Effizienz-Weltrekord für Elektroautos VW fährt mit einem Ladestopp von Wolfsburg nach Wien

Quelle: RID Rekord-Institut für Deutschland GmbH 2 min Lesedauer

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Knapp 1.300 Kilometer, ein einziger Ladestopp und ein Stromverbrauch, der aktuelle E-Autos in den Schatten stellt: VW hat mit dem Konzeptfahrzeug „Mission Efficiency“ einen neuen Effizienz-Weltrekord aufgestellt. Die Technik unter der extrem aerodynamischen Hülle gibt einen Ausblick auf den kommenden Volksstromer VW ID.Polo.

Das seriennahe Konzeptfahrzeug "Mission Efficiency" legte vom 21. bis 24. August 2026 insgesamt 1.278,36 km vom Volkswagen-Entwicklungszentrum in Wolfsburg über Poznań in Polen und Olmütz in Tschechien bis nach Wien zurück.(Bild:  Volkswagen AG)
Das seriennahe Konzeptfahrzeug "Mission Efficiency" legte vom 21. bis 24. August 2026 insgesamt 1.278,36 km vom Volkswagen-Entwicklungszentrum in Wolfsburg über Poznań in Polen und Olmütz in Tschechien bis nach Wien zurück.
(Bild: Volkswagen AG)

Die Reichweitenangst gehört bei Elektroautos zu den größten Hürden für Käufer – und auch die Stromkosten an der Ladesäule spielen eine immer wichtigere Rolle. Volkswagen setzt nun ein starkes Ausrufezeichen in Sachen Effizienz: Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von nur 7,51 kWh pro 100 Kilometer (inklusive Ladeverlusten) hat der Autobauer einen neuen Weltrekord für seriennahe Viersitzer auf öffentlichen Straßen aufgestellt.

Die Route: Unter Realbedingungen durch drei Länder

Für die Rekordfahrt schickte VW das Konzeptfahrzeug „Mission Efficiency“ auf eine 1.278,36 Kilometer lange Tour. Die Route führte vom Entwicklungszentrum in Wolfsburg über Poznań (Polen) und Olmütz (Tschechien) bis nach Wien. Das Rekord-Institut für Deutschland (RID) begleitete und zertifizierte die Fahrt, die ganz bewusst nicht auf einer Teststrecke, sondern im realen Verkehr über Autobahnen, Landstraßen und durch Ortschaften stattfand.Das Ergebnis: Bei der Ankunft in Wien nach nur einem Ladestopp zeigte der Bordcomputer noch immer 164 Kilometer Restreichweite an. Der reine Fahrverbrauch ohne Ladeverluste lag bei spektakulären 6,89 kWh/100 km – weniger als die Hälfte dessen, was aktuelle Serien-Elektroautos dieser Größe im Alltag oft benötigen.

Der ID.Polo lässt grüßen

Am 14. August 2026 wurde der Aerodynamik-Weltrekord "niedrigster cW-Wert eines seriennahen alltagstauglichen Viersitzer-Fahrzeugs" (0,158) bestätigt.(Bild:  Volkswagen AG)
Am 14. August 2026 wurde der Aerodynamik-Weltrekord "niedrigster cW-Wert eines seriennahen alltagstauglichen Viersitzer-Fahrzeugs" (0,158) bestätigt.
(Bild: Volkswagen AG)

Besonders interessant für Verbraucher: Das Rekordauto ist kein reines Labor-Experiment. Unter der Hülle des zweitürigen 2+2-Sitzers, der mit 481 Litern Kofferraum durchaus alltagstaugliche Züge aufweist, steckt die Technik von morgen. Die Fahrkomponenten basieren auf der neuen MEB+ Plattform von Volkswagen und stammen laut Hersteller aus dem künftigen Serienfahrzeug ID.Polo. Der Wolfsburger Autobauer demonstriert hier also, wie effizient die nächste, bezahlbare Elektro-Generation werden soll.Einen großen Anteil am Rekord hat jedoch die Karosserie: Das Fahrzeug hält mit einem cW-Wert von 0,158 den Aerodynamik-Weltrekord für seriennahe Viersitzer. Der Wagen gleitet förmlich durch den Wind.

Das Fahrzeug hält mit einem cW-Wert von 0,158 den Aerodynamik-Weltrekord für seriennahe Viersitzer. Der Wagen gleitet förmlich durch den Wind.

Wie aussagekräftig ist der Rekord für den Alltag?

Auch wenn die Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr stattfand, ordnen die Fahrdaten den Rekord ein: Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei beschaulichen 67,72 km/h. Obwohl das Auto in der Spitze auch 138 km/h fuhr, dürfte ein Großteil der Autobahnkilometer in extrem energiesparender Fahrweise – vermutlich im Windschatten von Lkw – zurückgelegt worden sein. Zudem wird der künftige Serien-Polo mit normalen Spiegeln und Kühlöffnungen kaum den extremen Aerodynamik-Wert des flachen Coupés erreichen.Im ganz normalen Pendler-Alltag wird der kommende ID.Polo diese 7,5 kWh/100 km kaum exakt reproduzieren können. Dennoch beweist die Fahrt von Wolfsburg nach Wien eindrucksvoll: Wenn Antriebstechnik, Plattform und Aerodynamik optimal ineinandergreifen, steht der E-Mobilität ein gewaltiger Effizienz-Sprung bevor.

Wenn Antriebstechnik, Plattform und Aerodynamik optimal ineinandergreifen, steht der E-Mobilität ein gewaltiger Effizienz-Sprung bevor.

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