Industrial AI Generative KI erschließt Maschinendaten per Chat

Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer IPA 2 min Lesedauer

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Forschende des Fraunhofer IPA arbeiten an einer generativen KI, mit der sich Produktions- und Maschinendaten per Chat abfragen lassen. Ziel ist es, komplexe Daten verständlich aufzubereiten und ihre Nutzung im Arbeitsalltag zu erleichtern.

Über eine generative Künstliche Intelligenz sollen Produktionsund Maschinendaten einfacher zugänglich werden.(Bild:  Universität Stuttgart IFF | Fraunhofer IPA | Rainer Bez)
Über eine generative Künstliche Intelligenz sollen Produktionsund Maschinendaten einfacher zugänglich werden.
(Bild: Universität Stuttgart IFF | Fraunhofer IPA | Rainer Bez)

In der industriellen Produktion fallen täglich große Mengen an Daten an. In vielen Fällen bleiben sie jedoch ungenutzt, da ihre Auswertung aufwendig ist. Daten müssen aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt, aufbereitet und visualisiert werden – ein Prozess, der häufig spezialisiertes Fachwissen erfordert und insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen schwer umzusetzen ist.

Daten per Chat erschließen

Im Projekt „ViPGeniE“ arbeitet das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA gemeinsam mit den Unternehmen Ads-tec Industrial IT GmbH, Data Coffee GmbH und Ulrich GmbH & Co. KG daran, Produktions- und Maschinendaten mithilfe generativer KI zugänglich zu machen. Ähnlich wie bei entsprechenden Anwendungen im Alltag lassen sich konkrete Informationen, etwa zu Maschinenzuständen oder Temperaturverläufen, per Chat abfragen.

Die KI liefert als Antwort nicht nur Text, sondern erzeugt auch passende Diagramme und Visualisierungen. Durch weitere Rückfragen entsteht ein dialogbasierter Zugriff auf die Daten, der es ermöglicht, Zusammenhänge und mögliche Fehlerursachen schrittweise zu analysieren.

Digitale Zwillinge als Grundlage

Technische Basis ist ein digitaler Zwilling der Produktion, in dem Produktions- und Sensordaten kontinuierlich erfasst und strukturiert werden. Dieser liefert die notwendigen Kontextinformationen, damit die KI die Daten korrekt interpretieren und visualisieren kann.

„Die Hürde, Produktions- und Maschinendaten zu nutzen, wird damit deutlich gesenkt“, sagt Matthias Schneider vom Fraunhofer IPA. Da der Zugriff direkt per Chat erfolgt, entfällt auch der Aufwand, bestehende Visualisierungen manuell anzupassen oder neue zu erstellen.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen könnten von dem Ansatz profitieren, da sie häufig nicht über eigenes Fachpersonal für die Datenanalyse verfügen und entsprechende Auswertungen oft nur verzögert erfolgen können.

Demonstrator ab 2027 geplant

Das Fraunhofer IPA entwickelt im Projekt unter anderem die Systemarchitektur, eine flexible Umgebung für den Einsatz unterschiedlicher Sprachmodelle sowie die digitalen Zwillinge, die die Daten strukturieren. Ein erster Demonstrator, der die Visualisierung komplexer Produktions- und Maschinendaten aus verschiedenen Quellen zeigt, ist für das zweite Quartal 2027 geplant.

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