Recycling Umweltschonendes Recycling von E-Schrott und Batterien

Quelle: Iondrive 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das australische Clean-Tech-Start-Up Iondrive Limited hat mit Deep-Eutectic-Solvent (DES) eine Technologie entwickelt, mit der sich kritische und wertvolle Metallen aus Batterien, Elektroschrott und gemischten Hydroxidfällungen rückgewinnen lassen.

Die Deep-Eutectic-Solvent-Technologie (DES) von Iondrive Limited ermöglicht eine umweltfreundliche und kostengünstige Rückgewinnung von kritischen und wertvollen Metallen aus Batterien, Elektroschrott und gemischten Hydroxidfällungen. (Bild:  Iondrive)
Die Deep-Eutectic-Solvent-Technologie (DES) von Iondrive Limited ermöglicht eine umweltfreundliche und kostengünstige Rückgewinnung von kritischen und wertvollen Metallen aus Batterien, Elektroschrott und gemischten Hydroxidfällungen.
(Bild: Iondrive)

Elektronischer Müll, auch E-Schrott genannt, und Altbatterien zählen zu den drängendsten Umweltproblemen des 21. Jahrhunderts. Allein im Jahr 2022 hat der entstandene Elektroschrott Schätzungen zufolge wiederverwertbare Metalle im Wert von rund 91 Milliarden US-Dollar enthalten. Darunter befinden sich knappe Metalle wie Gold, Silber, Kupfer und Seltene Erden. Doch nur 22 Prozent davon wurden recycelt. Zu den wertvollsten Elementen im Elektroschrott gehören Leiterplatten (Printed Circuit Boards, PCBs). Mit bis zu 36.000 US-Dollar an wiederverwertbaren Metallen pro Tonne sind sie eine besonders bedeutende Ressource für das Recycling.

Bedarf an Batterien für Elektrofahrzeuge nimmt rasant zu

Ebenso wichtig wie die Wiederverwertung von Elektroschrott wird in Zukunft das Recycling von Batterien sein. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass die Batterienachfrage im Jahr 2024 erstmals die Marke von einer Terra-Wattstunde (TWh) erreicht hat. Batterien in Elektroautos werden mit einem Anteil von über 85 Prozent am häufigsten nachgefragt. In den kommenden Jahren wird der Bedarf an Batterien für Elektrofahrzeuge laut IEA-Prognose weiter rasant zunehmen und bis 2030 voraussichtlich mehr als drei TWh erreichen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Innovative Recyclingtechnologie aus Australien

Die Deep-Eutectic-Solvent-Technologie (DES) von Iondrive Limited ermöglicht eine umweltfreundliche und kostengünstige Rückgewinnung von kritischen und wertvollen Metallen aus Batterien, Elektroschrott und gemischten Hydroxidfällungen. „DES sind umweltfreundliche Lösungsmittel, die durch Mischen eines Wasserstoffbrückenbindungsdonors (HBD) und eines Wasserstoffbrückenbindungsakzeptors (HBA) entstehen“, erklärt Dr. Ebbe Dommisse, CEO von Iondrive. Aus der Wechselwirkung über Wasserstoffbrückenbindungen resultiert eine eutektische Mischung mit einem niedrigeren Schmelzpunkt als ihre einzelnen Bestandteile. DES sind in der Regel wenig toxisch, biologisch abbaubar und wiederverwendbar.

„Unsere DES-Extraktionstechnologien eignen sich für drei wichtige globale Lieferketten“, sagt Firmenchef Dommisse. „Erstens für die Gewinnung von Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan aus Black Mass, einem schwarzen Pulver, das beim Recycling von Batterien entsteht. Zweitens für die Gewinnung wertvoller Metalle wie Gold, Kupfer, Palladium und Seltene Erden aus dem Recycling von Elektronikschrott. Drittens können die DES-Extraktionslösungen für die MHP-Aufbereitung eingesetzt werden.“ Damit ist die Trennung von gemischten Hydroxidfällungen in einzelne Metallsalze gemeint. Die firmeneigene DES-Plattform wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Adelaide entwickelt und durch strategische Kooperationen zwischen Forschung, australischer Regierung und Industrie unterstützt.

Erste Pilotprojekte in Australien, USA und Europa gestartet

Iondrive ist aus einem Spin-off der University of Adelaide hervorgegangen. Obwohl sich das Clean-Tech-Start-up noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium befindet, konnten bereits wichtige Meilensteine erreicht werden. Dazu gehört beispielsweise ein Zuschuss der australischen Regierung in Höhe von 3,9 Millionen Australischen Dollar (AUD) für den Bau einer integrierten DES-Pilotanlage in Australien. Die Anlage soll Anfang 2026 in Betrieb genommen werden und die Verarbeitung von Black Mass und anderen Rohstoffen im kommerziellen Maßstab ermöglichen.

(ID:50582248)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung