Rollringgetriebe

60 Jahre Uhing-Rollringgetriebe

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Ausbau zu einer kompletten Produktgruppe

Selbstverständlich hat das Getriebe im Laufe seines nunmehr sechs Jahrzehnte währenden Lebens eine Reihe funktionaler Erweiterungen und gestalterischer Änderungen erfahren. Mittlerweile ist es zum Synonym für eine gesamte Produktgruppe geworden.

Auf Basis des weltweit patentierten Rollringprinzips entwickelten die Ingenieure der Joachim Uhing KG im Jahr 1983 die Wälzmutter, einen kraftschlüssigen Schraubentrieb ohne internen Umschaltmechanismus. Durch ihre Spielfreiheit wurde die Wälzmutter schnell zum interessanten Antriebselement, insbesondere für die Hersteller von Messmaschinen. 1989 erweiterte dann der Zahnriemenantrieb Z-Drive als formschlüssiger Linearantrieb das Produktportfolio. Das Schnellspannsystem Uhing-easylock® begründete 1992 den Einstieg in ein umfangreiches Programm von werkzeuglos bedienbaren Spann- und Befestigungselementen für glatte Wellen. Ergänzt wurde das Programm Ende 2002 um das Klemmelement Uhing® U-Clip.

„Die 90er Jahre standen für die Joachim Uhing KG ganz im Zeichen der Modernisierung des Produktprogramms“, so Weber. „Bezüglich Qualität und Design stellt die „-2“-Generation der Uhing-Rollringgetriebe einen der bedeutendsten Meilensteine in der Unternehmensgeschichte dar. Das kleinste Uhing-Rollringgetriebe, der Kinemax KI-5, wurde 2001 das weltweit erste seiner Art, das von einem Polyamid-Gehäuse ummantelt war. Die verstärkte Nutzung hochwertiger Kunststoffe führte 2002 beim Uhing-easylock®-Schnellspannsystem zu einer Gewichtsreduzierung von rund 50% und zu einer noch weiter vereinfachten Handhabung.“

Automatisierung durch elektronische Bausteine

Bekannt ist Uhing als Hersteller rein mechanischer Produkte. Dennoch entwickelt das Unternehmen seit dem Jahr 1998 auch elektronische Ergänzungen für seine Rollringgetriebe, um den Automatisierungsgrad der Verlegungen zu steigern. Für den Bereich der Wickeltechnik wurden Bausteine geschaffen, die die selbsttätige Anpassung der Hublänge des Rollringgetriebes an die jeweilige Spulenbreite ermöglichen. Verlegungen, die mit der Flanschabtastung FA ausgestattet sind, finden ihren Umschaltpunkt automatisch. Der Einsatz der Automatischen Verlegebreiten-Steuerung (AVS) garantiert ein einwandfreies zylindrisches Wickelbild insbesondere im kritischen Flanschbereich. So wird der Anwender von Justierarbeiten entlastet und kann sich auf andere Aufgaben konzentrieren. Eine Forderung, die unverändert aktuell ist.

Die Geschäftsführer der Joachim Uhing KG und ihr Team sind überzeugt: Archimedes hätte seine wahre Freude am Uhing-Rollringgetriebe, seiner Weiterentwicklung und seinem weltweiten Erfolg. (ud)

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