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3D-Druck

Ersatzteile in wenigen Stunden additiv fertigen lassen

| Redakteur: Lilli Bähr

Igus fertigt innerhalb kurzer Zeit individuelle Kundenbauteile mit industriellen 3D-Druckern. Das Berliner Unternehmen Blackcam hat den 3D-Druckservice getestet und ein Ersatzteil für ein Exponat additiv fertigen lassen.

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Schnelle Hilfe: Igus fertigt mit seinem 3D-Druckservice schmiermittelfreie Sonderlösungen wie individuelle Gleitlager innerhalb weniger Stunden.
Schnelle Hilfe: Igus fertigt mit seinem 3D-Druckservice schmiermittelfreie Sonderlösungen wie individuelle Gleitlager innerhalb weniger Stunden.
(Bild: Igus)

Was tun, wenn auf dem Weg zur Fachmesse plötzlich ein wichtiges Ersatzteil für ein Exponat fehlt? Die Antwort des Berliner Unternehmens Blackcam, ein Hersteller von Kamerabewegungssystemen: den 3D-Druckservice von Igus einschalten.

Sonder-Gleitlager mit dem 3D-Druckservice

Blackcam, ein Berliner Unternehmen, entwickelt kompakte, ferngesteuerte Kamerawagen, welche die Kamera über schmale Schienen fahren. Diese Führungen werden in der Entertainmentbranche laut Unternehmen immer beliebter. Entsprechend oft ist Ferenc Tiefenbach, Ingenieur bei Blackcam, mit Exponaten auf Fachmessen unterwegs. Vor kurzem der Schock am Düsseldorfer Flughafen: Der Ingenieur entdeckte ein defektes Gleitlager, ausgerechnet am Prototypen eines neuen Bewegungssystems für Fußballspiele. Tiefenbach schaltete den 3D-Druckservice von Igus ein. Der Motion-Plastics-Spezialist soll innerhalb weniger Stunden individuelle Kundenbauteile fertigen, die auf Reibung und Verschleiß beansprucht werden. So auch das fehlende schmiermittelfreie Sonder-Gleitlager.

Ersatzteil nach wenigen Stunden abholbereit

Das CAD-Modell des Bauteils kann der Kunde auf der Website hochladen, das Druckmaterial auswählen und sofort bestellen. Der Versand soll in der Regel innerhalb von 24 Stunden erfolgen. „In meinem dringenden Fall konnte ich das Lager wenige Stunden nach Auftragseingang abholen“, zeigt sich Ferenc Tiefenbach vom Service begeistert. Somit war das Exponat wieder einsatzbereit für die Messe. Auch die Kosten sollen überschaubar sein. Die Fertigung des Bauteils kostete 96 Euro.

Verschleißfester Kunststoff für den 3D-Druck

Igus nutzt für den 3D-Druck unter anderem den Werkstoff Iglidur I180. Der Hochleistungskunststoff soll eine hohe Abriebfestigkeit bieten. Seine Überlegenheit gegenüber klassischem Filament aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) will das Unternehmen in seinem Testlabor experimentell unter Beweis gestellt haben. Dabei bewegten sich Gleitlager auf einer 0,37 m langen, harteloxierten Aluminiumwelle mit einer Geschwindigkeit von 0,34 m/s und einer Flächenpressung von 0,11 MPa.

Das Ergebnis: Das 3D-gedruckte Lager aus ABS zeigte laut Unternehmen eine Verschleißrate von 13,3 µm/km. Beim Lager aus dem Hochleistungskunststoff lag die Rate bei 0,8 µm. Die Lager sollen aber nicht nur langlebiger sein, sondern auch wirtschaftlicher im Betrieb. Sie ermöglichen laut Unternehmen einen wartungsfreien Trockenlauf ohne Schmieröl. Somit sollen sie die idealen Kandidaten für die Kameraführungssysteme von Blackcam sein.

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