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Löten Intakte Module veralteter Lötanlagen für neue Maschinenkonzepte nutzen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Eutect nimmt veraltete, individuell konfigurierte Lötanlagen von seinen Kunden zurück und verwertet noch funktionsfähige Module für neue Applikationen.

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Aktuell baut Eutect eine Lötanlage um, die über Jahre in der Automobilzulieferindustrie eingesetzt wurde.
Aktuell baut Eutect eine Lötanlage um, die über Jahre in der Automobilzulieferindustrie eingesetzt wurde.
(Bild: Eutect)

Seit über 20 Jahren werden bei Eutect Löt- und Verbindungssysteme entwickelt, gefertigt, montiert und programmiert sowie bei Kunden weltweit in Betrieb genommen. Das schwäbische Expertenteam greift dafür auf einen umfangreichen, sich stetig weiterentwickelnden Modulbaukasten für Prozesslösungen im Bereich des Lötens zu. Aus Prozessmodulen der unterschiedlichsten Löttechniken können so die für die Aufgabenstellung prozesstechnisch und wirtschaftlich optimalen Module gewählt und zu Stand-Alone-, Rundtakt- oder Inline-Fertigungskonzepten für Gesamtlösungen kombiniert werden.

Recyceln alter Systeme

Wenn Standardmaschinen veraltet sind und außer Dienst gestellt werden, werden sie häufig als Gebrauchtmaschinen weiterverkauft. Bei Sonderanlagen wie denen von Eutect, ist dies nicht immer der Fall. Oftmals sind sie zu individuell konfiguriert, als dass sie für eine andere Anwendung in Frage kommen.

„Wir haben uns dazu entschlossen, von uns gebaute Systeme zurückzunehmen, anstatt sie dem Alteisenhändler zu überlassen“, erklärt Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect GmbH. Der Gedankengang, der dieser Entscheidung zu Grunde liegt, ist einfach. In jede Anlage, die Eutect ausliefert, sind neben der Arbeitszeit auch materielle Werte eingeflossen, die in neuen Projekten durchaus weiter genutzt werden können. Das kann z.B. die Produktionszelle sein, Kinematiklösungen aber auch Lötmodule, wie Lötdüsen, Drahtvorschübe oder Thermoden. „Wenn diese Teile noch funktionsfähig sind, können sie auch weiterverwendet werden“, so Fehrenbach.

Nachhaltiger Umbau

Aktuell baut Eutect eine Lötanlage um, die über Jahre in der Automobilzulieferindustrie eingesetzt wurde. Die Maschine funktioniert immer noch einwandfrei und arbeitet fehlerlos, auch wenn man ihr die vergangene, mehrschichtige Einsatzzeit ansieht. Doch die Produktionsspuren täuschen. So ist die Produktionszelle immer noch in einem stabilen, einwandfreien Zustand und kann für andere Maschinenkonzepte genutzt werden, wenn man dem Nachhaltigkeits- und Cradle-to-Cradle-Gedanken folgt. „Dieser Gedanke geht von einer durchgängigen und konsequenten Kreislaufwirtschaft aus,“ führt Fehrenbach aus. Der deutsche Chemiker Michael Braungart und der US-amerikanische Architekt William McDonough entwarfen den Ansatz, dass „Cradle-to-Cradle-Produkte“ als „technische Nährstoffe“ kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden können.

Nach einer Generalüberholung kann die Zelle neu verkabelt, mit neuen Modulen und einem überholten, den neuen Prozessen angepassten Schaltschrank versehen und so für neue Aufgaben präpariert werden. Die Kabelstränge können nicht mehr genutzt werden, aber die bis dato integrierten Lötmodule, Roboter oder auch andere Kinematiksysteme können nach einer Prüfung und Überholung in beispielsweise preissensiblen Projekten eingesetzt werden. Zum Teil kommen die neu zusammengebauten Maschinen auch als Mietmaschinen zurück in den Produktionskreislauf.

Module überarbeiten

Neben ganzen Maschinen überarbeitet Eutect aber auch einzelne Module. Auch diese werden auf Herz und Nieren geprüft. Nach der Überarbeitung, dem Austausch von Verschleißteilen und einem ausgiebigen Funktionstest werden die Module für neue Projekte verwendet oder zunächst ans Lager gelegt, um bei Anfragen kurzfristig reagieren zu können. „Wir erachten diesen Umgang mit Gebrauchtsystemen als wichtig, da wir in Zeiten von Ressourcenknappheit, Klimawandel und einer immer stärker geforderten Nachhaltigkeit auch als kleiner Maschinenbauer unseren Beitrag dazu leisten müssen“, bekräftigt Fehrenbach.

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