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Corona-Krise 10.000 Kopfbänder für Gesichtsschilde entstehen im Spritzguss pro Woche

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

In der Corona-Krise ist Schutzausrüstung derzeit nicht in ausreichender Menge und Qualität verfügbar. Unternehmen, wie Prusa, unterstützen hierbei mit 3D-gedruckten Gesichtsschilden. Bei der Herstellung des Kopfbands unterstützt Igus zusätzlich und spart dabei Zeit und Geld.

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Durch das Spritzguss-Verfahren können über 10.000 Kopfbänder pro Woche hergestellt werden
Durch das Spritzguss-Verfahren können über 10.000 Kopfbänder pro Woche hergestellt werden
(Bild: Igus)

Der 3D-Drucker-Hersteller Prusa hat den Gesichtsschutz „Face Shields“ entwickelt und das Design kostenlos zum Download ins Netz gestellt. Weltweit engagieren sich Einzelpersonen, Maker-Netzwerke sowie Firmen und produzieren additiv unter Hochdruck die Gesichtsschilde.

Günstige Massenproduktion durch Spritzguss möglich

Die Bauweise eines Face Shields ist äußerst einfach: Ein 3D-gedruckter Träger aus Kunststoff hält eine auswechselbare Plastikfolie, die das Gesicht abschirmt. Die Gesichtsschilde sind dabei kein Ersatz für einen Mundschutz, der zusätzlich getragen wird.

Trotz der einfachen Konstruktionsweise bleibt eine zentrale Herausforderung bestehen. „Mehrere Maker haben uns darauf angesprochen, ob wir ihnen als Tribo-Filament-Hersteller Material dafür zur Verfügung stellen können“, blickt Tom Krause, Leiter Additive Fertigung bei Igus, zurück.

Allerdings ist die Herstellung des Kopfbandes als zentrales Bauteil im 3D-Drucker vergleichsweise teuer und dauert mehr als zwei Stunden. „Es können pro Gerät also nur wenige Teile am Tag produziert werden“, fasst Krause das Hauptproblem zusammen.

10.000 Kopfbänder pro Woche

Das Spritzguss-Verfahren scheint laut Igus die Lösung für dieses Problem zu sein. Als Werkstoff dient recyceltes Material aus Iglidur A200. Dr. Thilo Schultes leitet den Werkzeugbau und sagt: „Mit einem entsprechenden Werkzeug können in der Kölner Fabrik über 10.000 Kopfbänder pro Woche hergestellt und ausgeliefert werden. Dadurch sind wir in der Lage, die Kopfbänder schnell in Masse zu produzieren und das zu deutlich reduzierten Kosten.“ Igus fertigt das Werkzeug auf eigene Kosten an. Die ersten 100.000 Kopfbänder stehen kostenfrei zur Verfügung, anschließend sind sie zu Herstellerkosten erhältlich. Sollten Nettoerlöse erzielt werden, werden diese gespendet.

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