Handhabung

Intelligentes Equipment für die smarte Produktion

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Zukunft Digitaler Zwilling

An die Stelle des klassischen CAD-Hüllenmodells tritt dabei ein digitales Abbild der einzelnen Komponenten, das deren vollständige Funktionalität enthält. Der digitale Zwilling umfasst das CAD-Volumenmodell mit allen geometrischen Daten zur Modellierung in Siemens NX, CAE-Daten (Eplan) sowie ein kinematisches Verhaltensmodell, in dem der Hub, die Aus- und Einfahrgeschwindigkeit, die Beschleunigung, der Ruck, die Nennkraft und Masse hinterlegt sind.

Zusätzlich wird Schunk seine digitalen Zwillinge in einem zweiten Schritt künftig um diverse SPS-Bausteine zur virtuellen Inbetriebnahme (Software/Hardware in the Loop) erweitern. Das integrierte Engineering mithilfe der virtuellen Simulation soll Anlagenbauern und Anwendern eine signifikante Verkürzung der Projektlaufzeit, eine schnellere Inbetriebnahme und deutliche Effizienzeffekte bei der wiederholten Realisierung ähnlicher Anlagen erlauben.

CAD-Daten abrufbar

Anwender profitieren zudem schon heute von der Integration des Greifsystemprogramms in das Eplan Data Portal. Im ersten Schritt stellt Schunk die Elektro- und Fluidpläne von 16 Baureihen mit insgesamt 843 einzelnen Komponenten auf der webbasierten Datenplattform bereit. Bereits abrufbar sind die Greiferfamilien PGN-Plus, PZN-Plus und MPG-Plus sowie die wichtigsten Sensoren aus dem Zubehörprogramm. Zudem stehen mechatronische 24-V-Greifsystembaukasten mit den Greifern EGP, den kompakten Greif-Schwenkmodulen EGS und den selbstlernenden Linearachsen ELP sowie die intelligenten Mechatronikgreifer EGL mit CAN-Bus- und Profibus-Schnittstelle zur Verfügung. Alle weiteren Baureihen aus dem Standard-Greifkomponentenprogramm sowie zahlreiche Dreh-, Linear- und Roboterzubehörmodule sollen sukzessive folgen.

Mit den bereitgestellten Makros können Konstrukteure und Anlagenplaner ihren Projektierungsaufwand reduzieren und die Qualität der Maschinen- und Anlagendokumentation erhöhen. Sämtliche Daten stehen auf der Eplan-Plattform weltweit zur Verfügung. Sie können entweder direkt in die entsprechende Eplan-Softwarelösung integriert beziehungsweise über die Browserversion des Eplan Data Portals für den Einsatz in anderen CAE-Programmen heruntergeladen werden und lassen sich einfach per Drag & Drop in die jeweiligen Pläne einfügen. Damit erhöhen die standardisierten Makros die Effizienz und reduzieren zugleich die Gefahr von Fehlern bei der Projektierung.

Aufbauten online konfigurieren

Eine schnelle und fehlerfreie Konstruktion von Hochleistungsmontageanlagen soll der neue Online-Konfigurator von Schunk für die Montageautomation ermöglichen. Mit dem auf der E-Catalog-Solutions-Technologie von Cadenas basierenden Tool können komplette Pick-&-Place-Aufbauten konfiguriert werden: Statt jede Komponente einzeln zu laden und manuell zu einem Pick-&-Place-System zu kombinieren, kann nun das komplette Handling über einen einzigen Klick komfortabel in allen gängigen CAD-Formaten wahlweise in 2D oder 3D heruntergeladen werden.

So sollen sich mit geringem Konstruktions- und Montageaufwand unterschiedlichste Aufbauvarianten realisieren lassen. Eine intelligente Kombinationslogik stellt dabei sicher, dass nur solche Konfigurationen umgesetzt werden können, die technisch und mechanisch möglich sind. Der Konfigurator bietet Konstrukteuren und Anlagenplanern Zugriff auf das über 10.000 Kombinationsmöglichkeiten umfassende Modulprogramm für die Hochleistungsmontage.

Anforderungen der Montageautomation abdecken

Ob pneumatisch oder elektrisch, modular oder kompakt, flexibel oder einfach – mit seinem Programm will Schunk alle denkbaren Anforderungen der Montageautomation abdecken. Bereits im ersten Schritt enthält es alle für die Montageautomation in Frage kommenden Greifer und Linearmodule von Schunk sowie dessen komplettes Säulenaufbausystem. Zudem umfassen die individuell generierten Stücklisten sämtliche erforderlichen Normteile, wie Zentrierelemente und Schrauben.

Dass sich die Digitalisierung der Fertigung auch auf die Spannmittel auswirken wird, zeigen mehrere Studien für die smarte Werkstückspannung. So ermöglicht das elektromechanische Nullpunktspannmodul Vero-S NSE-E Mini 90-I eine permanente Überwachung von Einzugskraft, Spannschieberstellung, Innentemperatur und Zyklenzahl. Zudem kann das Modul die Anwesenheit der Werkstücke beziehungsweise Spannpaletten detektieren. So ist sichergestellt, dass der gesamte Spannprozess jederzeit unter optimalen Bedingungen abläuft. Werden die vorgegebenen Zielparameter über- oder unterschritten, weil beispielsweise die Einzugskraft nicht ausreicht, um einen Axialversatz des Werkstücks auszugleichen, erfolgt unmittelbar eine Meldung an die Anlagensteuerung. Auf diese Weise kann der Prozess gestoppt werden, bevor es zu Schäden kommt. (jv)

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