Magnetlager

Siemens übergibt Magnetlagerversuchsstand

| Redakteur: Bernhard Richter

v. l.: Uwe Wittig, Prof. Frank Worlitz, und Rektor Prof. Friedrich Albrecht nach der feierlichen Schlüsselübergabe am Magnetlagerversuchsstand
v. l.: Uwe Wittig, Prof. Frank Worlitz, und Rektor Prof. Friedrich Albrecht nach der feierlichen Schlüsselübergabe am Magnetlagerversuchsstand (Bild: IDW)

Siemens investiert einen Millionenbetrag eine Versuchsanlage, in der Magnetlager unter simulierten Kraftwerksbedingungen erprobt und untersucht werden. Die Qualifizierung von Magnetlagern für die Anwendung in Industriedampfturbinen ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung.

Seit August 2011 betreibt der Görlitzer Siemens-Standort in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Zittau/Görlitz eine Versuchsanlage, um konventionelle ölgeschmierte Lager von Industriedampfturbinen in Zukunft durch Magnetlager zu ersetzen. Mit Magnetlagern wird es unter anderem möglich, die Energieeffizienz von Turbomaschinen zu steigern und damit wesentlich effektiver und umweltschonender zu betreiben.

Ziel der Untersuchungen an dem modernen Versuchsstand ist es, die Magnetlagerung für die Anwendung an Industriedampfturbinen zu qualifizieren, um die Öllagertechnik letztendlich zu ersetzen. Anschließend wird der Versuchsstand für weitere Optimierungen an Lagern auch für andere Anwendungsgebiete genutzt.

„Mit den laufenden Versuchen in Zittau kommen wir dem Ziel einer ölfreien Turbine einen entscheidenden Schritt näher“, sagt Prof. Frank Worlitz, Direktor des Instituts für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) der Hochschule. Er ist gleichzeitig der wissenschaftliche Leiter des seit 2007 am IPM laufenden Forschungsvorhabens.

Nach ersten erfolgreichen Tests der Versuchsanlage konnten eine Reihe von Ergebnissen bereits in die Praxis überführt werden.

Profilierung in Energie und Umwelt

„Durch die Übergabe der Betreiberverantwortung an die Hochschule Zittau/Görlitz erhält die langjährige intensive Kooperation mit Siemens Görlitz eine weitere Aufwertung und ist zugleich Ausdruck für die Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit der Hochschule insgesamt und insbesondere der Forschungsgruppe um Prof. Frank Worlitz“, so Rektor Friedrich Albrecht. „Den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit bei der Entwicklung zukunftsweisender Technologien, zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und Unternehmen, sehen wir als wichtigen Weg zur weiteren Profilierung der Hochschule im Bereich Energie und Umwelt, zur Erhöhung der Attraktivität des Wissenschaftsstandortes und zur Stärkung der Region.“

Derzeit laufen im Rahmen von Promotionsverfahren intensive Forschungsarbeiten zur Magnetlagertechnik am IPM. Promovenden an der Hochschule, stellten ihre bereits erzielten Forschungsergebnisse zur Magnetlagertechnik vor. Dabei widmeten sie sich insbesondere den Problemstellungen zum Einsatz der Magnetlager in der Energietechnik.

Lange Tradition in Lehre und Forschung

Die Hochschule Zittau/Görlitz kann auf eine lange Tradition in Lehre und Forschung auf den Gebieten Energie und Umwelt zurückblicken. Mit etwa 147 Projekten und einem Volumen von insgesamt mehr als acht Mio.Euro nimmt die Hochschule Zittau/Görlitz eine Spitzenposition unter den deutschen Fachhochschulen ein. (br)

Der in Zusammenarbeit zwischen der Siemens AG und der Hochschule Zittau/Görlitz entwickelter Magnetlagerversuchsstand wurde nun an diese übergeben. Der Versuchstand ist das Ergebnis einer Forschungskooperation und steht nun Studenten der Mechatronik und Automatisierung zur Verfügung.

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