereits geplante Einsätze bei Bedarf umgeplant werden. „Die integrierte Einsatzplanung mit Personal- und Materialzuordnung hat uns bei der ERP-Auswahl auf Anhieb überzeugt“, resümiert der Maschinenbauinformatiker.

Geräteakte für Service-Techniker verbessert Kundenbetreuung

Für das effiziente Servicemanagement will der Maschinenbauer außerdem die Geräteakte in Oxaion nutzen: Alle ausgelieferten Bearbeitungszentren sollen künftig in der Geräteakte übersichtlich abgebildet werden. Sie besteht aus einer Kombination von Teile- und Seriennummer und enthält relevante Informationen über die Spezifikationen und das Stücklistenarchiv. Zeichnungen, Dokumente, Details zu den Maschinen lassen sich über die Ablagenstruktur verwalten. Die benötigten Informationen stehen den Service-Technikern somit jederzeit zentral zur Verfügung und tragen damit zur schnellen und kompetenten Betreuung der Kunden an der Servicehotline bei. Ein weiterer Vorteil: Über die Geräteakte können die angelegten Maschinen wie alle anderen Betriebsmittel auch nahtlos in ein Instandhaltungskonzept eingebunden werden. (mz)

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