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Material-, Verfahrens- und Bauteilentwickung mit CIFO
Um in dieser neuen Fertigungszelle alle Möglichkeiten der Composite-Bauteilgestaltung auszuloten, hat das Unternehmen auch ein eigenes Testbauteil entwickelt: Das so genannte CIFO-Bauteil (abgeleitet von Combination of Inmold-Forming and Overmoulding) ist ein multifunktioneller Testkörper zur Untersuchung und gemeinsamen Entwicklung von endlosfaserverstärkten Composite-Bauteilen für die Serie. Es hat eine Fläche von knapp 40 cm x 40 cm, eine Höhe von 4,5 cm und besteht aus 1,5 mm dicken umgeformten Laminaten sowie bis zu 3 mm dicken angespritzten Funktionselementen wie Rippen und Ränder. An diesem Bauteil mit seinen rund 20 einzelnen Funktionen lassen sich die charakteristischen Merkmale und Probleme der realen Composite-Herstellung nachstellen. Die Besonderheiten des Bauteils umfassen unter anderem umspritzte Ränder, lange Fließwege zum Füllen des Randes sowie durch Stanzen oder Aufweiten angeformte Bohrungen als Montageelemente. Weitere Elemente sind ein Rippenfeld für spezielle Crashuntersuchungen, unterschiedlich gestaltete Rippen/Wanddicken-Übergänge von Laminat und Umspritzmaterial, „Vernäh-Elemente“, d. h. Stellen, an denen das Laminat durchspritzt wurde, sowie ein verrippter U-Profil-Träger. Die CIFO-Bauteile werden werkzeugfallend produziert, das heißt, sie sind vollständig umspritzt und es ist keine Nachbearbeitung nötig.
Das Werkzeug (Georg Kaufmann Formenbau AG) für die CIFO-Bauteilfertigung besitzt eine hohe Flexibilität durch Wechseleinsätze, z. B. um die Grenzen des Umformens eines Laminats zu untersuchen. Das Werkzeug ist so gestaltet, dass es einfaches und präzises Positionieren der Laminate über Spannrahmen ermöglicht: Diese Spannrahmen geben das Laminat beim Werkzeugschließen geregelt frei.
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