Autonomes Fahren DLR treibt modulares Fahrzeugkonzept für autonome Mobilität voran

Quelle: Pressemitteilung DLR 2 min Lesedauer

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Forschende des DLR entwickeln das modulare Fahrzeugkonzept U Shift weiter. Eine autonome Antriebseinheit kombiniert mit austauschbaren Kapseln ermöglicht flexible Anwendungen für Personen und Güter und soll neue Ansätze für Mobilität und Logistik eröffnen.

Von links: Prof. Andreas Wagner, Leitung Vorstandsbereich des Forschungsinstituts für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), Prof. Kora Kristof, Vizepräsidentin des KIT, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus des Landes Baden-Württemberg, Prof. Meike Jipp, DLR-Bereichvorständin Energie und Verkehr, Prof. Michael Buchholz, Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik der Universität Ulm.(Bild:  DLR)
Von links: Prof. Andreas Wagner, Leitung Vorstandsbereich des Forschungsinstituts für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), Prof. Kora Kristof, Vizepräsidentin des KIT, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus des Landes Baden-Württemberg, Prof. Meike Jipp, DLR-Bereichvorständin Energie und Verkehr, Prof. Michael Buchholz, Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik der Universität Ulm.
(Bild: DLR)

Forschende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben das modulare Fahrzeugkonzept U-Shift weiterentwickelt. Das System kombiniert eine autonome Antriebseinheit mit austauschbaren Kapseln für den Transport von Personen und Gütern und soll flexible Einsatzmöglichkeiten in Mobilität und Logistik ermöglichen.

Im Projekt U-Shift II wurden zentrale Technologien weiterentwickelt und erprobt. Dazu zählen insbesondere automatisiertes Fahren sowie das präzise Rangieren und Koppeln von Antriebseinheit und Transportkapseln. Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg gefördert.

Modulares Fahrzeugkonzept für verschiedene Anwendungen

Das hochpräzise Rangieren und Koppeln von Driveboard und Kapseln ist eine zentrale Funktion, um den modularen Ansatz des U-Shift zu ermöglichen. Für Forschungszwecke baute das Team im U-Shift-II-Projekt einen weiteren Prototypen des Driveboards auf, der automatisiert fährt.
(Bild: DLR)

Kern des Konzepts ist ein sogenanntes Driveboard, das alle technischen Komponenten für den autonomen und elektrischen Betrieb enthält. Darauf lassen sich unterschiedliche Kapseln aufsetzen, etwa für On-demand-Shuttles, Gütertransport oder mobile Verkaufsangebote. Die Trennung von Antriebseinheit und Aufbauten soll eine flexible Nutzung und eine hohe Auslastung ermöglichen.

Technische Schwerpunkte: Automatisierung und Kapselwechsel

Ein Fokus der aktuellen Entwicklungsarbeiten liegt auf dem automatisierten Fahren sowie dem präzisen Andocken der Kapseln. Dafür wurde ein neuer Prototyp mit batterieelektrischem Antrieb und Radnabenmotoren aufgebaut. Mit ihm konnte das Forschungsteam unter anderem den automatisierten Wechsel von Kapseln demonstrieren.

Mehrere Forschungseinrichtungen waren an der Entwicklung beteiligt, darunter das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie die Universität Ulm. Sie arbeiteten unter anderem an Antriebs- und Energiesystemen, der Fahrzeugsteuerung, Sensorik und Automatisierung sowie an Konzepten für den Kapselwechsel und die Integration elektronischer Komponenten.

Erprobung und Ausblick

Ein früher Prototyp wurde bereits 2023 im Rahmen eines Forschungsbetriebs auf der Bundesgartenschau in Mannheim eingesetzt. Dort legte das Fahrzeug rund 2.800 Kilometer zurück.

Künftig soll das Konzept im Projekt „Innovative modulare Mobilität Made in Germany“ (IMoGer) weiter erprobt werden. Ab 2027 ist ein Testbetrieb im öffentlichen Raum geplant, bei dem U-Shift sowohl im Personentransport als auch in der Logistik auf der sogenannten letzten Meile eingesetzt werden soll.

„Im Projekt U-Shift II haben wir viele neue Erkenntnisse gewonnen, um modulare, automatisierte Fahrzeugkonzepte und die damit verbundenen Technologien voranzubringen“, sagt Prof. Meike Jipp, DLR-Bereichsvorständin Energie und Verkehr. „Mit dieser Forschung schaffen wir wichtige Grundlagen, um solche Mobilitätskonzepte in den praktischen Einsatz zu bringen.“

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