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K 2013 Composites-Bauteile entwickeln

| Autor / Redakteur: Dr. Reinhard Jakobi* / Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Das Zusammenspiel von Anwendungsentwicklung mit Simulation, Verarbeitungstechnik und Prüflabor unter einem Dach gestattet eine optimale Unterstützung des Kunden über die gesamte Prozesskette: von der Materialcharakterisierung bis hin zur Serieneinführung von Bauteilen.

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Mit der großserienprozessfähigen Fertigungsanlage lassen sich Zykluszeiten von 1 min erreichen.
Mit der großserienprozessfähigen Fertigungsanlage lassen sich Zykluszeiten von 1 min erreichen.
(Bild: BASF)

Unter dem Namen Ultracom bietet die BASF ihren Kunden ab Oktober 2013 ein Produkt- und Service-Paket, das neben den Composites, also thermoplastischen Laminaten und Tapes, und den Compounds für das Umspritzen als dritte Komponente einen umfangreichen Serviceanteil beinhaltet. Dahinter verbirgt sich der Ansatz einer ganzheitlichen Entwicklungsplattform von der Konzeptphase über das Design, die Simulation, die Verarbeitung bis zur Bauteilprüfung, um am Ende eine effiziente Serienproduktion beim Kunden zu ermöglichen. Der Serviceteil des Pakets Ultracom umfasst die Auslegungsunterstützung mit dem Simulationswerkzeug Ultrasim®, die Nutzung der neuen Fertigungszelle zur Composite-Bauteilherstellung und die umfangreichen und erweiterten Möglichkeiten der Bauteilprüfung der BASF.

Großserienprozessfähige Composite-Anlage gebaut

Um selbst Expertise zu gewinnen und ihre Kunden bei der Bauteilentwicklung optimal zu unterstützen, hat die BASF in ihrem Thermoplast-Verarbeitungs-Technikum eine großserienprozessfähige Fertigungsanlage aufgebaut, mit der seit März 2013 multifunktionale Composite-Testkörper nach dem Inmold-Forming-Overmolding-Prozess hergestellt werden. Dieses Verfahren ist das erfolgversprechendste für die Fertigung von Strukturbauteilen aus Laminaten und Spritzgießmassen: Das Umformen des Laminats (Drapieren oder auch Inmold-Forming) findet im Werkzeug statt, anschließend erfolgt das Umspritzen (Overmolding). Wird das Laminat außerhalb des Werkzeuges aufgeheizt, ist die Zykluszeit durch parallele Prozessschritte deutlich kürzer, man muss allerdings die aufgeheizten, nicht biegestabilen Laminat-Einleger sicher transportieren und im Werkzeug positionieren können.

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