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Elektropolierverfahren

Elektropolieren verbessert Qualität und Optik chemisch geätzter Teile

| Redakteur: Lea Ziegler

Precision Micro hat an seinem Standort in Birmingham (Großbritannien) eine Elektropolierlinie eingerichtet. Die Produktionslinie soll kürzere Vorlaufzeiten und größere Prozesskontrolle sowie eine breitere Palette an Optionen für die Endbearbeitung möglich machen.

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Präzise und sicher: Das Elektropolieren von Knochensägeblättern verringert den Reibungskoeffizienten am Kontaktpunkt zwischen Sägeblatt und Gerätekörper.
Präzise und sicher: Das Elektropolieren von Knochensägeblättern verringert den Reibungskoeffizienten am Kontaktpunkt zwischen Sägeblatt und Gerätekörper.
(Bild: Precision Micro)

Das Elektropolieren (auch elektrochemisches Polieren oder elektrolytisches Polieren) eignet sich aufgrund der hochwertigen Ergebnisse sehr gut als Endbearbeitungsprozess für chemisch geätzte Metallteile. Laut Precision Micro sind die gefertigten Metallteile durch das Polieren zum Einen heller und glatter, fühlen sich besser an und verfügen über ein gleichmäßiges Glanzprofil. Zum anderen weisen mit einer Kombination aus chemischem Ätzverfahren und Elektropolieren hergestellte Teile bessere mechanische Eigenschaften auf.

Die Dauerfestigkeit wird beim Elektropolieren nicht beeinträchtigt. Zudem sorgt die absolute Glätte für weniger Schleppreibung und Oberflächenreibung. Die Oberflächenrauheit wird auf 0,32 Mikron bis 0,4 Mikron gesenkt. Zum Vergleich: Bei anderen Verfahren ist eine Oberflächenrauheit von 0,64 Mikron häufig. Ein Anwendungsbeispiel sind chemisch geätzte Rakel für den Siebdruck im Zusammenhang mit Oberflächenmontage: Hier wird das Elektropolieren genutzt, um nach dem Ätzen die Seitenwände der Öffnungen zu glätten. Das wiederum sorgt für besseren Pastenauftrag.

Elektropolierte Oberflächen mit verbesserter Korrosionsbeständigkeit

Metalle sind nach dem Elektropolieren außerdem korrosionsbeständiger. Beim Glätten der Oberfläche werden winzige Erhebungen und Vertiefungen entfernt, sodass bakterielle Verunreinigungen besser vermieden und die Teile sich einfacher sterilisieren lassen.

Das Elektropolieren eignet sich auch für medizinische Instrumente wie Sagittalsägen und oszillierende Sägen. Es senkt den Reibungskoeffizienten am Kontaktpunkt zwischen Sägeblatt und Gerätekörper. Damit wird die Sicherheit während des Betriebs verbessert und die Lebensdauer beider Komponenten verlängert.

Ein weiterer Vorteil elektropolierter Oberflächen ist ihre vollständige Passivierung. Elektropolieren von Edelstahl beispielsweise fördert die Konzentration von Chrom-/Nickelelementen in der passiven Schutzschicht auf der Oberfläche des Grundmetalls und verbessert so die Korrosionsbeständigkeit. Außerdem lassen sich die ursprünglichen Spezifikationen des Edelstahls wiederherstellen, indem Fremdkörper, Ölrückstände und andere Verunreinigungen entfernt werden. Die Notwendigkeit eines weiteren Passivierungsschritts entfällt.

Precision Micro stellt das Elektropolierverfahren für eine breite Palette an Metallen bereit, von Edelstählen, Stählen mit niedrigem und hohem Kohlenstoffgehalt, Werkzeugstählen und Hochtemperaturlegierungen bis hin zu Aluminium, Kupfer usw. Bei zahlreichen Kundenanwendungen von sicherheitskritischen Motorkomponenten bis zu elektronischen Präzisionsteilen kommt die neue Elektropolierlinie bereits zum Einsatz. Weitere Anwendungen von medizinischen Präzisionsgeräten und -instrumenten bis hin zu architektonischen Anlagen sollen folgen. (lz)

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