Konstruktionsleiter-Forum 2026 Wenn das 3D-Modell die Zeichnung ersetzt

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 3 min Lesedauer

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Wie wird das 3D-Modell zur zentralen Informationsquelle für Konstruktion, Fertigung und Qualität? Auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2026 erfahren die Teilnehmer, wie Bucher Hydraulics MBD erfolgreich eingeführt hat – mit weniger Abstimmungsaufwand, schnellerer NC-Programmierung und durchgängigen digitalen Prozessen.

Es geht auch ohne: Bucher Hydraulics zeigt auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2026, wie MBD die zeichnungslose Fertigung ermöglicht- und welche Vorteile das hat.(Bild:  © MOHD Faizan – stock.adobe.com_KI-generiert)
Es geht auch ohne: Bucher Hydraulics zeigt auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2026, wie MBD die zeichnungslose Fertigung ermöglicht- und welche Vorteile das hat.
(Bild: © MOHD Faizan – stock.adobe.com_KI-generiert)

Die 2D-Zeichnung war jahrzehntelang das zentrale Kommunikationsmittel zwischen Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung. Obwohl Unternehmen heute schon überwiegend in 3D konstruieren, werden Maße, Toleranzen und Fertigungshinweise häufig noch über separate Zeichnungen weitergegeben. Diese Medienbrüche verursachen zusätzlichen Pflegeaufwand und erhöhen das Risiko von Übertragungsfehlern. 

Das 3D-Modell als zentrale Informationsquelle

Bucher Hydraulics hat diesen Ansatz grundlegend verändert: Das 3D-Modell dient heute als führende Informationsquelle – von der ersten Konstruktionsidee über die NC-Programmierung bis zur Qualitätsprüfung.
Der Vortrag „Zeichnungslos in Serie: Wie MBD die gesamte Prozesskette verändert“ auf dem fünften Konstruktionsleiter-Forum zeigt, wie dieser Transformationsprozess in der Praxis umgesetzt wurde.
Im Mittelpunkt steht die Einführung einer durchgängigen Model-Based-Definition-Prozesskette. Die Referenten Lucca Flum, PLM Engineer bei  Bucher Hydraulics, und Günther Probst, Head of Quality and Technology bei Bucher Hydraulics, erläutern, wie standardisierte User Defined Features (UDFs), ein strukturiertes MBD-Modell und klar definierte Informationsstandards die Grundlage dafür schaffen, dass alle relevanten Produktinformationen direkt im 3D-Modell verfügbar sind. So können nachgelagerte Bereiche wie Fertigung, Messtechnik und Qualitätssicherung auf eine gemeinsame Datenbasis zugreifen.

Warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Lucca Flum ist PLM Engineer bei  Bucher Hydraulics.(Bild:  Bucher Hydraulics)
Lucca Flum ist PLM Engineer bei Bucher Hydraulics.
(Bild: Bucher Hydraulics)

Lucca Flum: In vielen Unternehmen bildet die 3D-Konstruktion bereits die Grundlage der Produktentwicklung. Dennoch werden wichtige Informationen wie Maße, Toleranzen oder Fertigungshinweise häufig weiterhin über separate 2D-Zeichnungen weitergegeben. Dadurch entstehen Medienbrüche, zusätzlicher Pflegeaufwand und mögliche Fehlerquellen.Unser Vortrag zeigt, wie ein konsequenter Model-Based-Definition-Ansatz dazu beitragen kann, das 3D-Modell als zentrale und durchgängige Informationsquelle zu etablieren. Für Konstrukteure und Entwickler ist das besonders relevant, weil die Qualität und Struktur der im CAD-Modell hinterlegten Informationen entscheidend für die nachfolgenden Prozesse in Fertigung und Qualität sind.

Was sind die wichtigsten Aspekte des Vortrags?

Günther Probst ist Head of Quality and Technology bei Bucher Hydraulics.(Bild:  Bucher Hydraulics)
Günther Probst ist Head of Quality and Technology bei Bucher Hydraulics.
(Bild: Bucher Hydraulics)

Günter Probst: Im Mittelpunkt steht unsere praktische Umsetzung einer durchgängigen digitalen Prozesskette – von standardisierten UDFs über die Definition des MBD-Modells bis zur Nutzung der Informationen in nachgelagerten Prozessen.Dabei zeigen wir nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch die organisatorischen Voraussetzungen. Dazu gehören einheitliche Konstruktionsrichtlinien, klar definierte Verantwortlichkeiten sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Konstruktion, Fertigung, Messtechnik und IT. Ebenso gehen wir auf Herausforderungen ein, die bei der Einführung von MBD in einer bestehenden System- und Prozesslandschaft auftreten. 

Was nehmen die Teilnehmer mit?

Lucca Flum: Die Teilnehmer erhalten einen praxisnahen Einblick, wie MBD schrittweise im Unternehmen eingeführt und zu einer durchgängigen digitalen Prozesskette weiterentwickelt werden kann. Sie erfahren, welche Standards und Rahmenbedingungen notwendig sind, welche typischen Stolpersteine auftreten und warum die Einführung nicht als reines CAD-Projekt betrachtet werden sollte. Unser Ziel ist es, konkrete Anregungen für die eigene Umsetzung zu geben und zu zeigen, dass der größte Nutzen entsteht, wenn nicht nur die Zeichnung digital ersetzt wird, sondern die Informationen des 3D-Modells über Abteilungs- und Systemgrenzen hinweg genutzt werden.

Unser Ziel ist es, konkrete Anregungen für die eigene Umsetzung zu geben.

Lucca Flum, PLM Engineer, Bucher Hydraulics

Das Event für Konstruktions- und Entwicklungsleiter

Herausforderungen in der Produktentwicklung effizient lösen

Konstruktionsleiter-Forum
(Bild: VCG)

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Das Konstruktionsleiter-Forum sensibilisiert für die Herausforderungen der Produktentwicklung des 21. Jahrhunderts, und zeigt praxisorientierte Lösungen auf. Dazu zählen Tools und Methoden, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess schlank und effizient zu gestalten.

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